Mein zweiter Besuch in Sderot nach 6 Jahren am 1. Mai 2014 – Teil 1

Shabbat Shalom July 4 2014 - Hevron Avraham Avinu SynagoguePICT4983 Sderot 1. Mai 2014 - travel by train from T.A. HaHagana copyPICT4986 Sdreot 1. Mai 2014 my trainPICT5001a Sderot 1. Mai 2014 Train Station passage -2PICT5004 Sderot 1. Mai 2014 Train Staion History Israel -1PICT5005 Sderot 1. Mai 2014 Train Statio  History Israel -2PICT5006 Sderot 1. Mai 2014 Train Staion History Israel -3PICT5007 Sderot 1. Mai 2014 Train Station History Israel -4PICT5008 Sderot 1. mai 2014 Train Station History Israel -5PICT5009 Sderot 1. Mai 2014 Train Station History Israel -6
PICT5010 Sderot 1. Mai 2014 Train Station History Israel -7PICT5011 Sderot 1. Mai 2014 Train Station History Israel -8PICT5012 Sderot 1. Mai 2014 Trainstation History Israel past-presence-9PICT5013 Sderot 1. Mai 2014 Train Station Israel present-future -10PICT5001 Sderot 1. Mai 2014  Train Staion -3PICT5001b Sderot 1. Mai 2014 Train Staion exterior copyPICT5108 Sderot - Train Station. - May 1 2014jpgPICT5111 Sderot - Train Sration, Flags - May 1 2014Heute, am Vorabend zum Schabbat, am 4. Juli 2014, habe ich nun endlich, in Anbetracht der Trauer um die ermordeten Söhne Israel, Gilad, Naftali und Eyal und des gegenwärtigen  Dauerbeschuss’ des Südens Israels aus dem Gaza-Streifen, den ersten Teil meines Ausflugs nach Sderot am 1, Mai 2014 fertig.

So beginne ich diesen Teil 1 auch zunächst mit einem Shabbat Shalom-Gruß an die jüdischen Bürger Israels und weltweit mit dem Vers 1 aus Jesaja 40: „Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott.“ Der EWIGE – der HEILIGE ISRAELs segne und behüte SEIN Bundesvolk ISRAEL_______________________________________________________

Am Dienstag, dem 29. Mai 2014 verließ ich, nach den Besuchen der Gedenkveranstaltungen zum Jom HaShoa in Yad Vashem am 27.und 28. April 2014 Jerusalem und begab mich für fünf Tage nach Tel Aviv. Von hier aus hatte ich weitere Tages-Reiseziele, über die es zu berichten gibt.

Ein kurze Voranmerkung zu Sderot:

Gründung 19511956 zur lokale Gemeinde ernannt1996 zur Stadt erklärt etwa 25.000 Einwohner Lokalisation nordöstlich des Gaza-Streifens in unmitte

lbarer Nähe seit 2001 an die 12.000 Raketen aus dem Gaza-Streifen nach Israel, Sderot, Aschkelon und Region abgefeuert worden – und die Welt verurteilt Israel seither wegen seiner „unverhältsnismäßigen“ Antworten auf den Beschuss seiner Region und Bürger!

Sderot.flags

Das Wappen Sderots hat ein „grünes“ Profil – und symbolisiert das Motto der zionistischen Ideologie, die auch David Ben Gurion, Israels erster Premierminister vertrat: „bringt die Wüste zum blühen.“

Vor sechs Jahren, am 4. Mai 2008, hatte ich zum ersten Mal die durch ständigen Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen bekannt gewordene Stadt Sderot, nahe am nordöstlichen Gaza-Streifen gelegen, besucht. Meine damalige Reise war in der Tat eine „Reise“, denn die Fahrt mit dem Bus von Ari’el, in Samaria, via Tel Aviv und Ashkelon hatte annähernd vier Stunden per hin und zurück gedauert. Innerhalb der knapp 3 ½ Stunden meines Aufenthalts erlebte ich drei Raketen-Angriffe und erlebte drei Raketen-Alarme mit ihren unüberhörbaren Einschläge in Sderot!

Warum wollte ich nun nach sechs Jahren wieder die Stadt im Negev besuchen, die ihren Bekanntheitsgrad in der westlichen Welt dem beinahe täglichen – sehr oft mehrmals täglichen Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen zu verdanken hat? Eine Stadt, deren Name dem deutschen Bürger durch deutsche elektronischen- und Printmedien bekannt ist, durch die Nachrichten, dass: – das israelische Militär, hat wieder den Gaza-Streifen bombardiert, dann lange Tiraden und irgendwann dann: nachdem Raketen nach Sderot, Ashkelon und andere kleine Orte abgefeuert wurden“! Wie stets unausweichlich: die Reactio wird zur Actio umformuliert!!! – das Opfer wird zum Täter geredet!!!

Nein, es war keine „Sensationslust“, die mich nach Sderot fahren ließ – es war ganz einfach nur der Wunsch eine kleine Form der Solidarität mit den Bewohnern und ihrer horriblen Situation zu zeigen und ein reales, nicht Medien-geprägtes Bild über den jetzigen Stand der Sicherheitsmöglichkeiten gegenüber von vor sechs Jahren zu erhalten.

Diesmal verlief mein Besuch ganz anders – sehr viel angenehmer, wenn auch nicht weniger bewegend – auch ohne Alarm! Im Voraus hatte ich Kontakt mit dem Sderot Media Center aufgenommen – der Termin war für Donnerstag, den 1. Mai am frühen Nachmittag geplant – für NIS 50,- wurde mir ein Top-Guide zur Verfügung gestellt.

Wie unkompliziert war doch die Fahrt nach Sderot, diese wunderschöne Stadt, unmittelbar am nordöstlichen Gaza-Streifen gelegen! Mit dem Zug von der Station „Tel Aviv HaHagana“ benötigte der Zug gerade einmal 56 Minuten – Fahrkosten Hin und Zurück NIS 104,- etwa 11,- Euro. Ja, und nun muss ich zunächst erst einmal etwas zur Bahnstation Sderot sagen: bereits bei der Ankunft hast Du das Gefühl, die Anlage der Station liegt völlig offen auf freiem Feld – das macht schon einmal einen ersten erstaunlichen, nicht alltäglichen, aber ganz sicher einzigartigen Eindruck auf mich.

