„Als nun der Pharao das Volk hatte ziehen lassen, führte sie GOTT nicht den Weg durch das Land der Philister, der am nächsten war, denn GOTT dachte, es könnte das Volk gereuen, wenn sie Kämpfe vor sich sähen, und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.“ – Kap 13, 17
Zwi Braun hat in „3 Minuten Ewigkeit“ Maimonides’ Gedanken aus dessen großen Werk „Führer der Verirrten“ (More Newuchün) über die Bedeutung des vom Ewigen gewollten Umweges – die Vermeidung des Durchzugs durchs „Philisterland“ – reden lassen: „Es ist aber auch bekannt, dass das Volk, wäre diese Beschwerlichkeit und Qual in der Wüste nicht gewesen, das Land nicht erobern und den Krieg mit seinen Bewohnern nicht hätte führen können. Denn ebenso wie es in der Natur des Menschen, der bei sklavischer Arbeit in Lehm und Ziegeln und dergleichen aufgewachsen ist, nicht liegt, darin zu einer bestimmten Stunde seinen Schmutz von seinen Händen abzuwaschen und sofort unversehens mit den Söhnen des Riesen sich in einen Kampf einzulassen, ebenso liegt es nicht in seiner Natur. die zahlreichen Arten der Götterverehrung und die gewohnten Handlungen, zu denen die Seelen hinneigen, als wären sie selbstverständlich, alle auf einmal aufzugeben. Und wie es von der Weisheit Gottes ausging, sie in der Wüste umherziehen zu lassen, bis sie sich an Tapferkeit gewöhnen … und auch dort Individuen geboren wurden, die nicht an die Niedrigkeit und Knechtschaft gewohnt waren. Wenn du aber die Frage stelltest: Was hinderte Gott, Israel auf dem Weg durch das Land der Philister zu führen und ihm die Fähigkeit zu verleihen, mit diesen zu kämpfen? Gott verändert bei allen Wundern, wenn sie auch eine Änderung der Natur in sich schließen, immer nur ein einziges unter den existierenden Individuen, aber schlechterdings niemals die Natur des Menschen durch ein Wunder“ (Drittes Buch, Kap. 24 und 32).
Zwi Braun bezieht Maimonides’ Gedanken auf die heutige Zeit: Es ist nicht möglich, dass sich ein Volk von Sklaven innerhalb einer Nacht in einem Volk freier und starker Individuen verwandelt. So auch in unserer Zeit: nach 2000 Jahren im Exil ( Galut) kann nicht von „heut auf morgen“ ein idealer jüdischer Staat erwartet werden. Wörtlich Zwi Braun: „Um die Ziele der Tora in ihm zu realisieren, bedarf es eines starken Willens, und der Geduld – und des göttlichen Beistandes.“
Schilfmeer – jam suf – oder Rotes Meer – jam adom?
Immer wieder hören wir, wenn es um den Auszug der Kinder Israel aus der Knechtschaft in Ägypten geht, dass der Ewige sie durch die geteilten Fluten des „Roten Meeres“ ziehen ließ, so steht es auch in einer Reihe von Übersetzungen. Legen wir jedoch den Hebräischen Text zu Grunde, so steht dort nicht „Jam adom“ (jam Meer – adom = rot) sonder „Jam Suf“ – Meer – Schilf! So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste, 13, 20 und in 14, 2 heißt es : Rede zu den Israeliten uns sprich, dass sie umkehren und sich lagern bei Pi Hahirot zwischen Migdol und dem Meer, vor Baal-Zefon; diesem gegenüber sollt ihr euch lagern. Im nordwestlichen Zipfel des Golf von Suez gab und gibt es kein Schilf, allerdings umso mehr in den Bereichen der nördlich von ihm liegenden Seen bis hin zum Nildelta.
Ich habe diese zwei Karten gefunden, d
ie unterschiedliche Geografien zeigen – doch eins gemeinsam haben: sie zeigen keine Orte am „Roten Meer“!
In einer NAI-Zeitschrift aus dem Jahr 2004 ist darüber zu lesen: denn in der Bibel heißt es: „… der das Schilfmeer (Jam Suf) in zwei Teile zerschnitt“ (Psalm 136,13). Desgleichen lesen wir u.a. in 2. Mose 13,18 sowie in 5. Mose 11,4. Das hier erwähnte Schilf (lat.: Typha latifolium) wächst in den Salzsümpfen des östlich von Port Said gelegenen Sees von Serbonis, der durch die Ras-Burun-Landzunqe vom Mittelmeer abgetrennt ist und Ägypten mit Israelverbindet.“ —- LS —
Die Bilderserie vom Durchzug der Kinder Israel durch das Schilfmeer stammen aus dem oberen Rondell der Freitreppe, die sich im Hotel Eshal Hashomron in Ariel von der unteren zur oberen Lobby befindet. Hier, markiert durch die dicke rote Linie, füllte die wunderschöne
Malerei das gesamte Rondell aus. 



Ich nahm die Bilder im Sommer 2001 auf – am 07. März 2002 wurde das Hotel durch einen Selbstmorterroristen im gesanten Eingangsbereich zerstört – so auch die Wandmalerei eines Hotel- und Israelfreundes aus Holland.
Mit besten Grüßen – Shlaom – AhuvaIsrael
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