Besuch des Kibbutz Yad Mordechai – am Freitag, dem 2. Mai 2014

 

Mordechai Aniliewicz -Yad MoredechaiKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 -1Kibbutz Yad Mordechai, May 2, 2014 Museum -1Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Mordechai Aniliewicz„An diesem Ort versuche zu sehen, was nicht zu sehen ist

 

Versuche zu hören, was nicht zu hören ist,

 

Versuche zu verstehen was niemals verstanden werden kann.“ Museum Kibbuz Yad Mordechai

 

Der Entschluss den Kibbuz Yad Mordechai zu besuchen entstand nach meinem Besuch von Sderot am 1. Mai 2014, als der Zug auf der Rückfahrt in Ashkelon hielt. Der Geschichts-berühmte Kibbuz lieget etwa 10 km südlich von Ashkelon – um 40 km südliche von Tel Aviv – in unmittelbarer Nähe des nördlichen Gaza-Streifens.

Zum ersten Mal hatte ich den den Kibbuz Yad Mordechai im April 2004 während meines damaligen 12 wöchigen Aufenthalts in Israel besucht. Damals besuchte ich für 2 ½ Monate den Ulpan Beit Ha’Am in Jerusalem, um meine Hebräischkenntnisse zu mehren.

Am Freitag Vormittag des 2. Mai und machte mich kurz vor 11 Uhr – viel zu spät, wie sich dann später herausstellte – auf den Weg mit dem Bus zum Bahnhof „HaHagana“ – musste dort 40 Minuten warten bis der Zug nach Ashkelon abfuhr und musste dann vom Bahnhof Ashkelon mit dem Bus, Nr.18, zur Zentralbushaltestelle in Ashkelon fahren!

Dort vergingen dann 45 Minuten des Wartens bis der Bus. Nr 364 in Richtung Kibbuz Yad Mordechai abfuhr. Letztendlich benötigte ich mehr als drei Stunden bis ich mein Ziel erreicht hatte – viel zu spät an einem Freitag – das war mir sogleich völlig klar.

Der Weg in den Kibbuz selbst war schnelle gefunden – allerdings war zunächst weit und breit keine Menschenseele zu sehen – bis nach etwa 10 Minuten ein Kibbutz-Bewohner meinen Weg kreuzte und mich fragte, wohin ich denn wolle 

Der Besuch des Museums von Yard Mordechai sei mein Begehr, sagte ich ihm und er begleitet mich dorthin – ich hätte es nie und nimmer gefunden – und hoffte mit mir, dass überhaupt noch geöffnet ist.

Das Glück war auf meiner Seite – mein stilles Gebet hatte Erhörung gefunden – eine sehr freundlich Dame, wie sich heraustellte die Direktorin des Museum, Vered Bar-Semech, nahm mich in der großen, einzigartig gestalten Eingangshalle in Empfang – und gewährte mir einen „Schnelldurchgang“ – eine halbe bis dreiviertel Stunde – Zeit durch das Museum gehen und empfahl mir zuerst nach unten, in die Ausstellung des „Warschauer Ghettos“ zu gehen – um dann anschließend im oberen Teil die berühmte und wichtige Geschichte des Kibbutz Yad Mordechai während des Unabhängigkeitskrieges anzuschauen.

So machte ich es dann auch und war am Ende meines Rundgangs zutiefst beeindruckt über all das, was in diesem großartigen Museum zu sehen ist – ganz abgesehen davon dann auch noch die rekonstruierten Anlagen aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges auf freiem Gelände des Kibbuz.

Wieder einmal hatte ich einen großen und sehr besonderen Tag geschenkt bekommen – durch dieses wahrhaft einzigartige Museum gehen und viele Fotos machen zu können, obwohl es eigentlich schon längst geschlossen hatte.

Mein Dank an Vered Bar-Semech fiel dementsprechend aus, zumal sie mir auch noch Ora, eine Kibbuz-Bewohnerin organisierte, die mich mit ihrem Taxi zum Bahnhof in Ashkelon zurückbrachte.

Während der Fahrt zurück nach Tel Aviv waren meine Gedanken fest mit der Geschichte des Kibbuz Yad Mordechai verbunden – und ich war wieder einmal so dankbar nach zehn Jahren wieder an diesem so wichtigen Ort für den Staat Israel gewesen zu sein.

Der Kibbutz Yad Mordechai sollte unbedingt ein Ausflugsziel sein für alle, die Israel privat besuchen und denen die Geschichte des Staates Israel eine Herzensangelegenheit ist. Er ist wie gesagt mit Bahn und Bus leicht zu erreichen – nur nicht gerade an einem Freitag, wie ich, zu spät losfahren.

Endlich habe ich auch meine Bilder von 2004 gefunden und werde sie in einem Kibbuz Yad Mordechai Teil 2 veröffentlichen.