Vom Bahnsteig zum Ausgang hin gibt es eine unglaublich interessante Passage – sie lädt dazu ein, die Geschichte Israels zu studieren – sie beginnt 1839, genau einhundert Jahre vor meiner Geburt und reicht bis in die Zukunft ins Jahr 2025. Da ich um 13Uhr den Termin im Sderot Media Center hatte, habe ich die kleine Foto-Serie dann erst vor der Rückfahrt nach Tel Aviv nachgeholt, etwas traurig darüber, dass meine Hebräisch-Kenntnisse nicht im geringsten ausreichten die hebräischen Informationen lesen zu können. Allerdings sprechen die Bilder schon für sich, wie ich finde und hoffe sehr, dass die Besucher meiner Seite genau soviel über den Bahnhof in Sderot staunen, wie ich selbst es immer noch tue.

Fotos: AhuvaIsrael 1. Mai 2014

Bis zum Teil zwei, in Kürze, ein herzliches Schalom Ihre/Eure AhuvaIsrael

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18./19. April – Yad Vashem – Jom HaShoa – „Meines Bruders Hüter….“

„Meines Bruders Hüter…….. – Jüdische Solidarität während des Holocaust“so lautete das Motto des Jom HaShoa 2012

Für mich war die Einladung zu den Zeremonien am Jom HaShoa in Yad Vashem eine große Ehre – das möchte ich voran stellen. Am Nachmittag des 18. April hatte ich wie bereits berichtet die unverhoffte Möglichkeit das Museum „Kette der Generationen“ neben der Kotel zu besuchen. Es war eine gute Vorbereitung auf den Abend – wie es besser nicht hätte sein können. Im laufe des Nachmittags veränderte sich das Wetter ungemein schnell. Chamsim hatte Jerusalem bereits ab Mittag zunehmend mit einer gelblich-graue Dunstglocke überdeckt  – der Wind nahm an Stärke beständig zu und angenehmen Temperaturen fielen erstaunlich schnell ab – es wurde kalt,kalt, kalt und sehr stürmisch! Mit Winteranorak, Schal und Mütze machte  ich mich kurz nach 18Uhr auf den Weg nach Yad Vashem -wie praktisch, dass „die Tram“ direkt an meinem Domizil im Abrahamhostels eine Haltestelle hatte – „Kikkar Davidka“ – Jaffo-Center!

Auf dem große Vorplatz zum Herzl Berg gab es auch in diesem Jahr wieder die ersten Sicherheitskontrollen – mit dem Shuttle ging es hinunter zum Eingang von Yad Vashem, wo es dann die nächsten Sicherheitskontrollen gab. Dabei muss ich immer wieder feststellen, welche Absurdität darin liegt, dass ein Staat zu einer Veranstaltung an der nur geladene Gäste teilnehmen können – dennoch derart explizit  Kontrollen durchführen muss mit Überwachung aus der Luft (Drone) – Yad Vashem gleicht einem Hochsicherheits-Trakt! Trotz der vielen Menschen verläuft alles mit der Notwendigen Gelassenheit, derer die hinein wollen – die Sicherheitsleute sind von großer Freundlichkeit. Wärmende Decke wurden verteilt – die Kälte war wirklich sehr unangenehm – allerdings doch besser so, als das es geregnet hätte!

Shalom und Selda, liebe Freunde aus Haifa – er ein Überlebender des Konzentrationslager an dem Ort an dem ich wohne hier zu treffen war von besonders großer Bedeutung für mich! Vor einer Woche war es noch nicht klar, ob sie kommen würden – Shalom hatte es davon abhängig gemacht, ob er von Haifa nach Jerusalem abgeholt würde. Das ist für Überlebende der Shoa ein Angebot von Yad Vashem.

Pünktlich um 20Uhr wurde der Abend eröffnet –  siehe dazu das Programm (die Reden konnten per Kopfhörer in deutsch mitgehört werden). Sehr bewegend waren auch diesmal die 6 Lebensberichte der 6 Überlebenden, die die 6 Flammen für 6 Millionen ermordeter Juden entzündeten. Jeder von ihnen hatte im Hilocaust Mithäftlingen geholfen – bzw. einer von ihnen wurde von jüdischen Widerstanskämfern gerettet und ging selber dann in Widerstand! Im Folgenden ein kleiner wichtiger Ausschnitt aus der Rede von Israels StaatsPräsidenetn Shimon Peres und von MinisterPräsident Binyamin Netanyahu aus dem Newsletter der Botschaft des Staates Israel – vom Außenministerium des Staates Israel, 19. April 2012

Peres: Kein Mensch ist einem anderen überlegen

Präsident Shimon Peres erklärte bei der zentralen Gedenkfeier zum Holocaust-Gedenktag in der Gedenkstätte Yad va-Shem unter anderem:

„Ich bin stolz, ein Erzfeind der Schlechtigkeit der Nazis zu sein. Ich bin stolz auf das Erbe unserer Väter, keiner Art von Rassismus Vorschub zu leisten. Ich bin stolz auf unseren Glauben, dass kein Mensch einem anderen überlegen ist. Es gibt keine überlegene Rasse, es gibt lediglich tiefe Wurzeln. Ich bin sicher, dazu werden wir unsere Kinder und Enkelkinder erziehen: So wie sie den Kaddish auf den Lippen tragen, tragen sie das ´Liebe deinen Nächsten wie dich selbst´ im Herzen. […]

Die Stärke unserer Nation liegt in seiner Geschichte und den Seelen ihrer Söhne. Wir waren ein Fragezeichen, jetzt sind wir ein starkes Land. Heute hat die Menschheit keine andere Chance. Wir müssen aus dem Holocaust lernen und existentiellen Bedrohungen stark gegenüber treten.“

Voranmerkung AhuvaIsrael: Ministerpräsient Binyamin Netanyahu musste zu beginn seiner Ansprache eine sehr traurige Nachricht verkünden: eine israelische Offizierin war am Nachmittag während einer Chorprobe für den 64. Unabhängigkeitstag des Staates Israel von einer einstürzenden Beleuchterbrücke erschlagen worden. 4 weitere Personen wurden verletzt eine Person schwer. Der lautlose Aufschrei den Anwesenden über diese entsetzliche Nachricht war physisch wahrnehmbar.

Netanyahu: Noch lesen wir Aufrufe zum Judenmord in der Zeitung, nicht nur im Geschichtsbuch

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte in seiner Rede:

„An diesem Tag, wenn unsere ganze Nation sich versammelt, um der Schrecken der Shoah und der sechs Millionen Juden zu gedenken, die ermordet wurden, müssen wir unsere heiligste Verpflichtung erfüllen. Diese Verpflichtung ist nicht nur, sich an die Vergangenheit zu erinnern. Sie ist gleichzeitig auch eine Verpflichtung, die Lehren aus ihr zu ziehen und, noch wichtiger, sie auf die Gegenwart anzuwenden, um die Zukunft unseres Volkes zu gewährleisten. […]

Dies gilt besonders für diese Generation – eine Generation, die einmal mehr mit Rufen zur Auslöschung des jüdischen Staates konfrontiert ist.

