SCHAWUOT – am 6. des Monat Siwan (29./30. Mai 2009)
Am 50.sten Tag nach Pessach beginnt das zweite der 3 großen Wallfahrtsfeste (Pessach, Schawuot, Sukkot).
Zwischen dem Chag (Fest) Ha Pessach und dem „Chag Ha Schawuot“ („Fest der Wochen“) liegen wie vorher beschrieben 7 Wochen. Es wird auch „Chag Ha Bikkurim“- „Fest der Erstreife“ benannt.
In der Bibel lesen wir in 3. Mose 23, 16ff – 22:
Bis zu dem Tag nach dem siebenten Schabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.
Das Fest der Ernte, der Erstlinge der Früchte, die auf dem Feld gesät wurden, soll gefeiert werden. Siehe dazu auch:
2. Mose 34 ,22 hier ist vom Wochenfest die Rede
4. Mose 28, 26 Wochenfest – Fest der Erstlinge. Ernte des ersten neuen Getreides und das Speisopfer darauf wurde dem HERRN als Speisopfer dargebracht.
5. Mose 16, 8-12 Erwähnung von Pessach, sieben Wochen, Wochenfest und V 12: „Denke daran, dass du Knecht in Ägypten warst, und beachte und halte diese Gebote
Eine Verbindung zwischen Schawuot und der Offenbarung des Ewigen auf dem Berg Sinai ist biblisch nicht zu begründen. Allerdings hatten Gelehrte auf Grund einer Nachrechnung des biblischen Berichtes einen zeitlichen Zusammenhang festgestellt. Im 3.Jahrhundert u.Z. sagte Rabbi Eleasar, stellvertretend für alle damaligen jüdischen Autoritäten, daß Schawuot Grund dafür sei, sich an guten Speisen und Wein zu erfreuen, da Israel an diesem Tag die Tora erhalten habe.
Im Lauf der Zeit, nachdem die eher bäuerliche Form des Festes seine Bedeutung verloren, begann man damit, das Wochenfest mit einem historischen Ereignis großer Außerordentlichkeit zu verbinden – der Offenbarung des Ewigen auf dem Sinai
In den Synagogen und wird das Buch Ruth laut gelesen – als Moabiterin hat sie sich vollkommen mit den Israeliten identifiziert. Ruth wird als erste, echteste und ehrlichste Proselytin geehrt. Ruth, die bis zu diesem Zeitpunkt als Nichtjüdin allein den sieben „noachidischen Geboten“ (kein Götzendienst treiben, Gott nicht fluchen, nicht morden, nicht stehlen, keine Unzucht treiben, kein Fleisch von noch lebenden Tieren essen, um die Einrichtung von Gerichtshöfen besorgt sein) verpflichtet war, übernahm mit ihrem Übertritt zu Judentum und der Heirat mit Boas auch die 606 weiteren „mitzwot“ – Gebote. Erstaunlicher Weise entspricht der Zahlenwert des Namen Ruth genau diesen 606 zusätzlichen Geboten, die Ruth nun auf sich nahm (resch (r) = 200, waw (u) = 6, taw (t) = 300). Über die Ahnenreihe von Boas – lesen wir in Matthäus 1, 3 – 6 (Stammbaum von Jeshuas/Jesus Christus), und so wurde Ruth zu einer weiteren großen Frauengestalt des Alten Bundes
Christen nennen das Schawuot-Fest „Pfingsten“. Das Wort „Pfingsten“ kommt aus dem griechischen „pentekosta“ – „fünfzig“ – „Fest des fünfzigsten Tages“ – nach Pessach. Die Ausgießung des Heiligen Geistes zum Schawuot-Fest lesen wir in der Apostelgeschichte, Kapitel 2
Beide Fotos stammen vom Schawuot-Fest 2000 auf den Feldern zwischen Nahariya und Shavei Zion – mit herzlichem Schalom für heute – AhuvaIsrael
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