Alle „AhuvaCard“ – BIlder von AhuvaIsrael – per „klick“ zu vergrößern – sie sind beschriftet – englisch


Kibbitz Yad Mordechai may 2, 2014 Musuem entranceKibbutz Yad Mordechai May 2. 2014 - Museum %22In this place try to see..%22Kibbutz Yad Morechai May 2, 2014  Museum Warsaw Ghetto - Mila 18 - namesKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014  Muesum  Waesaw Ghetto Information TableKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Musuem Warsaw Ghetto -1Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Musuem Warsaw Ghetto -2Kibbutz Yad Mordecahi May 2. 2014 Museum Warsaw Ghetto - 4





Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 - Museum Warsaw Ghetto text The Religious Jews of Warsaw




Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Muesum Warsaw Ghetto  - Religious Cultur -1Kibbutz Yad Mordechai May 2. 2014 Museum Waesaw Ghetto Religious Cultur -2Kibbutz Yad Mordechai May 2. 2014 Museum Warsaw Ghetto - Culture in WarsawKibbutz Yad Mordechai. May 2, 2014 Muesum - modell of Warsaw GhettoKibbutz Yad Mordechai May 2, 3014 Musuem Warsaw Ghetto - German injunction against Jewish CitizensKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Museum Warsaw Ghetto Food mapKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Museum Warsaw Ghetto - living roomKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Museum Mordechai Anielewicz -2Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 - Museum  Mordechai AnielewiczKibbutz Yad Mordechai May 2. 2014 upper exibtion Independence War 1948Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Museum Yad Mordechai -

Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Museum Kibbutzim clothingKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Museum Wappons of defenseKibbutz Yad Mordechai 2. Mai 2014 Museum Egytian 50 and 25kg  Explosive BombsKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Cute artKibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Cute art alongside the driveway -1Kibbutz Yad Mordechai May 2, 2014 Cute art alongside the driveway -2

 

 

Link zu meinem Bericht: 70. Jahrestag Warschauer Ghetto-Aufstand und Buchbeschreibung „Die Sechs Tage von Yad Mordechai“

Link zu: Mordechai Anielewicz

 

Link zum Kibbuttz Mordechai (english)

Besuch in Sderot am 1. Mai 2014 – Teil 2

Sderot 1. Mai 2014 - Police Station -2Sderot 1. Mai 2014 - detail Sh'ma IsraelMein Besuch in Sderot fand ja bereits am Donnerstag, dem 1. Mai 2014 statt. Um auf die aktulle Situation, die Operation „Protective Edge“ habe ich meinem Bericht den Link des Sderot Media Centers und zwei sehr interessante Artikel des Leiters des Sderot Media Centers, Noam Bedein, von Februar 2009 und vom 29. Juli 2014 hinzugefügt. Ich habe beide Artikel aus dem Englischen übersetzt siehe pdf.Datein – die jeweligen Original-Links sind ebenfalls hinzugefügt – alles am Ende dieses Eintrags.   Sie zu lesen ist sehr empfehlenswert!_______________ENDE

Vom Bahnhof Sderot ging es mit dem Taxi ging es für NIS 20,- in die Innenstadt und dann zu Fuß auf die Suche zum Treffpunkt im Sderot, Media Center, das ich nach einigen Irrungen und Wirrungen – wie gut, das Handy dabei zu haben – erreichte.

Der Empfang im Medien Center Sderot war außerordentlich freundlich, sogleich wurden mir Getränke angeboten, und das Erstaunen, dass eine einzelne Person, dazu noch aus Deutschland ihre Stadt, die beinahe täglichen, sogar täglich mehrmaligen Raketen-Angriffen aus dem Gaza-Streifen ausgesetzt ist, war groß und die Fragen entsprechend. Da gab es viel zu erzählen von meiner Seite her – was das Erstaunen des anwesenden kleinen Teams noch vergrößerte.

Mit „meinem“ Guide, Lior, er ist vor zwei Jahren nach Sderot gezogen, war ich etwas mehr als zwei Stunden per Auto in Sderot unterwegs – der erste Halt war die Polizeistation in deren Hof, wie schon vor sechs Jahren die Raketen-Trümmer aufbewahrt werden. Neben den „frei“ gelagerten Raketen-Trümmern gibt es anders als vor 5 Jahren bei meinem ersten besuch Sderots einen mit starker, durchsichtiger Plastikfolie abgeschlossenen Schrank. Darin die neuen Raketen-Generationen der Hamas, und dem Islamischer Dschihad, der Fatah, und Al Kaida. Jede niedergegangene Rakete wird mit Datum, Uhrzeit und Ort des jeweiligen Einschlags gekennzeichnet. Lior erklärte mir, welche terroristische Gruppe welche Raketentypen verwendet. Das „Schrankbild“ lässt die Größe dieser tödlichen Geschosse leider nur erahnen – ich schaue sie mir an, bin schockiert und kämpfe mit den Tränen – in mir kommt die Erinnerung an den 4. Mai 2008 zurück und höre plötzlich den Alarm – und höre wenig später die Einschlage – ein „deja vu“ von starker Intensität, das mich da plötzlich für eine kurze Zeit in der Sderoter Polizeistation gefangen hält.