Ich hoffe, dass der Staat Israel eines Tages mit allen Ländern und Völkern in unserer Region in Frieden leben wird. Eines Tages werden wir, so hoffe ich, über diese Aufrufe, die Juden zu vernichten, nur in den Geschichtsbüchern lesen und nicht in der Zeitung. Doch dieser Tag ist noch nicht gekommen.

Heute ruft das iranische Regime offen zu unserer Vernichtung auf und arbeitet entschieden daran, das wahr werden zu lassen.“

Im Anschluss an die Abend-Zeremonie gab es für die Gäste noch Möglichkeit zu Gesprächen bei Getränken und leckeren Snacks, Obst und Gebäck – mein Gesprächspartner wurde ein junger Israeli – der mich auf meine Herkunft und den Grund zur Einladung gefragt hatte. Wir unterhielten uns sehr lange und intensiv – wieder einmal hatte ich die Möglichkeit über meine Arbeit in Deutschland „Gegen das Vergessen“ zu berichten – ohne selbst davon beginnen zu müssen. Mit einem „kol tuv“ und Shalom u’wracha“ (alles Gute – Friede und Segen) gingen wir nach etwa 20 Minuten auseinander. Ein äußerst bewegender Abend fand zwar für mich in Yad Vashem sein Ende – wirkte allerdings in mir noch einige Stunden nach.

Am Donnerstag, 19. April 2012 – trafen sich morgens in Yad Vashem die verschiedenen Delegationen und Organisationen zur Kranzniederlegung. Die beiden Veteranen ließen sich gerne von vielen Gästen ablichten – schade, dass sie ich sie nicht befragen konnte – es wurde gebeten, die Plätze einzunehmen. Um 10 Uhr ertönten für zwei Minuten alle Sirenen in Israel – und auch heute kam der öffentliche Verkehr im ganzen Land zum Stillstand (Ich habe ein kleines Video vom vergangenen Jahr gefunden und stelle es hier mit rein!).

Um 13Uhr fand  die Zentrale Gedenkfeier in der Gedenkhalle Yad Vashems statt. Mittags trank ich im Restaurant einen Kaffee und hatte dazu einen köstlichen Käsekuchen, als mich eine Jüdin ansprach. Sie fragte nach meiner Herkunft – und als ich sagte „from Germany“ – sprach sie sogleich in einwandfreiem Deutsch weiter. Sie setzte sich mit einer Tasse Kaffe zu mir und wieder gab es ein ungemein interessantes Gespräch. Malka erzählte, dass sie in Auschwitz geboren und versteckt wurde. Häftlingsfrauen kümmerten sich um sie – und nach der Befreiung wuchs sie in Berlin auf – ihre Mutter war in Auschwitz umgekommen. Spätere Nachforschungen nach ihrer Familie blieben erfolglos – so dass ihr keine leibliche Familie geblieben ist. „Vor vielen vielen Jahren….“ hat sie Aliya gemacht – und erfreut ich heute ihrer Familie, ihrer Enkel und Urenkel. Auch diese Begegnung war wieder ein großes Geschenk an mich.

Links zum Jom HaShoa 2012 / Youtube Yom HaShoa 2011 / pdf. Datei mit Presseberichten: Jom HaShoa 2012 Jerusalem Post / Jom HaShoa 2012 peres tells own story at holocaust remembrance day ceremony / / Jom HaShoa-Presse (deutsch)

Alle Fotos: AhuvaIsrael

Am späten Donnerstag Nachmittag bin ich nach Shavei Zion zurückgefahren – im Zug hatte ich Zeit die vergangenen 4 Tage in Yerushalayim zu reflektieren – mit einem Herzen voller Dank an den Ewigen für diese wunderschöne geschenkte zeit mit all den wunderbaren Begegnungen. Es grüßt mit einem herzlichen Schalom Ihre/Eure AhuvaIsrael

Mittwoch, 18. April – Besuch des Museums „Kette der Generationen“ an der Kotel

Den Besuch dieses Museums an Kotel „Chain of the Generation“ (←der kleime Torbogen links im Bild) hatte mir ein jüdischer Freund empfohlen und da ich am Mittwoch Nachmittag bei herrlichem Wetter mit ein wenig Chamsin die Altstadt besuchte ging mein Weg auch zu diesem Museum. Ich wusste, das man sich für einen Besuch anmelden musste und erkundigte mich nach einer Möglichkeit eben einer Anmeldung. Ein sehr distinguierter, sehr netter  Herr, um die Mitte 60, hörte mich an und fragte plötzlich: „sprichst Du deutsch?“ Ich war total verblüfft und bejahte, worauf er sagte, „dann lass uns in Deutsch unterhalten“!  Wir kamen in ein sehr intensives Gespräch und er war am Ende geradezu tg, dass ich nicht sogleich Einlass erhalten konnte. Und dann plötzlich sagte er: „es ist eine israelische Gruppe drin  – sie haben noch nicht begonnen mit der Vorschau – komm ich setze Dich dazu“! Einem jungen Mann gab er irgendwelche Anweisungen, bezahlen musste ich nichts und ein Kopfhörer für deutsche Übersetzung saß ruckzuck auf meinen Ohren!

Es begann mit einem Film, der allerdings keine Übersetzung hatte – die Bilder beeindruckten mich aber auch so sehr stark! Und dann ging der Weg los – und  was sich uns da bot übertraf in der Tat alle meine Vorstellungen. Wir konnten zwar fotografieren allerdings war auch hier das Licht nicht optimal – ich hoffe aber, dass ein paar Bilder einen kleinen Eindruck wiedergeben können.

Nicht nur ich musste ein um das andere mal mein Taschentuch herausholen, um den Lauf der Tränen zu bremsen. Als der beuch beendet war bedankte ich mich noch einmal bei meinem „Gönner“ und er sagte mit strahlenden Augen: „das war alles von GOTT – für Dich“! _______________________________________________________________________________

Hier im Folgenden der Text zur Ausstellung, den ich von der Website: The Chain of GenerationsDie Kette der Generationen :

Eine neue Dauerausstellung genannt „der Kette der Generationen “ hat vor kurzem in der Nähe der Klagemauer eröffnet. Besucher können eine bewegende Erfahrung machen, die sich auf die faszinierende Geschichte des jüdischen Volkes im Laufe der Generationen bezieht. Diese Geschichte führt uns durch 3500 Jahre – vom Exil bis zur Staatlichkeit, von der Zerstörung zum Wiederaufbau und von Krisen zur Hoffnung.

