Wochenlesung „Ki Teze“ – zum Thema Amalek

Die Wochenlesung des vergangenen „Ki Teze – wenn du ausziehst“ -  hat mich in vielfacher Weise sehr beschäftigt – und zwar zum Thema: „Amalek“. Bevor ich jedoch einige **eigene Anmerkungen dazu machen werde, möchte ich zunächst erst wieder eines meiner beiden  Schatzkästlein - „Zeitlos Aktuell“ – von  Zwi Braun öffnen,  und berichten, was er zu diesem Thema schreibt:

“ Gedenke dessen, was dir Amalek getan, auf der Wanderung, als ihr aus Ägypten auszoget. Wie der dich anfiel auf der Wanderung und deine Nachhut abschlachtete, alle die Schwachen hinter dir, während du müde und matt warst, und er GOTT nicht fürchtete. 5. Mose 25, 17-18

Hier werden keine Erinnerungen geknüpft an die kriegersischen Auseinandersetzungen mit dem König der Edomiter, Sichon der dem König von Baschan, Og, auf dem Weg der Israeliten ins verheißene Land. Keine jüdische Generation soll jedoch den Kampf mit Amalek vergessen. Der russische orthodoxe Rabbiner und Bibel – Kommentator Malbim (Meir Leibisch Ben Jechiel Michael, 1809-1879) zählt dafür 5 Gründe auf, die einen Krieg zwishcne Völkern oder Staaten provozieren können. Jedoch lag keiner dieser Gründe für den Angriff Amalaks auf die Israeliten vor!

  • Es galt kein Territorium zu erobern oder zu besetzen, den Am (das Volk) Israel war unterwegs
  • Ein Präventivschlag von Seiten Amaleks war nicht gerechtfertigt.
  • Es war kein sich abzeichnender Zusammenstoß zweier Völker, denn Am Israel wanderte durch die Wüste, durch unbewohntes Land.
  • Es handelte sich nicht um eine Demonstration militärischer Stärke, denn Amalek überfiel gerade die Schwächsten und Wehrlosesten des Volkes.
  • Es war auch kein Religionskrieg, denn die Tora betont gerade die fehlende Gottesfurcht Amaleks.

Amalek verkörperte und verkörpert aber bis heute das grundlos Böse, das Schlechte an sich. Dies gilt es zu allen Zeiten zu bekämpfen.

Raw Mosche Awigdor Amiel bezieht sich in seinem Werk „Draschot el Ami“ in Vers 17 auf den Sattzteil: „auf der Wanderung“. Zwi Braun wörtlich: Immer wenn das Volk a8uf der Wanderschaft war, im Galut (Diaspora), war es wehrlos den Attacken seiner oft so feindseligen Umgebung ausgesetzt. Kreuzzüge, Inquisition, Kosakenpogrome. eine Kette von blutigen Verfolgungen begleiteten Am Israel auf seinen Wegen. Erst seit Errichjtuing eines eigenen Staates ist da jüdische Volk in der Lage, sich erfolgreich zu Wehr zusetzen. Nicht, dass die Feindseligkeiten aufgehört hätten, doch wird jüdisches Blut nicht mehr straflos und ungesühnt vergossen! Der Midrasch (**Anmerkung: legt religiöse Texte aus im rabbinischen Judentum) wird das Wort „Am“ (Volk) und „Lak“ zusammengesetzt – es entsteht „Melakek“ – das entspricht dem deutsche Lecken. Amalek ist ein Volk, welches „Blut leckt“, einen grausamen Charakter aufweist. (….)

Amalek hat den Zahlenwert 240 – der entspricht auch dem Wort „ram“ = hoch, überheblich. Zwi Braun: Amalek fürchtet GOTT nicht, erkennen keine in begrenzenden ethischen und moralischen Prinzipien. Ertönte nicht ihn der Nationalhymne des „Dritten Reiches“, des Amalek des letzten Jahrhunderts, das „Deutschland, Deutschland ü b e r  alles“? „Erstes der Völker ist Amalek und sein Ende – bis es verloren wird“ - 4. Mose 24,20 (**Anmerkung – „ede’i obed“ = zerstört werden/untergehen! Bileam war es, der diesen Spruch über Amalek im Auftrag des GOTTES Israels aussprach! – Nun. zumindest ist das „Dritte Reich“ untergegangen – zerstört worden!) Und weiter Zwi Braun: Auch Amalek und seine Geisteshaltung werden eines Tages endgültig verschwinden. Doch bis dahin gilt es wachsam zu sein, nicht zu vergessen, und dem Bösen stets aktiv entgegenzutreten.

** Anmerkung AhuvaIsrael: weiter geht es mit „Mehr zum Thema Amalek“


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