Äthiopische Juden in Israel

Israel Heute 12.01.2012

Protest der äthiopischen Juden

In Kiriat Malachi demonstrierten am Dienstag etwa 2.500 äthiopische Juden gegen ihre niedrige Stellung in der israelischen Bevölkerung. Sie beschweren sich über Rassismus und insbesondere darüber, dass man ihnen in einem bestimmten Stadtteil in Kiriat Malachi keine Wohnungen vermieten will. Sie setzten sich dort mit Einwohnern der Rabbi-Pinto-Straße auseinander und demonstrierten dann weiter neben dem Stadtratsgebäude mit Plakaten auf denen zu lesen war: „Rassismus ist der Teufel“ und „Unser Blut ist nicht nur gut für den Krieg“. Rachamim Edna, ein Reserveoffizier, wandte sich an Ministerpräsident Netanjahu, Präsident Peres und die Knesset, um die Geringschätzung der äthiopischen Juden ein für alle mal aus der israelischen Bevölkerung auszumerzen. Motti Malka, der Bürgermeister der Stadt meinte, dass er sich freue, dass die äthiopischen Juden sich endlich entschieden haben, für ihre Anerkennung auf die Straße zu gehen. In der Knesset wurde eine Sondersitzung zu diesem Thema durchgeführt. Der äthiopische Abgeordnete, Schlomo Mola, der auch bei der Demonstration dabei war, sagte, dass das Spiel der Geringschätzung dieser Bevölkerungsgruppe vorbei sei. Jedoch dies von den Menschen noch nicht verstanden würde. Die Äthiopier werden solange kämpfen, bis sie gerecht und als gleichwertige Bevölkerungsgruppe behandelt werden, so Mola.

Newsletter der Botschaft des Staates Israel in Berlin am 12.01.2012

Netanyahu zu anti-äthiopischen Vorfällen: Kein Platz für Rassismus

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Mittwoch seinen Berater für die Angelegenheiten äthiopischer Einwanderer Ali Adamsu angewiesen, entschlossen gegen rassistische Anfeindungen gegen äthiopische Einwanderer vorzugehen.

Adamsu hatte sich am Dienstag in Kiryat Malakhi mit den Organisatoren eines antirassistischen Protests getroffen. Bei dem Treffen mit Netanyahu berichtete er ihm von der Umsetzung des fünf-Jahres-Plans für die Integration von Einwanderern, den das Kabinett 2010 verabschiedet hatte.

Ministerpräsident Netanyahu sagte, dass Israel die äthiopischen Einwanderer bewundere und besser einbinden wolle.

„Trotz zahlreicher Hindernisse und Schwierigkeiten kamen sie zu uns und versuchen sich nun, in die israelische Gesellschaft zu integrieren, was wir mit allen Mitteln unterstützen. Rassistische Anfeindungen sind abscheulich, es gibt keinen Platz für sie in der israelischen Gesellschaft. Die Einwanderung von Juden aus Äthiopien und aus aller Welt ist untrennbar mit dem Charakter des Staates Israel verbunden“, sagte Netanyahu.

(Amt des Ministerpräsidenten, 11.01.12)

Bild: Peres und Schüler heute Morgen (Foto: GPO

Auch Präsident Peres nahm heute bei einem Besuch in einer Schule, an der viele äthiopisch-stämmige Schüler lernen, Stellung zu den Vorfällen.

„Wir alle sollten den äthiopischen Einwanderern dankbar sein, dass sie sich entschieden haben, nach Israel zu kommen“, so der Präsident. „Als wir den Staat gegründet haben, war es unser Traum, dass er Juden aus Äthiopien, Russland, Libyen und dem Rest der Welt anziehen würde. Jeder, der hierher kam, hatte anfangs Integrationsprobleme – leider gibt es Menschen, die einfach nicht wissen, wie man sich Neueinwanderern gegenüber zu benehmen hat.“

Die Schüler fragten ihn, wie es für ihn selbst gewesen sei, als Elfjähriger aus Polen ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina einzuwandern. Peres erklärte, sein Hebräisch sei damals längst noch nicht fließend gewesen, und die anderen Kinder in der Klasse hätten sich über ihn lustig gemacht. Auch sei er anders gekleidet gewesen als die anderen Kinder, und auch dafür sei er gehänselt worden.