Gäste des Zentrums finden Sie einen ungewöhnlichen und bezaubernden Mischung aus vielen kreativen Elementen: Musik, Skulptur, Archäologie-und Lichteffekten, die zusammen ein Meisterwerk darstellen, das alle Sinne erfreut. Der Besucher ist mehr als ein Zuschauer, er wird ein aktiver Teilnehmer, der tief in die Geschichte des jüdischen Volkes eintaicht.

Das Zentrum gliedert sich in mehrere Räume. Jedes Zimmer führt die Besucher zu einer anderen Zeit in der Kette der Generationen des jüdischen Volkes, beginnend mit den Vorfahren und zwölf Stämme und endend mit der Gründung des Staates Israel.Jedes Zimmer verfügt über beeindruckende Kunstwerke aus Schichten von Glas die von Lichtstrahlen durchleuchtet so die abgedunkelten Räume erhellen Ein Spiel von Licht und Glas schafft die Illusion der Textur, Farbe und Form.Der Bau des Zentrums dauerte sieben Jahre. Während der Bauarbeiten wurden faszinierende archäologische Funde entdeckt und es wurde beschlossen, sie in die Ausstellung zu integrieren.

 Im „Raum der Sehnsucht“ können Sie sehen, ein einzigartiges Beispiel für die Kombination von Kunstwerken und archäologischen Funden. Die Fundamente des Zimmers gehören zu einer Mauer aus der Zeit des Ersten Tempels, eine Mikwe (Ritualbad) aus Zeit des Zweiten Tempels Sie sehen Crusader Wände und einer Mamluken Decke. Unter einem  Glasboden erkennen man die Mikwe. Eine riesige Säule strebt aus diesem Boden nach oben, als Symbol für die Sehnsucht nach Zion. Die Schaffung dieses Kunstwerkes erfordert eine enorme Menge an Rohstoffen, die Säule eerhebt sich zu um neun Meter (ca. 29 Fuß), und wiegt ca. 15 Tonnen!

←Die beiden Bilder zeigen die Symbolik für die Zerstörung Jerusalems-

AhuvaIsrael: 2. Samuel 1,19: Die Edelsten in Israel sind auf deinen Höhen erschlagen. Wie sind die Helden gefallen.

Zum letzten Teil des Zentrums hin hin geht es an einer Wand mit Namen vorbei.

Der letzte Teil des Zentrums ist die „Hall of Light“, und dieser Bereich enthält die zentrale Botschaft der gesamten Reise. Die Besucher sitzen, umgeben von Kerzen und Säulen, in einem abgedunkelten Raum. Ein holographische Bild zeigt einen Mann auf einer Leinwand inmitten von Licht und Rauch, er  erzählt die Geschichte von Rabbi Israel Halevi, ein Jude, dessen ganzes Leben ein Lied der Sehnsucht nach Jerusalem war, aber er wer wurde in ein Konzentrationslager in Polen gebracht und hatte  nie das Glück, die Heilige Stadt zu erreichen. Ein Fallschirmjäger, der an der Schlacht um Jerusalem im Jahre 1967 teilnahm hört von einem Schüler des Rabbi, der den Holocaust überlebt hat, die Geschichte von Rabbi Israel. Diese Geschichte hinterlässt ihren Stempel auf dem Herzen des  Fallschirmjäger, und während er in der Schlacht um die Stadt zu befreien, kämpft, fühlt er, dass er das jüdische Volk im Laufe der Generationen darstellt, und dass Juden aus früheren Generationen neben ihm mitkämpfen.

Rabbi Schmuel Rabinowitz, der Rabbiner der Klagemauer und die heiligen Stätten, ergänzt: „Die Geschichte von Rabbi Israel Halevi, die die Erfahrung mit dem Besuch der Kette des Generationen-Center vervollständigt, verkörpert das Geheimnis der jüdische Kontinuität – die Nation, die wußte an den Wiederaufbau zu glauben entlang der  Zerstörung, zu bauen und zu hoffen, trotz Schmerzen. “

Das Zentrum wurde unter der Schirmherrschaft der Western Wall Heritage Foundation mit der Hilfe von großzügigen Spendern, die das Projekt sponserten gegründet. Die Hall of Light wurde mit der großzügigen Hilfe von Ira Rennert und Inge erstellt. Die Halle der Namen wurde durch die Großzügigkeit von Mort Zuckerman zu Ehren seiner Tochter Abigail etabliert.

Es besteht kein Zweifel, dass die enormen Investitionen in den Standort Früchte geboren hat. Daraus resultiert, dass mit der Anwendung eines reizvollen Mediums eine starke, berührende und aussagekräftige Botschaft entstanden ist. Ein Besuch im Center bietet Nahrung für weiteres Nachdenken und einen bleibenden Eindruck. Jeder von uns ist ein Glied in einer langen Kette von Generationen – eine Kette, die in der Vergangenheit verankert ist und bietet uns die Kontinuität in der Zukunft.

Bitte reservieren Sie für Ihren Besuch telefonisch (02-627 1333). Eintritt: 20 NIS für Erwachsene, 10 NIS für Kinder.

Auch hierzu noch eine Anmerkung: dieses kleine Museum ist ein einzigartige Perle unter den Vielen in Yerushalayim – wer es kennt, wird es bestätigen! Mit einem vorletzten Schalom aus Israel – heute Abend beginnt der Jom HaShoa und wenn ich am Donnerstag Nachmittag nach Shavei Zion zurück fahre möchte ich nach dem Bericht über den Jom HaShoa nichts mehr hinzufügen!


Dienstag, 17. April – Yerushalayim – Besuch des Herzl-Museums

Freunde hatten mir empfohlen das Herzl-Museum auf dem Herzl Berg zu besuchen, wenn ich in Yershalayim bin – ich berichtete darüber. Heute war es so weit – kurz vor um 17Uhr stand ich mit einer kleinen Gruppe vor dem Eingan – und bald fanden wir dann auch Einlass. Diese großartige Ausstellung zu beschreiben ist nicht einfach und so bin ich froh, dass ich hier von einer englischen Website eine deutsche Übersetzung anfertigen konnte. Die Ausstellung wird nicht umsonst als „spektakulär“ beschrieben – und da wir fotografieren durften habe ich den nachfolgenden Text mit meinen Fotos versehen. Wenn sie nicht optimale Schärfe zeigen, so liegt es daran, dass ich ohne Blitz gearbeitet habe. Ich enke jedoch, dass die Bilder schon eine gute Begleitung zum Text sind. Am Ende des Textes ist eine Web-Adresse eingegeben – Mail-Adresse und TelefonNr. zur Kontakt-Aufnahme für einen Besuch sind dort zu finden. Auch ich möchte, wie mein Freunde, einen Besuch dieses Museums unbedingt empfehlen!!!

