Nachfolgenden Bericht erhielt ich am Donnerstag, 04.06. um 19:30h von Sondra Oster Baras – Gründerin der CFOIC – (Christliche Freunde Israelischer Gemeinden). Ich lernte Sondra im Oktober 2001 in Israel kennen – das Foto habe ich während eines Ausflugs in die Judäische Wüste bei Jerusalem aufgenommen. Der Inhalt von „Unsere Antwort an Obama“ schien mir wichtig genug, ihn ins Deutsche zu übersetzen.
Unsere Antwort an Obama
Präsident Obama hat sich von Kairo aus an die Welt gewandt – seine Botschaft ist beunruhigend und rundweg erschreckend.
1. Israel hieß seine arabischen Nachbarn in Frieden willkommen von Anbeginn, eine grundsätzliche Richtlinie in Israels Gründungsdokument, unserer Unabhängigkeitserklärung. Israel hat niemals zur Zerstörung oder Ausrottung seiner arabischen Nachbarn aufgerufen. Jeder arabische Staat um Israel herum rief, irgendwann, zur Zerstörung Israels auf, die Palästinenser tun es noch immer.
2. Obama schreibt die negative Haltungen hinsichtlich zum Islam einer vorwiegend in Amerika schablonenhaften und verzerrten Vorstellung des Islam zu. Obwohl der Islam einen großen Einfluss von Modernität und positiven Leitungen während des Mittelalters hervor brachte, ist die einzige Religion die den Heiligen Krieg als grundlegend/wesentlicher Bestandteil von Beginn an aufgenommen hat, und es wurde, in noch nicht lange zurückliegenden Jahrzehnten, ein Glaube, dessen religiöse Leiter Gewalt und Intoleranz als eine reguläre Grundlage vorantrieben.
Das ist kein Klischee – das ist eine Tatsache.
3. Obama erinnert uns an den Horror des Holocaust durch europäische Christen, aber nirgendwo erwähnt er die Mitschuld arabischer Führer wie dem Mufti von Jerusalem an Hitlers Verbrechen. Er berichtet von Antisemitismus Aussagen unter Arabern, aber nirgendwo ruft er sein Gastgeberland, die ägyptische Regierung, dazu ihre Pflicht in Anspruch zu nehmen gegenüber solch gängigen Aussagen in der von ihr kontrollierten Presse. Obamas Ansprache hat in der arabischen Welt die weit verbreitete Vorstellung bestärkt – dass allein die Christen die Verursacher von Antisemitismus durch Jahrhunderte hindurch sind und die Muslime allein den Preis zahlen.
4. Obama beschließt, dass beide, Israel und Palästina legitimierte Staaten sind, aber er verfehlt zu verdeutlichen die Grundlage für diese Bestimmung. Woher kommt die Erwähnung historischer Rechte des jüdischen Volkes auf das Land Israel? Andererseits, setzt er das Recht der Eigenstaatlichkeit eines Volks voraus, welches zum Leben kam allein mit der List , die Zulässigkeit jüdischen Rechts auf einen Staat zu zerstören. Wie sonst kann jemand die plötzliche „Geburt“ eines palästinensischen Volks, nachdem der Staat Israel gegründet war, erklären?
5. Obama betreitet die Zulässigkeit der sogennanten Siedlungen, genau genommen Städte, Großstädte und Dörfer im Zentrum des Biblischen Israel gelegen, und nennt sie als ein Hindernis für Frieden in der Region, während er nicht über die Gewalt und Ataacken durch die Araber gegen Israel nach jüngster freiwilliger Zerstörung von 22 solcher „Siedlungen“. Weiterhin tadelt Obama für die humanitäre Krise in Gaza und ruft Israel auf „sicherzustellen, dass Palästinenser leben, arbeiten und ihre Gesellschaft weiter entwickeln können.“ Zwischen August 2005 und Dezember 2008 war der einzige Jude in Gaza Gilad Shalit, welcher dort seit 2006 gefangen gehalten wird. Es ist die Hamas, welche die friedvolle, ökonomische Entwicklung in Gaza verhindert – nicht Israel!