„Es dauerte eine Weile, bis ich mich akklimatisiert hatte, doch dann war ich wie jeder andere Israeli. Heute kann ich euch ehrlich sagen, dass, wenn ihr fleißig lernt, ihr alles werden könnt – sogar Staatspräsident.“

(Jerusalem Post, 21.01.11)

Wochenlesung „Shemot“ – Namen – 2. Mose 1,1 – 6,1 – über „Mutige Frauen“

Eigentlich ist ja schon Zeit über die kommende Wochenlesung nachzudenken, zudem sie für mich noch eine ganz besondere Bedeutung hat. In der vergangenen Wochenlesunng (Shemot) möchte ich eine besondere Passage vorstellen, zu der ich sogar ein Bild einbringen kann. Das Bild links ist ein Faksimile, dass ich zu meinem Geburtstag im Januar 1990 von meinen Freunden, einer Mitarbeitergruppe der IVCG (Internationale Vereinigung Christlicher Geschäftsleute eine Gründung aus der Schweiz vor damals etwa 30 Jahren) geschenkt bekam. Ich war über diese Gruppe zum lebendigen Glauben an Yeshua/Jesus gekommen und selbst Mitarbeiterin in der Gruppe geworden. bis ich im Juni 1999 für 1 1/2 Jahre in den Dienst nach Israel ging. Natürlich konnte ich die „Altdeutsche Schrift“ nicht lesen sah aber anhand der beiden Bilder darin sehr bald, um welche Geschichte es sich dabei handelte – nämlich um die Hebammen aus 2. Mose 1, 16-27

Es ist ein von drei Besprechungen in meinem „Schatzkästlein“ von Zwi Braun mit dem Titel „Mutige Frauen“! Dazu ein Vorspann: Zwi Braun sagt, dass diese Wochenlesung den Verlauf der späteren Judenverfolgung in allen Phasen vorweg nimmt – wörtlich: rechtliche Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerungsgruppe, ihre Diffamierung als fremde, fünfte Kolonne, finanzielle Ausbeutung, Sklavenarbeit und schließlich physische Vernichtung. Und nun das große „aber dennoch“ damals: es sind zwei jüdischen Hebammen, die Pharao den verbrecherischen Plan im wahrsten Sinne des Wortes glücklicher Weise „vermasseln“!

„Die Hebammen aber fürchteten Gott und taten nicht wie der König von Ägypten zu ihnen gesprochen, sie erhielten die Kinder am Leben“ – 1. Mos 1,17

Die Hebammen heißen Schifra und Pua – nach früheren Kommentatoren ägyptische Frauen. Nach der Gemara (sog. zweite Schicht des Talmud. Der Stoff der mündlichen Überlieferung wird erläutert und ergänzt. Mischna und Gemara bilden gemeinsam den Talmud – Wikipedea) sind die Hebammen jüdische Frauen, und zwar als die Mutter und Schwester von Mose – Jochewed und Miriam. Zwi Braun stellt fest: „Im Prinzip wirft die Tora das Problem der erzwungenen Zusammenarbeit mit dem Feind auf. Wie weit darf man kooperieren, wo liegen die Grenzen – Fragen die z.B. die Rolle der Judenräte unter der deutschen Naziherrschaft betreffen.“ Die Verweigerung der beiden Hebammen bewirkt, dass die Neugeborenen überlebten und nicht der Auslieferung preisgegeben wurden. Ahuvaisrael: dazu lesen wir in 2, 20.21: 20 – Darum tat Gott den Hebammen Gutes. Und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark. 21 – Und weil die Hebammen Gott fürchteten segnete er ihre Häuser.“

Weiter Zwi Braun: In einem nächsten Schritt verfügt Pharao, die männlichen Neugeboreren ihren Müttern zu entreißen und zu ertränken. Dies bedroht auch das Leben des kleinen Mosche. Hier naht die rettung von unverhoffter Seit. Die Tochter des Pharao selbst folgt der Stimme des ihres Herzens („und siehe der Knabe weinte“), widersetzte sich ihrem eigenen Vater und lässt Mosche aus dem Wasser ziehen. Heute hätte man für sie in Jad Vaschem, in der „Allee der Gerechten“ einen Baum gepflanzt.