Herzl-Museum – Eines diesem Zentrum zugrunde liegenden Prinzipien ist es, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, das Erbe Herzls und seine zionistische Vision bei der jungen Generation zu fördern, um eine jüdische Zukunft mit Werten, Vision und Phantasie zu gewährleisten.

Die Ausstellung – Das Herzl-Museum bietet eine praktische Begegnung mit dem Bild von Benjamin Ze’ev –Theodor- Herzl und seiner zionistische Vision. Während der Tour begleiten wir Herzl entlang der wichtigsten Meilensteine seines Lebens, die Durchführung eines ständigen Dialog mit der Welt und dann unsere eigene, zeitgenössische Realität.

Audio-visuelle Bildschirme präsentieren Bilder aus Herzls Leben, mit Dokumenten und Original-Fotos verwoben. Wegen Herzls Liebe zum Schreiben und das Theater wird die Geschichte des visionären des jüdischen Staates und der zionistischen Bewegung von einem theatralischen Film begleitet der die Ausstellung präsentiert. Während des Films stellte der israelische Regisseur Micha Levinson einen vielversprechenden jungen Schauspieler (Lior Michaeli) vor, der die Rolle Herzl spielen soll. Levinson ermutigt den Schauspieler den Visionär und seine Vision vom besser kennen zu lernen mit dem Visionär des jüdischen Staates besser kennen zu lernen, so dass seine Darstellung sowohl beeindruckend und realistisch wird

„Wer muss handeln?“, Fragt sich Michaeli als Erstes.. „Alles was ich brauche um Herzl zu spielen ist ein Bart und ein Balkon!“ Aber der Regisseur macht deutlich, dass, wenn er in Herzls Fußstapfen treten will, er das das Konzept Herzls, wie auch die Idee der Vision des Gründer des Zionismus zu verstehen.

Während des Films, den wir sehen, verändert sich der Schauspieler auf seiner Reise um die Figur, die er eigentlich porträtieren wird immer mehr. Mehr und mehr wir er Herzls Welt, den sozialen Strukturen seiner Zeit, seinen innersten Gefühlen, der Kraft seiner Prinzipien und der Entschlossenheit, mit der er handelte ausgesetzt. Zusammen mit dem Schauspieler gewinnen wir einen intimen Blick auf den Visionär des jüdischen Staates, und beobachten wir in einen spannenden Dialog „der realen Herzl“ aus der Vergangenheit und dem „fiktiven Herzl“ von heute.

Das Museum ist in vier Räume gegliedert, die den Änderungen den verschiedenen Lebensperioden Herzls Herzls entsprechen. Es beginnt mit seinem früheren Leben als bürgerlicher Europäer, in Treue an sein österreichisch-ungarischen Erbe und der Wiener Kultur des 19. Jahrhunderts. beschreiben unterteilt; wir erfahren ihn als einen schlichten Staatmann der arbeitet und sich ganz der Erfüllung seiner Vision der Errichtung eines unabhängigen jüdischen Staates im Land Eretz Israel widmet.

Erster Ausstellungsraum – Herzls Weg zum Zionismus – Im ersten Raum:  der Schauspieler stößt auf einen antisemitischen Vorfall in einem Wiener Kaffeehaus im 19. Jahrhundert. Später beobachten wir den Dreyfus-Prozess, und werden Zeuge der schockierenden Szene, als dem jüdische Offizier der Kapitänsrang zerrissen von seiner Uniform gerissen und sein Schwert in zwei Hälften zerbrochen wird und die wütende Menge skandiert: „Tod den Juden“

Diese Studie hatte einen enormen Einfluss auf Herzl. Wir werden versuchen, seine komplexen Gefühle zu verstehen und wir werden seinen Sinn für das Engagement, für seine jüdischen Brüder, die onter schrecklichen Ausschreitungen, wiederholten Beleidigungen und wachsender Frustration zu leiden haben, teilen. Auf diese Weise werden wir die Umstände verstehen, die Herzl zum schreiben seines berühmten Der Judenstaat geführt hat, und wir werden über die Faktoren, die ihn so hart für sein Volk arbeiten ließen und ihn dazu ihn führte, die zionistische Bewegung zu etablieren in der Hoffnung, einer stabile Lösung zu finden, um ihre Not und das Problem des Antisemitismus zu lösen.

Zweiter Ausstellungsraum – Herzl engagiert sich in der Zionistischen  Politik – Der Raum ist so konzipiert, wie die Halle in der verschiedene zionistische Kongresstreffen in Basel stattfanden, von denen der erste im Jahre 1897 abgehalten wurde. Ein qualifiziertes Mitarbeiterteam hat drei Jahre daran gearbeitet um den ursprüngliche Zuschauerraum neu zu erstellen. Ihre gewissenhafte Aufmerksamkeit ging bis ins kleinste Detail. In diesem Abschnitt werden wir Vorbereitungen für den ersten Zionistischen Kongress sehen, die Aufregung, die von den Teilnehmern empfunden wurde – vor allem Herzl, und wir werden die nachfolgenden Kongresse, die in Basel während Herzls Lebzeiten und die verschiedenen Probleme und Streitigkeiten, die sich ergaben, studieren .

Darüber hinaus werden wir über diplomatische Bemühungen Herzls hören, eine internationale Charta zu gewinnen, einen jüdischen Staat errichten zu können. Wir begleiten ihn auf seinen Reisen nach Eretz Israel und in ganz Europa um die wichtigsten Führer zu dieser Zeit, wie dem Deutschen Kaiser, dem türkischen Sultan und Lord Chamberlain von England zu treffen.

Drittens Ausstellungsraum – Herzls Büro – Wir haben nun Herzls Studie aufgenommen. Die Möbel aus seinem Büro, einschließlich der Schreibtisch an dem er saß und schrieb. Der Judenstaat unterzog sich eines langwierigen Wiederherstellungs-Prozess’ um den ursprünglichen Raum zu zeigen. Ausgestellt sind Herzls persönliche Gegenstände – Tagebücher, Urkunden und Fotos, Postkarten, die er schickte, Schreibzeug und sogar sein Zigarettenetui.In diesem Raum werden wir mit Herzl in seinen letzten Augenblicken sein. Wir werden über tragischen Tod Herzls im jungen Alter von nur 44 Jahre lernen, und wir werden einen bewegenden Film sehen, der zeigt, wie seine sterblichen Überreste nach Israel zur Bestattung gebracht wurden..

