Jom Kippur – Israels großer Versöhnungstag und Kundgebung für Gilad Shalit

Jom Kippur – das ist das höchste aller biblischen Feste für die jüdische Gemeinde in Israel und weltweit. In meinem Herzen finden sich Tränen darüber, dass ich in diesen Tagen, den Tagen der Hohen Biblischen Feste, nicht in Israel sein kann (vom Beginn Rosh HaShana bis zum Simchat Tora, ‘Freude an der Tora’, dem Abschluß des Laubhüttenfestes). Es gibt weltweit keine Nation, die sich für 25 Stunden in den Zustand der Agonie versetzt – man muss diese Stunden mindestens einmal miterlebt haben – um eine Idee darüber zubekommen was in Israel „ja“ oder „nicht“ abläuft! Ich durfte es viele Male miterleben – und es hat mir persönlich jedesmal die Heiligkeit des GOTTES Israels erfahrbar werden lassen.

In Israel ertönt zu einer vollen Stunde am frühen nachmittag in allen öffentlichen Rundfunk und Fernseh- und Rundfunkanstalten die israelische Nationalhymne, die „Hatikwa“ und danach ist nichts mehr zu sehen und zu hören!
Jeglicher öffentlicher Verkehr steht still !!! – kein Auto (ausgenommen von wenigen „Unverbesserlichen“) , kein Bus, keine Bahn, keine Schiffe, kein Flugzeuge sind unterwegs – es ist eine absoluter Stillstand und Ruhe im Land, nur Sankas und Feuerwehr dürfen Not-Einsätze fahren und Polizei ist mobil unterwegs – es gibt kein anderes Land unter allen Nationen, dass sich für 25 Sunden in einen derartigen Zustand der „Agonie“ begibt. Jedoch wissen Israels „nette Nachbarn“ heute sehr genau, dass ihnen ein „Blitz-Überfall“ wie  1973 (Jom Kippur-Krieg) keinesfalls mehr gelingen kann. Foto: die Hauptverkehrsader (Quisch) von Haifa in den Norden über Shavei Zion/Nahariya zur libanesischen Grenze (Rosh Hanikra) am Jom Kippur im Oktober 2007


Über den Jom Kippur – von AhuvaIsrael

„Schalit ist wichtiger als Gaza-Bewohner“
TEL AVIV  - Israelnetz 07.10.2008 – Tausende Israelis haben am Montagabend in Tel Aviv für den entführten Soldaten Gilad Schalit demonstriert. Anlässlich des bevorstehenden Versöhnungstages (Jom Kippur) baten sie ihn um Verzeihung dafür, dass sie bislang seine Freilassung nicht erreicht hätten.

Bei der Kundgebung sprach auch Schlomo Goldwasser, dessen Sohn Ehud im Zweiten Libanonkrieg gefallen war. Nach zwei Jahren hatte die Hisbollah im Juni seine Leiche an die Israelis übergeben. „Stellt die Gazaner nicht vor Gilad“, forderte der trauernde Vater laut der Zeitung „Jediot Aharonot“. „Was ist hier los? Der frustrierte Bürger, der die Leichtfertigkeit sieht, mit der man die Lösung des Problems des festgehaltenen Soldaten an vierte oder fünfte Stelle in den Prioritätenlisten der israelischen Regierung und ihrer Abgeordneten schiebt – dieser Bürger traut seinen Augen nicht. Das Zurückbringen eines Soldaten von der Schlacht war, ist und bleibt ein Symbol für die Motivation der Jungen und Mädchen, die wir losschicken, um uns zu beschützen, den Staat, die Renten, die Börsen, die Besitzenden und vor allem die Amtsinhaber.“

Goldwasser fügte hinzu: „Es ist jetzt 834 Tage her, dass dem Soldaten Gilad Schalit seine grundlegenden Menschenrechte weggenommen und mit Füßen getreten wurden. Und bei uns spricht man über die Menschenrechte der Gazaner. Gilad hat ein Recht auf Menschenrechte, Besuche durch das Rote Kreuz, eine Verbindung zur Außenwelt – genau wie die Gazaner, die die Hamas gewählt haben, ein Recht darauf haben, und genau wie ihre Häftlinge bei uns es bekommen.“
Während der Kundgebung legten zahlreiche Demonstranten Zettel auf der Bühne ab, auf denen sie Schalit um Verzeihung baten. Darunter waren auch viele Jugendliche.

Di 07.10.2008 Gilat Shalit befindet seit 835 Tagen im Gazastreifen in den Händen seiner Entführer, der Hamas!

Der Jom Kippur ist für mich der beeindruckenste Tag der jüdisch-biblischen Feiertage, und so wünsche ich der jüdischen Gemeinschaft in Israel und der Diaspora von ganzem Herzen: „G’mar Chatima Tova“ - fertig zu einer guten Eintragung“ (gemeint ist der Eintrag ins Lebensbuch des Ewigen)- AhuvaIsrael

Eine Antwort schreiben