In der „Jüdische Allgemeine“ die ich seit etwa 10 Jahren abonniert habe, war eine wunderbare Besprechung von Boruch Kochan zu diesem Thema, die ich hier als Link reinstelle: Einsatz fürs Land – von Boruch Kochan - „Schon die Tora kennt weibliche Führungspersönlichkeiten“


Nachbetrachtung zur Wochenlesung „Wajechi“ – es lebte – 1. Mose 47,28 – 50,26

Es ist die letzte Wochenlesung zum 1. Mose/Genesis (hebräisch: ‚Berischit’ – im Anfang). Der Inhalt ist im Jüdischen Kalender von Yehonatan Kircher in zunächst wenigen Worten zusammengefasst:

-       Israels Vision für seine 12 Stämme

-       Begräbnis in der Höhle Machpela/Hebron

-       Schwur für Josephs Gebeine

Lese ich in meinem „Schatzkästlein“ von Zwi Braun „3 Minuten Ewigkeit“ so erhalten wir einen eindrucksvollen Überblick über die Schöpfungsgeschichte GOTTES – ER sprach und es ward!!! – über das Verhalten der Menschen und die Folgen und über den Beginn der Geschichte Israels.

-       Beginn: die Geschichte der Menschheit beginnt mit der tödlichen Auseinandersetzung zwischen Kain und Abel (Kap 4,8). Tatmotiv? – Neid, Eifersucht, Begierde und streben nach Ehre. Mit der Sintflut finden Kain und seine Nachkommen ihr Ende.

-       Noach und seine Söhne: GOTT macht einen neuen Versuch. Der Turmbau zu Babel beendet die Einheit der neuen Menschen (Kap 11,8)

-       Abraham: was für die gesamte Menschheit nicht geglückt ist, soll im kleinen Rahmen – Abraham und seine Nachkommen – verwirklicht werden. GOTTES Gedanken um Einheit, Brüderlichkeit und Verbundenheit mit dem Menschengeschlecht soll sich hier bewähren – im jüdischen Volk

-       Kein sofortiger Erfolg: zwischen Jizchak und Jishmael ist ein friedliche Zusammenleben nicht möglich (Kap 21,14). Jakow und Esaw: wiederum verunmöglicht ein Streit das Zusammenleben von Brüdern (Kap 36,6).

-       Neue Hoffnung ist den 12 Stämmen Jakows: Die Tragödie des Bruderzwist’s wiederholt sich mit fast tödlichem Ausgang. Von Kain und Abel bis Josef und seinen Brüdern kein Fortschritt, keine Besserung, keine Hoffnung.

-       Bewährung durch die „Invention“ GOTTES: Versöhnung der Söhne Jakows. Josef nimmt die Möglichkeit der Rache – nach Jakows Tod – nicht wahr (Kap 50, 19.20). Die vom Vater Jakow vor seinem Tod beschworene Einheit der Brüder, sie hat Bestand.

Dazu Benno Jakob: „Mit ihr (Anmerkung AhuvaIsrael: die Einheit der Brüder)  ist der Zweck nicht nur der Josefserzählung, sondern der ganzen Patriarchengeschichte erfüllt: die ideale Einheit der Bne Jisrael ist hergestellt. Mit dem ersten Buch wollte die Tora dem Volk Jisrael erzählen, woher es stamme, welches seine Väter seien. Aber die ‚Toldot’ (Anmerkung AhuvaIsrael: Nachkommen) sind nur erst der Körper für den Geist, der das wahre Israel beseelen soll. Es gibt Toldot Jakows, aber nicht Toldot Jisraels. Denn der Geist wird nicht mitgezeugt, sondern erkämpft. Diejenigen sind die Bne Jisrael, die gleich dem Erzvater diesen Kampf zwischen  Menschlichem und Göttlichem gekämpft und darin obsiegt haben. – Wahrlich, kein Volk der Erde besitzt ein solches Familienbuch!“

Zwi Braun abschließend: Auftrag und Verpflichtung auch für uns heute.

