29. April 2009 – der Unabhängigkeitstag in Jerusalem / eine Unterschrift für Gilad Shalit / und eine „mizwa gdola“

IMG_6832"61"-hochBeginnen möchte ich mit dem Eingang in den Unabhängigkeitstag, dem Erew Jom HaAtzmaut, den ich mit vielen Jeruslam’ern in der Jaffo-Street vor dem Rathaus erlebte. Dieser Platz ist mir sehr angenehm, da hier das Musikprogramm folkloristischen Stil hat, und je weiter der Abend IMG_6806Tänzeerinvoranschreitet desto mehr IMG_7552IMG_7534fröhlich getanzt wird. Leider kann ich hier ein besonders nettes Tanzpaar, Vater und Sohn, nur in sehr schlechter Bildqualität vorstellen, es gibt aber sicher einen Eindruck von der Fröhlichkeit wieder.  Die beiden haben mir so gut gefallen, dass ich mir vom Vater die Adresse habe geben lassen – er freut sich riesig , er wird die DVD von mir bekommen. Einen weiteren Vorteil hat dieser Platz am Jom HaAtzmaut – man kann sehr gut das Feuerwerk sehen, dass zu später Stund auf dem Herzl-Berg in Gang gesetzt wird (leider nur auf dem Film!).

IMG_6815AnemonenMit diesem kleinen Anemonen-Bild vom Fuße einer Palme auf dem Rathausplatz verabschiede ich mich aus einem wunderschönen Abend mit wunderbaren Menschen in Jerusalem!

Am Donnerstag machte ich mich dann auf den Weg von meinem Domizil durchs Damaskus Tor über die Jaffo -, BenJehuda und Bezalel Street in Richtung Oberster Gerichtshof – Knesset und Israel-Museum. Was für eine große Überraschung mal wieder, IMG_6830Ben Yehudaeine völlig leere Stadt – wie kann das sein? Nun, das Leben findet an derartigen Tagen in den Parks von Jerusalem statt. IMG_6860m it KInd und Kegel-schief!!IMG_6880Tüten,TütenMit Kind und Kegel, wie es im Volksmund heißt und mit unzähligen Taschen und Tüten geht es zum Picknick ins Grüne. Familien – Zusammenführung per „Cell-Phone“ – IMG_6841Wegweisung bei  phoneund glücklich, wer IMG_6843!!noch ein schönes Plätzchen bei dem AndrangIMG_6883 findet. Der gute Bratenduft ist unwiderstehlich, und ich darf doch tatsächlich etwas aus der großen Schüssel nehmen – und es schmeckt außerordentlich lecker! IMG_6840"" "" HähnchenAuf meine Frage ob ich das Bild in mein Tagebuch im Internet stellen darf, erhalte ich die lachende Antwort: „ken, tov meod – todah rabah we jom tow“ – ja, sehr gut, vielen Dank und einen guten Tag!  IMG_6851früh übt sich!!!„Früh übt sich“ – die  Trimm-dich-Anlage ist vollkommen „ausgebucht“ – solche Sport-Geräte – Parks und – Wege gibt es an Stränden und Parks überall in Israel.

IMG_6854!!Und weiter geht’s durch den Sacher Park, parallel zur Sderot Hanasi Zwi, und die Ruppin Street (in der Karte nicht benannt) Jerusalem-City-map hinauf zur Knesset und zum Israel-Museum. Hier im Bereich des schönen „Kikar“ (PlatzIMG_6870Kikar!!) entdeckte ich auf dem Weg zum Rosengarten im Gebüsch einen großen Stein. Ich zwängte mich durch das Buschwerk und stand plötzlich vor diesem GedenksteinIMG_6867Gedenkstein B und erfahre, dass die Region hier oben „Kiriat (Vorort) David Ben Gurion“ benannt ist, nach dem Gündervater des Staates Israel.

IMG_6913David StadtIm Israel-Museum treffe ich zum dritten Mal auf das wunderschöne Modell  der „David Stadt“.  Das erste Mal  als ich sie sah (1996 – 3000 Jahre Jerusalem), stand sie noch in der Nähe des Hotel „Holyland West“ und ich konnte sie, mit Erlaubnis, in allen Einzelheiten filmen. Im vergangenen Jahr durfte hier nicht fotografiert werden – heute jedoch war es möglich. Gelegentlich werde ich alle Bilder in meinen AhuvaIsrael-Photoblog veröffentlichen. Natürlich darf an dieser Stelle auch nicht ein Bild in einer einmal anderen Sicht  vomIMG_6986Schrein und Wand !! „Schrein des Buches“, der die Jesaja-Rolle enthält, fehlen.

