Bruchim HaBa“im le Sderot – Herzlich willkommen in Sderot
Sonntag, 04.Mai 2008 „Freue dich nicht, meine Feindin, dass ich daniederliege! Ich werde wieder aufkommen; und so ich im Finstern sitze, so ist doch der Ewige mein Licht.“ Micha 7,8
Diesen Vers hatte ich heute Morgen in der Tageslese, und er hat mich im gesamten Ablauf des Sonntags und an dem Ort an dem ich war ganz besonders bewegt. Spurgeon schreibt dazu: „Wehe denen, die jetzt lachen, denn sie werden trauern und weinen, wenn ih Prahlen in ewige Verachtung verwandelt worden ist. Lasst uns nicht verzweifeln! Eine Umdrehung des Rades, und die untersten werden oben sein (Ende)!“
Im Folgenden wird zu erkennen sein, wie sehr diese Zeilen nicht nur zum heutigen! Geschehen in Sderot passen.

hier eine Kassam vom 29.April 2008
Innerhalb einer halben Stunde wurde ich zwei Mal Zeugin von Kassam-Alarm und konnte das laute Einschlagen der Geschosse hören. Beim ersten Mal blieb ich einfach mit einer anderen Frau auf der Straße an einem Zaun stehen – beim zweiten Mal saß ich in einem Restaurant.
hier so ein kleiner Schutzraum
Dabei konnte ich sehen, wie sich die Menschen auf der Strasse schnell in die wirklich winzig kleinen Schutzräume, die es hier und dort gibt, begaben – im Nu war die Straße menschenleer.
Den dritte Alarm hoerte ich , als ich bereits im Sherut (sammeltaxi) nach Aschkelon auf dem Weg war. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese Situation direkt vor Ort miterleben konnte – jetzt weiß ich, wie sich das „anfühlt“ – wovon in unseren Print- und elektronischen Medien nichts, aber auch gar nichts zu lesen oder zu hören ist. Tagtäglich geht so – bisweilen bis zu zwölf Mal und mehr am Tag.
An diesem Sonntag waren es insgesamt 9 Raketen – der Beschuss begann am fruehen Nachmittag.. Eine der Kassams traf einen Supermarkt. Niemand wurde verletzt, jedoch mussten 6 Menschen in die Schock-Notfallstation gebracht werden. Eine Rakete landete im Schlafzimmer eines Wohnhauses. Ein Einwohner des Hauses hatte sich nach Angehen des roten Warnlichtes in einen Schutzraum begeben – das rettet ihm das Leben Tag eine weitere Person erlitt ebenfalls einen Schockzustand.
Reich beschenkt – durch viele Worte des Dankes fuer meinen Besuch in Sderot und nun doch ein wenig muede von diesem in jeder Beziehung besonderen, interessanten und bewegenden Tag, verabschiede ich mich fuer heute…….
Kleine Einkaufspassage vor dem Rathaus von Sderot
…..es ist gut hier zu sein und mit Israel „mit-zu-leben“ – Schalom aus Ariel – AhuvaIsrael
Abgelegt unter : Reise-Tagebuch/60 Jahre Israel 2008