Foto: Jakobsleiter im Biblischen Garten des Hotel „Eschel Haschomron“ in Ariel.

 

2011 im Rückblick von WordPress erstellt

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 11.000 mal besucht. Das entspräche etwa 4 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Der Nationalpark „Neot Kedumim“

Aus dem Newsletter der Botschaft des Staates Israel in Berlin am 30.12.2011

Landwirtschaft wie in Zeiten der Bibel

Neot Kedumim Bild: michal-moshik.blogspot.com

← (Bild von AhuvaIsrael hinzugefügt)

Heute findet in dem Nationalpark Neot Kedumim eine Tour statt, bei der gezeigt wird, wie die Menschen in biblischen Zeiten landwirtschaftlich arbeiteten. Die Besucher können dort unter anderem miterleben, wie vor 3.000 Jahren Oliven geerntet wurden und wie man damals Essen zubereitete. Und auch Chanukka spielt bei der Tour eine Rolle, denn Neot Kedumim liegt in der Gegend, in der die Makkabäer ansässig waren.

Neot Kedumim-Ölpresse

Ölpressen wie vor 3000 Jahren – Der Nationalpark Neot Kedumim liegt auf halber Strecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem und ist auch außerhalb der Touren eine Reise wert. Nicht nur die besondere Vegetation zeigt, wie in Zeiten der Bibel gelebt und gewirtschaftet wurde, sondern die gesamte Landschaft soll zu dem Verständnis dieser Zeit beitragen.

 Anmerkung AhuvaIsrael: ich besuchte den Nationalpark „Neot Kedumim“ mit einer Gruppe christlicher Zionisten aus Deutschland, Österreich, und Holland  die in Ariel zu einem Seminar zusammen gekommen war im August 2003. Wir alle waren „futsch und hin“ von diesem wunderbaren Ort.  Ein wirklich heißer Tip für Israel-Reisende!!! Werde versuchen noch ein paar Bilder von damals hier hinein zustellen – dauert maximal 7 Tage!

Zur Wochenlesung „NOACH“ 1. Mose 6, 9-11,32 / ein wunderschönes Detail

Mein Schabbat Shalom-Bild für meine Freunde deutet ja bereits an, worum es sich bei dem „wunderschönen Detail“, wie es in der Überschrift heißt, handelt.

Schon im vergangenen Jahr hatte ich vor das Detail über den Regenbogen in der Wochenlesung „Noach“  meinem Regenbogen II – blog hinzuzufügen. Heute nun möchte ich es nicht wieder versäumen – und kann sogar mit einigen Bildern dienen, die ich gestern gesammelt habe. Mein „Schatzkästlein“: Drei Minuten Ewigkeit von Zwi Braun ist eine wunderbare Quelle, jüdische Weisheiten kennen zulernen und und auch davon zu profitieren.

So lade ich herzlich gerne dazu ein, den kleinen Beitrag von Zwi Braun zum Thema „Regenbogen“ mit mir zu teilen. Dieser Abschnitt ist ein Teil von insgesamt  sieben Auslegungen zur Parschat Noach – drei finden wir in „3 Minuten Ewigkeit“ und vier in „Zeitlos aktuell“ – ebenfalls von Zwi Braun. Freuen wir uns nun, was Zwi Braun uns über den „Regenbogen“ zu erzählen weiß:

Der Regenbogen

Die Sintflut ist vorbei und Gott beschließt, mit Noach und seinen Nachkommen einen Bund einzugehen. Er verspricht ihm, dass sich eine derartige Naturkatastrophe nicht wiederholen wird:

  • „Meinen Bogen habe Ich in den Wolken angebracht, und so wird er zum Zeichen des Bundes, zwischen Mir und der Erde sein … Und Ich werde Meines Bundes gedenken, der zwischen Mir und allen lebenden Wesen in allem Fleisch ist, und nicht ferner wird das Wasser zum Mabul werden, alles Fleisch zu vernichten“ (Ber. 9, 13 u. 15).