Vierter Ausstellungsraum – Der Staat Israel vs. Altneuland„Wenn ihr wollt, ist es nicht ein Traum“, schrieb Herzl, als er von einem unabhängigen jüdischen Staat davon träumte, und dann als etwas, das schwierig, vielleicht sogar unmöglich zu erreichen war, wahrgenommen wurde. Jetzt, mehr als 100 Jahre nach seinem Tod, werden wir im Museum in diesem letzten Zimmer und sehen, wie der Schauspieler, der Herzls Bild zeigt, vor einem beeindruckenden Panorama-Bildschirm steht und auf die Errungenschaften des jüdischen Staates auf der einen Seite, und die schwierigen Fragen, die einen Teil unseres Leben im jüdischen Staat betreffen, auf der anderen Seite.

„Wenn ihr wollt, ist es bloß ein Traum“. Den Raum verlassen wir mit viele Punkte für weitere Überlegungen in Bezug auf unsere Zukunft: Wie bewahren wir Herzls Vermächtnis in unseren Tagen? Was sind die Werte, die wir fördern wollen? Was haben wir erreicht, und welche Herausforderungen bleiben noch vor uns? Wie werden wir uns ihnen stellen? Auch nach dem Film ist es nicht vorbei, es ist nur „das Ende“ dieser Ausstellung!

Die Besucher können sich weiterhin über diese Fragen nach Abschluss ihres Besuches im Museum diskutieren in den verschiedenen Workshops und Führungen, die das Herzl-Center zu bieten hat.

Website mit Kontakt-Adressen und TelefonNr. Das Herzl Museum in Jerusalem

Noch immer total begeistert in der Erinnerung an diesen Besuch grüße ich mit einem herzlichen Schalom – AhuvaIsrael

Montag, 16. April –Yerushalayim/über „Abraham Hostels“ – und ein Besuch auf dem „Ammunition Hill“

Am Montagvormittag fuhr ich nach Yad Vashem um mein Ticket für die Veranstaltungen zum Jom HaShoa abzuholen. Es lag auf der Hand, auf dem Rückweg zum Herzlberg hinunter zu laufen um dort nach einer Reservation für den Besuch des „Herzl“-Museums nachzufragen. Eine liebe Freundin, die ich mit ihrem Mann in Shavei getroffen hatte, sagte mir, ich solle unbedingt dort hin – allerdings nur mit Voranmeldung möglich. Zunächst war ich mit meiner Nachfrage nicht erfolgreich – doch das Blatt wendete sich auf wundersame Weise zu meinen Gunsten, und so wurde ich für Dienstag, 17Uhr, eingetragen 🙂

Auf dem Weg zur „Citypass“-Haltestelle am Yad Sarah“- Haus kam mir die Idee, bei Lea Fleischmann („Heiliges Essen“ und viele andere gute Bücher!) anzurufen. Ihr Sohn Ari antwortete mir, wir trafen uns an eben jenem Eck – und Ari führte mich in ein im Verborgenen liegendes Cafe Hillel – ein beinahe himmlischer Ort, den, wie Ari sagt, nur Einheimische, und davon auch nicht alle! – etwas wissen. Wie hatten eine gute Stunde Zeit mit einander dies und jenes zu besprechen – Lea war gerade in der Nacht zuvor aus Deutschland zurückgekommen. Ari musste zurück ins Büro, und ich hatte die Idee mit der „Tram“ bis ans andere Ende der Strecke nach Pisgat Ze’ev zu fahren, gesagt getan – die Bahn war sehr voll und mein Stehplatz verwandelte sich, welch ein Wunder in einen Sitzplatz, den mir ein Orthodoxer Mitfahrer (mit großem schwarzen Hut) freundlich anbot nicht etwa weil er Aussteigen wollte, sondern ganz einfach aus Freundlichkeit – er fuhr noch neben mir stehend drei weiter Stationen weiter.

Ab Haltestelle „Damakus-Tor“ nahm ich sehr bewusst die Fahrstrecke auf – es kam eine Haltestelle „Ammunitions-Hill“ – die mich sehr hellhörig werden ließ. Zur 50-Jahrfeier des Staates Israel, 1998, besuchten wir diesen gedenkwürdigen ehemaligen Kriegsschauplatz. Ich war damals Teilnehmerin der „Ludwig Schneider“- Reise „50 Jahre Staat Israel“.

Alles auf dieser heutigen Fahrt kam mir sehr bekannt vor – und auf Nachfrage im Kenion von „Pisgat Ze’ev“ wurde meine Annahme bestätigt: immer wenn ich mit dem Bus von Yerushalayim nach Ari’el fahre, die Fahrt geht im gepanzerten Bus durch Samaria, ist’s der gleiche Streckenverlauf.

Auf der Rückfahrt verließ ich die elegante Tram an eben diesem „Ammunition Hill“ und besuchte ihn erneut – eine gute Entscheidung – denn nun hatte ich alle Zeit, den „gesamten Hügel zu erobern“, was ja in 1998 mit einer großen Gruppe so nicht möglich war. Ein zweiter Besuch des Ammunition-Hill Museums bleibt fürs nächste Mal offen. Ich habe von Wikepedia einen Bericht über diesen Ort ins deutsche übersetzt – ich hatte die Geschichte nach 14 Jahren doch nur noch schwach in Erinnerung.

Am frühen Abend erlaube ich mir einen Besuch im Cafe Rimon – speise sehr genüsslich und setze später In meinem „AbrahamHostels“-Domizil in der „Internet-Galery“ (6 Plätze!!!) Reise-Berichte in diesen blog! Dieses Domizil wird auch in Zukunft bei besuchen in Jerusalem mein Übernachtungsplatz sein. Die Zimmer sind spartanisch, jedoch sauber, das Frühstück in dem großen „Raum für Begegnungen“ (so möchte ich das einmal benennen) einfach aber ausreichend, das Geschirr wäscht jeder Gast selber ab und durch dieses eher „familiäre“ Ambiente kommt man sehr schnell mit vielen netten Menschen aus aller Herren Länder ins Gespräch :-)! Es gibt viele Angebote für preiswerte Touren mit guter Beratung – und vor allem, wie bereits berichtet, das „Abrahams Hostel“-Team ist sehr angenehm freundlich und hilfreich – ich hatte auf jeden Fall das Gefühl. „hier ist der Gast König“! Mit großem Dank an den Ewigen für den geschenkten wunderbaren Tag begebe ich mich zur Ruhe.

