(Den nachfolgenden Bericht habe ich für die Israelseite des November-Gemeindebrief meiner Gemeinde geschrieben. Das Bild ist eine Collage – ich habe die Aufnahmen von meinem TV-Bildschirm abfotografiert)
Am Vormittag des Vorabends zum Laubhüttenfest (Freitag, 2. Oktober 2009), erhält die Regierung Israels von der Hamas ein Video des entführten Gilad Shalit. Völlig unerwartet für die israelische Bevölkerung flimmert über alle Kanäle des nationalen Fernsehens die Videoaufzeichnung , in dem der seit drei Jahren entführte und in den Händen der Hamas als Geisel festgehaltene junge israelische Soldat Gilad Shalit eine Stellungnahme abgibt. Völlig abgemagert, mit auffallend tiefen Schatten unter den Augen – körperliche Verletzungen sind
ihm nicht anzusehen – Gesicht und Haare erscheinen „gepflegt – wird er von der Hamas in Szene gesetzt. irgendwie sieht, man ihm sein Martyrium an – er lächelt als er den Text vorliest, die Augen sind daran jedoch nicht beteiligt. Am Vorabend zum Laubhüttenfest ist Gilad seit 1200 Tagen in Geiselhaft der Hamas, und die möchte nun endlich einen politischen Handel perfekt machen und zwar schnell.
Die Video-Aufzeichnung von Gilad kostet Israel vorab mal gleich die Freilassung von 20 palästinensischen Frauen aus israelischen Gefängnissen – ihre Ankunft in Gaza ruft riesige Siegesfeiern hervor. Über die Freilassung von 450 und 1000 weiteren inhaftierten Palästinensern, die zum großen Teil viel israelisches Blut an den Händen haben, wird verhandelt. Zurück zum Video: „Ich lese Zeitungen, um etwas über mich darin zu lesen. Ich hoffe, Informationen zu finden, die darauf schließen lassen, dass meine Freilassung und meine Rückkehr nach Hause bald bevorstehen. Ich warte und hoffe schon so lange auf den Tag, an dem ich freikommen werde.“
Gilad wurde am 25. Juni 2009 auf israelischem Staatsgebiet von Angehörigen der Terrororganisation Hamas durch einen Tunnel unter der Grenze entführt und in den Gazastreifen verschlappt. Die jetzige Video-Aufzeichnung kam durch deutsche Vermittlung mit entsprechender Freilassung s.o.) zustande. Die Hamas hat sich mit dem „Lebens“-Video von Gilad Shalt insofern selbst übertroffen, in dem sie Gilad selbst hat sprechen und herumgehen lassen. Zu dem war die Aufzeichnung mit der Dauer von 2:40Minuten länger als angekündigt.
Die Familie Shalit lebt seit mehr als drei Jahren in einem unvorstellbaren Martyrium. So bleibt auch jetzt der Vater Gilad’s, Noam Shalit, eher pessimistisch was eine schnelle Freilassung seines Sohnes betrifft. Und dennoch: „Ich hoffe, dass die derzeitige Regierung, die von Benjamin Netanjahu geführt wird, diese Gelegenheit, einen Handel zu erreichen, nicht verstreichen lässt. Und dass als Ergebnis mein Traum Wirklichkeit werden wird – und ich freigelassen werde“ – mit diesen Worten Gilad’s endet sein Lebenszeichen an die Welt.
Unser Dank gilt dem Ewigen für Seine Treue zu Seinem Bundesvolk, unsere Fürbitte und Segen gilt Israel und der Familie Shalit und ihrem Sohn Gilad - im Namen Jeschuas. (Ende)
Heute, am 07.November 2009, ist Gilad seit 1231 Tagen in den Händen seiner Entführer, der Terrororganisation Hamas
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