Nicht dass der Mensch nun besser als vor der Sintflut wäre, der Wochenabschnitt endet mit dem Turmbau zu Bawel, mit dem Übermut des Menschen, der dank seiner technischen Errungenschaften glaubt, alles zu vermögen. Doch Gott resigniert quasi vor dem potentiell Schlechten im Menschen, das bestenfalls gezügelt und unterdrückt werden kann, aber nie völlig verschwinden wird (Ber. 8, 21).

Worin besteht die Botschaft des Regenbogens, der eine längst bekannte Himmelserscheinung ist und jetzt von Gott zum Zeichen Seines Bündnisses mit der Menschheit bestimmt wird? Aus der Perspektive Gottes ist es ein umgekehrter Bogen, von dem keine Pfeile mehr abgeschossen werden können und der den Frieden ansagt (Ramban).

Benno Jacob sieht im Regenbogen ausschließlich ein Zeichen der Liebe und Treue Gottes gegen Seine Schöpfung, das Ihn erinnert.

  • „Als Wiederschein der Sonne in den Regenwolken spiegelt der Regenbogen die Gnade nach dem Gericht, er ist der durch Wolken und Himmelstränen hindurch schimmernde farbige Abglanz aus dem Hintergrund des göttlichen Wesens, das im letzten Grunde Liebe und Gnade ist, unter dunkeln Brauen sein Gnadenblick. Es hat aufgehört zu regnen, es hat zum Segen geregnet. Nach der Sintflut ist der Regenbogen eingesetzt worden, damit die Menschen von der Macht der Elemente die verderbliche Seite fürchten gelernt haben, bevor sie die wohltätige erfahren. Der Regenbogen ist die Vollendung der Schöpfung und ihr abschließendes Siegel, der letzte zarte farbige Pinselstrich.“

Die Halbkreisform des Regenbogens ist wie eine schützende Kuppel, die sich über die Erde wölbt und sie vor zerstörerischen Einflüssen bewahrt. Man kann sie auch als eine Art Henkel auffassen, an dem Gott die Erde hält und sie vor dem Fall in das Nichts bewahrt.

Der Halbkreis symbolisiert die eine Hälfte des Bundes, den Gott mit der Menschheit eingegangen ist. An uns liegt es, unsere Verpflichtungen gegenüber Gott wahrzunehmen. Auf dem Umfang eines Kreises gibt es keinen Anfang und kein Ende. Vor der Sintflut war der Mensch in seinem Aktionsradius unbeschränkt. Nun bedeutet Gott den Menschen durch den Halbkreis, dass ihrem Wirkungsbereich Grenzen gesetzt sind, an die sie sich halten müssen (Rabbi lsrael Joschua Trunk von Kutno).

S.R. Hirsch geht auf das Farbspektrum des Regenbogens ein:

  • „Ist nun nicht der Regenbogen nichts, als der eine, reine, volle Lichtstrahl, siebenfarbig und siebenstufig gebrochen, von dem, dem Licht nächsten roten Strahl, bis zu dem Licht fernsten, sich in Dunkel verlierenden violetten … und bilden sie nicht alle zusammen den einen, vollen, reinen, weißen Strahl? Die ganze Mannigfaltigkeit aller lebendigen Wesen, von dem Lebendigen im Adam, dem Roten, bis zu dem dunkelsten, unscheinbarsten Leben im unscheinbarsten Wurm … Gott eint sie alle zusammen zu einem Friedensbund, alle Bruchstücke eines Lebens, alle: Strahlenbrechung eines göttlichen Geistes

Der Regenbogen Ist auch Symbol für die gottgewollte Harmonie zwischen Mensch und Tier, Mensch und Umwelt, Mensch und Gott.