6. Obama berichtet über Unterstützung, der sich die Hamas unter einigen Palästinensern erfreut. Die Hamas wurde gewählt von einer überwältigenden Mehrheit der Palästinenser innerhalb einer Wahl, die der ehemalige Präsident Carter als eine freie und demokratische Wahl beteuerte. Vielleicht ist es notwendig, dass Obama zuhört, was Palästinenser wirklich hinter verschlossenen Türen reden und nicht als gegeben annimmt, dass sie sagen was er ihnen wünscht zu sagen.
7. Ja, es ist eine Tatsache, das Muslimische Terroristen 3000 Amerikaner ermordeten in 9/11. Aber es ist nicht weniger eine Tatsache, dass muslimische Terroristen mehr als 1.000 unschuldige Israelis, Männer, Frauen und Kinder in Cafe’s und Bussen ermordeten, nachdem Israel wesentliche Gebiete an die Palästinenser übergeben haben.
8. Und, schlussendlich, laut Obama, „der Koran lehrt, dass, wer immer einen Unschuldigen tötet wie einer ist, der die ganze Menschheit getötet hat; und wer immer eine Person rettet, ist wie einer, der die ganze Menschheit rettet.“ Ich bin nicht eine Expertin des Koran und ich habe keine Idee ob diese Aussage tatsächlich in diesem Buch erscheint. Aber ich bin sachkundig in den jüdischen Traditionen und ich kann Ihnen erzählen, dass das eine Aussage der Mischna, Traktat Sanhedrin, Kapitel 4a ist, ein Buch dass im 3. Jahrhundert beendet wurde. Es zitiert Rabbiner, die einige Jahrhundert voraus waren. Diese Aussage wurde zu erst von Juden gefertigt, Jahrhunderte bevor der Islam war - jemals erdacht war. Und, offen gesagt, es ist eine Aussage, welche Juden durch Jahrhunderte geehrt und eingehalten haben. Für Muslime kann ich nicht selbiges sagen.
Der volle Text der Rede Obamas in Kairo (englisch):
www.jpost.com/servlet/Satellite?apage=2&cid=1244034998314&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Anmerkung AhuvaIsrael: mir ist bewußt, dass diese „Antwort“ vielleicht so manchem Leser nicht gefallen wird – dazu sei gesagt: die Antworten entsprechen jedoch der Realität, bzw. der Wahrheit. Es ist unabdingbar, sich mit der Geschichte Israels und der Jüdischen Geschichte generell und nicht zu vergessen im Hinblick auf die Bibel zu beschäftigen, mehr als nur mal eben „ein wenig“, als allein den diversen „Medienströmungen“ und Aussagen weltlicher Leiter zu folgen. Ganz erstaunlicher Weise bekommt da plötzlich auch der Artikel: „Die Jüdische Nakba“ von Ben Dror Yemini (Eintrag vom 26. Mai 2009, Kategorie „Aktuelles/Israel-Nationen“) einen sehr aktuellen Bezug zur Rede Obamas in Kairo und zu vorliegender „Antwort“.
Einen riesigen „faux pas“ hat sich Obama in der Tat in seiner Aussage in der Antwort Nummer „8″ geleistet, siehe „lila Kursivschrift-Text“. Diese Aussage dem Koran zu zuordnen und die jüdische Grundlage dazu ganz einfach auszublenden ist ehrlich gesagt unfassbar und macht mich zutiefst traurig! Und plötzlich erhält für mich bei gründlicher Betrachtung die allerseits hochgelobte Ansprache Obamas doch so mancherlei suspekten Anstrich! Baruch HaShem - gelobt sei der Ewige, der über Seinem Bundesvolk als der Hüter Israels wacht – und sich nicht von noch so hochgelobten weltlichen Reden beeindrucken läßt!
Die Abschnitte in Fettdruck habe ich so vom Original übernommen, die Farbe (blau/lila) wurde von mir hinzu getan. „Our reponse to Obama“ im Original (englisch) hier klicken: Our Response to Obama
Mit besten Grüßen – Schalom – AhuvaIsrael
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