Am Donnerstag, 31. Mai 2012 fand ich in der „Jüdische Allgemeine“ einen super guten Bericht über „Abraham Hostels“ den ich hier gerne (mit entsprechender Genehmigung!) einbringe: Abraham war Backpacker

Über den Ammuntion – Historischer Hintergrund , ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel!

Der Ammunition Hill befand sich westlich einer Polizeiakademie, Hügel und Polizeistation waren mit einem befestigten Graben verbunden. Die Anlage wurde von den Briten während ihrer obligatorischen Regierung Palästinas in den 1930er Jahren gebaut, und wurde verwendet, um die Munition der Polizei Akademie zu speichern. Die jordanische Arabische Legion übernahm die Kontrolle über die Hügel während des arabisch-israelischen Krieges 1948 zur Trennung des Mount Scopus und West-Jerusalem. Im Zuge des Waffenstillstandsabkommen 1949, verblieben Teile des Mount Scopus als israelische Enklave im jordanischen besetzten Gebieten, mit jordanischer Blockkade über den Zugriff auf das Hadassah Hospital und den Campus der Hebräischen Universität in Jerusalem auf dem Hügel.

Der Posten bestand aus zehn Bunkern entlang der drei Haupt-Richtungs-Systeme rund um den Hügel, mit befestigten Geschützstellungen und Bedeckung jedes Grabens. Die Wohnräume für die jordanischen Verteidiger des Hügels waren in einem großen unterirdischen Bunker. Zur Zeit der Sechs-Tage-Krieg wurde der Posten verstärkt mit 150 Soldaten vom El-Hussein-Regiment (Nummer 2) zur Verteidigung verstärkt. Die Schlacht (Bild: Bunker und Gräben auf Ammunition Hill) Eine Entscheidung wurde von dem israelischen Jerusalem Kommando unter General Uzi Narkis getroffen, um auf einen Luftangriff auf den Hügel wegen seiner Nähe zu zivilen Gebieten zu verzichten. Anstatt dessen wurde ein Trommelfeuer auf dem Polizeiposten fokussiert, gefolgt von einem Boden Angriff mit einer erweiterten Fallschirmjäger-Einheit. Die Größe des israelischen Angriffs basierte auf falschen Angaben, die den Berg als durch einen einzelnen Zug verteidigt ausgab.

Als die Bodenoffensive begann, wurde entdeckt, dass die Polizei-Akademie leer zu sein schien von jordanischer Truppen, da sie Schutz vor dem Trommelfeuer im Bunker System des Hügels genommen hatten, um die Verteidigungskräfte des Hügels zu vergrößern und die vielmehr als ein Drittel Verteidigungskräfte wie von israelischen Central Command erwartet worden war. Die Kämpfe an der Polizeiakademie und Ammunition Hill begannen am 6. Juni 1967, um 2:30 Uhr. Die Aufgabe der Erfassung der Hügel wurde der israelischen 3. Kompanie des 66. Bataillons, der Fallschirmjäger-Brigade, die Reserve Streitkraft (55. Brigade) gegeben, und während der Kämpfe kam eine weitere Streitkraft von der 2. Kompanie hinzu.

Die Schlacht endete um 6:30 Uhr, doch die israelischen Truppen blieben in den Gräben durch Feuer von Heckenschützen aus Givat HaMivtar, bis die Harel Brigade den Außenposten am Nachmittag überrannte. Sechsunddreißig israelische Soldaten und 71 Jordanier wurden bei den Kämpfen getötet. Für zehn der Soldaten, die in dieser Schlacht kämpften wurden Belobigungen vom israelischen Generalstabschef gegeben. Der Kommandeur des Fallschirmjäger-Brigade war Mordechai Gur. Der Kommandant des 66. Bataillons war Yossi Yafe. 

1975 wurde eine Gedenkstätte und Museum auf dem Hügel eingeweiht. Ein Teil der alten Posten wurde erhalten und ein Museum im Bunker eröffnet. Darüber hinaus wurden 182 Olivenbäume auf dem Hügel gepflanzt, zum Gedenken an die 182 israelischen Soldaten, die während des Sechs-Tage-Krieg fielen. Im Jahr 1987 wurde der Ort zu eine nationalen Gedenkstätte erklärt. Die wichtigste Zeremonie am Yom Yerushalayim (Jerusalem-Tag) findet hier statt. Schätzungsweise 200.000 Besucher machen jährlich einen Rundgang durch diesen Ort (auch mit Führung),Führung, darunter 80.000 Soldaten. Der „Ammunition Hill“ ist auch der Zentrum für die Einberufung der IDF-Fallschirmjäger.

Die „Pyramide“ – so nenne ich das nebenstehende Kunstwerk enthält sehr Interssantes: auf dem Boden in der Mitte befindet sich eine runde Marmorplatte: „Der Geist der Weisheit“ – und in den jeweilig aufragenden Streben Bronzplastiken berühmter jüdischen Männer: King David / Marc Chagall / Arthur Rubinstein / Yehuda Maccabi / Yitzchak Rabin / Einstein / Freud / Ben Gurion und Herzl!

Es war ein weitere wunderbarer Tag und mit Dank an den Ewigen sage ich ein herzliches Schalom aus Yerushalayim – AhuvaIsrael

Sonntag, 15. April – Ankunft in Yerushalayim

Einigermaßen gut erholt von einer starken Erkältung mit schlimmen Hustenattacken, der auch den verabreichten Hustentropfen (mehrmals täglich!) hartnäckig widerstand, fuhr ich am Sonntag Mittag mit dem Zug nach Tel Aviv („Arlosoroff“) und von dort mit dem Egged-Bus 480 nach Yerushalayim. Wieder hatte ich jeweils die Fahrkarte  „hin und zurück“ gekauft und war für sage und schreibe insgesamt NIS 74,60 (zu teilen durch +/- 5!!!) von Nahariyya bis in Israels Hauptstadt unterwegs. Vom Bus-Zentralbahnhof Egged ging’s per „Citypass“ – so heißt die Straßenbahn Yerushalayims drei Stationen bis zur Haltestelle „Davidka“-JaffoCenter – und von dort wenige Schritte bis zum „AbrahamHostels“! das ist ein riesiger Komplex, wie man sehen kann – und dass die „Davidka“ nun wieder an ihrem alten Platz steht (sie war wegen der Arbeiten and der Strecke für Straßenbahn entfernt worden hat mich gefreut! (zu Thema „Davidka“ siehe Reisebericht „Montag 09. April – ZEFAT“)

Schnell bin ich im „AbrahamHostels“ – die jungen Leute an der Rezeption sind sehr freundlich (hier wird der Unterschied zwischen „politly“ and „kindly gründlich offenbar!). Im 5-Bett Frauen-Dormitio war das Bett schnelle selbst bezogen, die nötigen Utensilien „unter Dach und Fach“ gebracht und dann bin ich für diesen ersten Abend in Yerushalayim einfach nur über die breite Fußgängerzone der „alt-neuen“ Jaffo-Street „flankiert“. Das war schon irgendwie ein ganz eigenartiges Erlebnis nach all den Jahren des Bauens an der Strecke für den „Citypass“ – ich habe das ja in der Tat vom Beginn an bis nun zu diesem Spaziergang mit verfolgt und stets per Fotos festgehalten.