Anmerkung AhuvaIsrael: Nun hoffe ich sehr, dass wir alle doch beim Anblick eines Regenbogens an diesen herrlichen Schöpfungsakt des Ewigen als Zeichen Seines Bundes mit der Erde und allem was darinnen „lebt und webt“ zu einem großen Dank und Lobpreis zur Ehre unseres Vaters, zu dem auch wir aus den Nationen wir Dank unseres Herrn Jeshua/Jesus „Abba, lieber Vater“ sagen  dürfen, anstimmen!                                                             Mit einem herzlichen Shalom – AhuvaIsrael

Shmini Atzeret und Simchat Thora

Aus dem Newsletter der Botschaft des Staates Israel, Berlin am 19. Oktober 2011

Heute Abend beginnt Shmini Atzeret, die „heilige Versammlung am achten Tag“ (Lev. 23,36), die mit Simchat Thora, dem „Fest der Thorafreude“ verbunden wird. Sie markieren das Ende von Sukkot und damit des gesamten Festtagszyklus, der mit Rosh Hashana begonnen hat.

Die Feiern an Shemini Atzeret/Simchat Thora konzentrieren sich auf die Thora – die Fünf Bücher Mose. Das Fest ist dafür bekannt, dass öffentlich mit den Thorarollen im Arm getanzt wird. An Simchat Thora werden Schluss und Anfang der Thora gelesen, damit kommt der Jahreszyklus der Thoralesungen zu einem Abschluss und wird sogleich wieder aufgenommen.

Anmerkung AhuvaIsrael:  an „Simchat Tora“ – dem Fest der Tora-Freude in Israel zu sein und möglicherweise an einem „Regionaltreffen“ der Synagogen dabei sein zu können, gehört zu einem der unvergesslichen Ereignisse meiner diversen Israel-Aufenthalte  im Herbst. Vor einigen Jahren erlebte ich ein solches „Regionales Treffen“  in Shavei Zion – das wer einfach einzigartig und kann eigentlich nicht mit Worten beschrieben werden. Werde versuchen ein paar Bilder von meinem Film herunter zu nehmen!

Chag Sameach – herzliche Grüße zum Laubhüttenfest und „Über das Laubhüttenfest“

Zum Erew Sukkot wünsche ich allen Freunden die dieses wunderschöne dritte biblische Wallfahrtsfest auf ihrer Agenda haben einen wunderschönen, fröhlichen und friedvollen „Erew Sukkot“

Die „Laubhütten“-Bilder und das „Dattel“-Bild stammen von meinem Besuch einer Freundin in Tirat Zwi, Jordantal-Eben, die „Früchtebilder“ habe ich für die Dekoration zum Laubhüttenfest in Shavei Zion angefertigt, und das leider etwas unscharfe „Feigenbild“ stammt aus dem Biblischen Garten in Ariel, Shomron!

In 2001 habe ich einen Bericht über das Laubüttenfest geschrieben, den ich hier in 7 Teilen als JPG’s mit reinstelle.

Laubhüttenfest -1-

Laubhüttenfest -2-

Laubhüttendest -3-

Laubhüttenfest -4-

Laubhüttenfest -5-

Allen ein herzlichen Schalom u’wracha – Frieden und Segen – aus

Laubhüttenfest -6-

Laubhüttenfest -7-

Süddeutschland – Eure AhuvaIsrael

Zwischen Rosh HaShana und Yom Kippur (mit Video!)

In diesem Jahr fallen die fallen die jüdischen biblischen Herbstfeste in die Zeit vom 30. September bis 21. Oktober. Beginnend mit dem Jüdischen Neujahrsfest „Rosh Hashana“ (Kopf des Jahres, am ersten Tag des Monats Tischri – 3. Mo 23, 23-25, 4. Mo 19, 1-6) folgen nun 10 Tage der Umkehr (t’shuwa“= Buße).