IMG_6995"" ""Vorbei gings am „Kloster des Kreuzes“ (aus dem 11. Jahrhundert – hier soll, der Überlieferung nach der Baum gestanden haben, aus dem das Kreuz Christi gehauen wurde). Das nächste Ziel war das Zelt von Gilad Shalit am oberen Ende Ende der Aza Street, nahe dem „Kikar Auster“. Auf dem Weg dorthin gab es einen Überraschungsbesuch in der Aza Street bei Ehud – vor einigen Jahren habe ich für sein Webmagazin einige Artikel geschrieben. Leider hat er seine interessante Seite seit dem Abzug aus Gaza „stillgelegt“ – „mir fehlt einfach die Kraft zum Weitermachen“ – erzählte er mir.

IMG_7019Zelt-TotaleWandteppich-DetailJa, und dann komme ich gegen 16:30h beim Zelt der Familie Shalit an – es ist rund um die Uhr von Freunden und bekannten der Familie und Galid’s besetzt.

IMG_7011PetitionEine Unterschriftenliste liegt aus – natürlich trage ich mich ein – und sende dazu wieder ein Gebet nach himmelwärts, dass der Ewige doch das Martyrium der Familie Shalit beenden und Gilad aus den Händen der Feinde Israels, der islamistischen Terrororganisation Hamas,  befreien möge!

Übrigens: woher haben Jaffo- und Aza Street wohl ihre Namen? Es ist gar nicht so schwer zu erraten! – Schaut auf der kleinen Karte (oben) mal auf den Richtunsverlauf der Straßen!

Langsam werde ich nun doch etwas müde und hungrig – und strebe der Altstadt und meinem Domizil zu. Durch die Agron Street führt mich der Weg meinem Ziel entgegen. Meinen Augen kaum trauend komme ich am Ende dieser Straße an der IMG_7025The Palace-im BauIMG_7026""-ZoomBau-Fassade des zukünftigen „Palace“ -Hotel vorbei – das sieht doch in der Tat unglaublich aus, oder?

Durch die „Shamma Eliyahu“ geht es weiter zum Jaffa Tor – die IMG_7034 hohe BlumeIMG_7040Dgel und gezwitscherhübsche „Kerze“ erfreut das Auge und vor dem Durchgang des Jaffa Tors  zwischert auf dem Fahnenmast – es klingt wie meine Amsel daheim – ein gefiederter Sänger sein Abendlied.

IMG_7045March of LivingIMG_7047Ethan un FreundinGanz klar – der Weg geht noch einmal durch das Jüdische Viertel. Hier treffe ich Eithan und sein Freundin aus Georgia, die, wie sie mir auf Nachfrage erzählen mit einer 109 köpfigen Hochschulgruppe aus verschiedenen Staaten der USA auf Tour, dem „Marsch des Lebens 2009″ sind. 14 Tage waren sie bereits in Polen und haben den Todesmarsch mitgemacht zum Jom HaShoa. Gerne lassen sich beide für mein Internet-Tagebuch ablichten.

Um 18:30h erreiche ich das Österreichische Hospiz – doch ziemlich froh, endlich die Schuhe ausziehen zu können. 9 Stunden war ich „ba regel“ – zu Fuß – unterwegs, davon eine Stunde Aufenthalt bei Ehud. Als ich am nächsten morgen mit meinem Taxifahrer, der mich zur Egged-Busstation bringt, ins Gespräch komme und ihm von meinem achtstündigen Spaziergang durch Jerusalem erzähle sagt er: „kol hakawod – haija mizwa gdola le Jerushalayim“ – alle Achtung – das war eine große, gute Tat für Jerusalem. Na, das hat mich dann doch ganz heftig gefreut an meinem letzten Morgen in der Stadt  des großen Königs – und abschließend möchte ich sagen,

dass ich  mir auch bei meinem nächsten Jerusalem – Besuch die Stadt zu Fuß erobern möchte – mit GOTTES Hilfe! Schalom bis zum nächsten Mal aus Jerushalayim – AhuvaIsrael


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