Die Straßenbahn, sehr schnittig, elegant – silberfarben außen und innen mit blauen Sitzen, fährt unter ständigem etwas blechern tönenden „Gebimmele“ und zeitweilig heftigem „Getröte“ von „Pisgat Ze’ev bis zum Herzlberg (Yad Vashem). Fahrzeit für die gesamte Strecke (ich habe es ausprobiert!) etwa eine ¾ – 1 Stunde.

Offenbar sind die Bürger Yerushalayims nun doch etwas versöhnter mit diesem neuen Beförderungsobjekt, das durchaus „flott“ anzusehen ist! Die beiden langen Wagenteile, etwa insgesamt 20 m (?) waren während der 4 Tage in Yersuahalyim immer mehr als nur gut besetzt. Wie beim Fahren mit dem Zug: das Aussteigen wird meistens beinahe verunmöglicht, da die Einsteigenden den freiwerdenden Sitzplätzen (sehr oft gibt es solche gar nicht!!!) entgegenstreben. Naj, man nimmt es mit der notwendigen Gelassenheit, da es ja so wie so nicht zu ändern ist J!

So viel mal zur Ankunft in Yerushalayim am 15. April  – in nachfolgenden Berichten werde ich über meinen Besuch

des „Theodor Herzl“-Musuem,

des „Ammunition“-Hills (Munitions-Hügel)

des  Museums  „Kette der Generationen“ und

Yad Vashem – Erew Jom haShoa 18.April und Zeremonien am 19,April

berichten.

So verabschied ich mich für heute mit einem herzlichen Shalom – auf bald wieder an dieser Stelle –Ihre/Eure AhuvaIsrael

Dienstag, 10. April – Haifa und seine wunderschöne Blumenschau

Eine langjährige, liebe Freundin aus Kiriat Chaim hatte mich für den Dienstag zur Blumenschau an der Westküste Haifas eingeladen und hier kommt , bis auf eine wenig Geschichte über Dr. Reuven Hecht,  nicht zu viel Kommentar, die vielen Bilder sollen für sich sprechen.

Dina holte mich von Shavei Zion ab – im Bahnhof Lev HaMifratz parkte sie ihr Auto und nach einem kleinen Lunch gings dann weiter mit dem Bus vom Busbahnhof gleiche Namens. In der Pessachwoche ist auch hier in/an den Raestaurants und vielen kleinen und sehr speziellen Süßigkeitsläden und -ständen alles „Kosher le Pessach“ – alle Backwaren – schlicht alles, was Sauerteig enthalten kann ist entweder entfernt oder abgedeckt

Zum Ausstellungsgelände im „Hecht“-Park ging es mit dem Bus weiter und was uns dort erwartete sprengte alle meine Vorstellungen. Die Ausstellung selbst war in 9 großen, teils zusammenhängenden Zelt-Pavillions eingerichtet und dass alle diese herrliche Blumenpracht nur allein für die Zeit des Pessachfestes (7 Tage) zu besichtigen war konnte ich so gar nicht recht begreifen.

Der Name „Dr. Reuven Hecht“ ist ein großer Name – er wurde 1909 in Antwerpen geboren, wuchs in Basel auf, studierte in München, Berlin und Heidelberg. 1933 verli3ß er Heidelberg als PH.D. in Politik-Wissenschaften und studierte Archäologie Geschichte und Kunst, weiterhin Naturwissenschaften und Journalismus. Sein Interesse galt dem Auffinden von archäologischen Raritäten, und entwickelte Hand in Hand mit seinem Enthusiasmus für den Zionismus diese beiden Interessen für sein ganzes Leben.

Ein Ausschnitt aus der Web über Museen in Haifa gibt einen eindrücklichen Abschnitt aus seinem großen Lebenswerk wieder:  Eines der interessantesten Museen in Haifa ist das Hecht Museum an der Universität Haifa, welches eine eindrucksvolle Sammlung für Archäologie und Kunst beherbergt. Es wurde im Jahre 1984 auf Initiative des verstorbenen Dr. Reuben Hecht gegründet, welcher den Dagon Kornspeicher, die großen Getreidesilos in der Nähe des Hafens von Haifa, errichtete. Schon während seiner Kindheit begann Dr. Hecht sich für die Archäologie des Landes Israel zu interessieren und in einem Zeitraum von 60 Jahren sammelte er zahlreiche archäologische Gegenstände, welche nun anschaulich die Kulturgeschichte von Eretz Israel repräsentieren. Reuben Hecht ist in Belgien geboren und hat in Deutschland studiert. Während des II. Weltkrieges hat er sich bei vielen Rettungsaktionen jüdischer Bürger Europas beteiligt. Sein Interesse für Kunst und Archäologe kommt in seiner Sammlung deutlich zum Ausdruck. Hecht-Museum-Haifa

Und nun geht es mit Bildern Bildern weiter – so und der Reihenfolge, wie der Besuch der Pavillons von den Veranstaltern vorgegeben ist. Das „Gedrängele“ ist riesig aber alle geht irgendwie dennoch geordnet voran. Die einzelnen Pavillons habe besondere Schwerpunkte – wenn die Bilder ein wenig „nebelhaft“ wirken liegt es daran, dass wir uns in den Orchideen-Bereichen befinden. Auf dem Bild „Flaschenhälsen“ gibt s viele verschieden Orchideen-Arten – in einem Pavillon waren viele verschiedene weiße Blüten – unter Ultravioletter Beleuchtung! Ich hoffe, die Besuchern dieses Reiseberichtes erfreuen sich an der Schönheit der Schöpfung des Ewigen und deren einfallsreichen, künstlerischen Anordnungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Bild hier liegt außerhalb der „Blumenschau“ und hat mich nach all den vielen herrlichen Arrangements doch ganz besonders berührt.

Auch heute wieder mit herzlichem Schalom aus Israel Ihre/Eure AhuvaIsrael