In dieser Zeit hat der Mensch Zeit, in sich zu gehen, begangenes Unrecht am Nächsten (welcher Art auch immer) wieder gut zu machen und zum Ewigen umzukehren. Diese Zeit wird von religiösen Juden auch: „die fruchtbaren Tage“ genannt, denn laut Talmud richtet der Ewige zu Neujahr über alle Taten des vergangenen Jahres und spricht sein Urteil am Jom Kippur (am 10. Tag des Monats Tischri – 3. Mo 23, 26-32 / 3. Mo 16 und 4. Mo 29, 7-11).

Am Vortag zum Jom Kippur ertönt in Israel um 15:00h in allen TV-und Rundfunkanstalten die Israelische Nationalhymne, die „Hatikwa“ (die Hoffnung) – danach schalten bis zum Ende des Jom Kippurtages am nächsten Abend alle Sender ihre Programme ab. Der gesamte öffentliche Verkehr kommt zum Stillstand – Bus-, Zug-, Schiffs-, Flugverkehr wird eingestellt – die Geschäfte sind geschlossen, es entsteht ein Zustand „vermeindlicher“ Agonie. „Vermeindlich“ bezogen auf das öffentliche Leben, denn im Sicherheits- und Militärbereichen herrscht seit dem Jom Kippurkrieg umso mehr allerhöchste Alarmstufe. Und in diesem Jahr vermutlich weitaus mehr, schauen wir uns die gewaltigen Turbulenzen in den umliegenden Nachbarstaaten: Ägypten, Tunesien, Libyien samt Libanon – alle z.Z. „aufgeheizt“ durch die Türkei mit ihrem Ministerpräsidenten Erdogan!

Hier eine Bericht über den Jom Kippur Krieg 1973 aus strickt jüdischer Quelle!!! – den ich für unseren Gemeindebrief 10/11 2011 aus dem englischen übersetzt habe.

Grußformeln zu Rosh HaShana und Jom Kippur aus: Grußformeln zu Roh Hashana und Jom Kippur

- Schanah towah umetukah! Gutes und süßes neues Jahr!

 - Leschana towa tikatewu! – Möget ihr eingeschrieben werden (ins Buch des Lebens) für ein gutes Jahr!

- Gut Johr! (Jiddisch)

Zwischen Rosch HaSchana und Jom Kippur

- Gmar chatima towa! – Möge deine Einschreibung (ins Buch des Lebens) abgeschlossen werden.

 - Zom kal! Angenehmes, leichtes Fasten! (sagt man kurz vor Jom Kippur)

Jom Kippur

- Leschana towa tikatewu wetechatemu! – Möget ihr eingeschrieben werden und besiegelt (ins Buch des Lebens) für ein gutes Jahr.

Hier das  „Yom Kippur“ -Video (deutsche Sprache): Prophetische Heilige Feste – Versöhnungstag – \“Jom Kippur\“

Beiträge zum Yom Kippur und zum Buch Jona aus einem meiner Israel-blogs 09/2009 und 09/2007:

http://schalomchaverim.wordpress.com/2009/09/27/der-jom-kippur-gottes-groses-erbarmen/

http://schalomchaverim.wordpress.com/2007/09/24/predigt-zum-buch-jona-kapitel-4/

Über den Tisha b’Av – den 9. im Monat Av

Mit Sicht der ersten drei Sterne am Abendhimmel hat heute am 08. August 2011 der Vorabend zum Tisha b’Av begonnen. Im vorangegangen Artikel : „Fasten am 17. Tamus“ gab es bereits einen Hinweis auf den Tisha b’Av.  An diesem Tag wird der Zerstörung der beiden Tempel in Jerusalem gedacht – allerdings gab es auch noch viele weitere furchtbare Ereignisse im Laufe der vergangenen 2000 Jahre  an eben genau diesem 9. des Monat Av für das jüdische Volk – nicht zuletzt durch die „Christenheit“ und das Nazi-Regime.

Am 24. Juli 1996 habe ich zu ersten Mal den Vorabend zum Tisha b’Av in Jerusalem an der Westmauer (Kotel) miterlebt – und das hat mich zu tiefst beeindruckt. Darüber kann im folgenden 5 seitigen Artikel (entweder in der jpg-Version oder zum downloaden in der pdf. Version) nachgelesen werden.

Über den Tisha b’Av

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