Auf der Weiterfahrt zu einem anderen Haltepunkt erzählt mir Lior, dass neben allen offizielle Gebäuden in Sderot jetzt auch jedes Haus einen „Shelter“ – Sicherheitsraum – hat, oftmals deutlich erkennbar als Anbau neben dem Haupthaus und auf Schulhöfen als kleine fast quadratische Gebäude, die mit bunten Graffitis bemalt sind. Auch an den Straßen Sderots und Bushaltestellen, Kinderspielplätzen gibt es diese Bunker – wir vergessen nicht, nach Einsetzen des Alarms sind lediglich 15 Sekunden lang Zeit, sich in Sicherheit zubringen!

Und dann sind wir an einem der Kinderspielplätze und meine Augen werden riesig groß vor Staunen über das, was ich da sehe: ein langer, 15 Meter?, gelb-orange-schwarz bemalter Wurm etwa 2 Meter hoch, schlängelt sich auf dem Spielplatz über den Boden.  

Der Einfallsreichtum der Israelis ist auch in schwierigsten Zeiten einfach nicht zu toppen – sind meine Gedanken als ich mit Lior über diesen Platz gehe. Selbst eine kleine „Burganlage“ dient als Zufluchtsort bei Raketenalarm.

Lior zeigt mir Bilder von Kindern aus einem Album des „Sderit-Medien-Centers“ es gehört zu dem Konzept, das Noam Bedein, seit beinahe 8 Jahren Leiter des Zentrums, entwickelt hat: „Dokumentationen autobiographischer Notsituationen“ – siehe dazu auch den Bericht von Noam Bedein vom 29. Juli 2014: Israels ‚Waffenstillstand‘ und der Mangel an „Citizen Diplomacy“. Ich habe ihn aus dem Englischen übersetzt und als pdf.Datei hier mit Zugang zum Original-Link eingebracht.

Auf der Weiterfahrt durch Sderot berichtet mir Lior von den schweren, seelischen Traumatisierungen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen und ihren großen Ängsten – auch physische Störungen gehören dazu – und in mir steigt wiederholt Zorn darüber hoch, dass das alles von den westlichen Regierungen – den USA, der EU und der UNO, sowieso, negiert, wird, ja ihnen geradezu am „A…“ vorbei geht! – und an dieser Stelle fällt mir wiederum ein Wort von Noam Bedein ein: „Eine Rakete explodierte in der Nähe von Sderot, keine Verletzten kein Schaden … und jetzt auf den Wetterbericht.“

Was für eine Perfidie!!!

Die Bilder der Kinder und Jugendlichen erschüttern mich zutiefst – und wieder erinnere ich mich an meinen ersten Besuch in Sderot, als ich dreimal Raketenalarm erlebte und zweimal die Einschläge in Sderot-Stadt hörte – ich war starr vor Angst – Und die Menschen hier im Süden müssen das beinahe tagtäglich – und sogar mehrmals am Tag – ertragen.

Lior fuhr mit mir durch die, ach so friedlich erscheinenden Straßen von Sderot, vorbei an einem Kreisel auf dem ein „Drummer“ zu sehen war, der Künstler hatte ihn aus dem Material von „Hamas-Raketen“ hergestellt. Eigentlich ist diese kleine Stadt wirklich eine einzigartig schöne Idylle mit herrlichen Gärten, Grünanlagen und Wohngebieten, Schul- und Kindergartenanlagen.

Der Abschluss unserer Rundfahrt galt dem Besuch der  „western edge“ – die westliche Kante von Sderot. Hier befindet sich ein kleiner Hügel von dem aus der Blick nach Westen auf den Gaza-Streifen mit Gaza-Stadt in der Ferne und zum Norden hin nach Ashkelon geht. Erst wenn Du hier stehst – bekommst Du eine wirkliche Ahnung davon, wie nahe das alle bei einander liegt – in der südlichen Wärme dieses Tages überkommt mich plötzlich ein starkes frösteln, das meine Haut deutlich „kräuselt“. Nachdem Lior mir noch wichtige Informationen gegeben hat – blieben wir noch lange Zeit schweigend an diesem Ort stehen – Liors Gedanken blieben mir verborgen – ich selbst sendete mein Gebet hinauf zum EWIGEN.

Mein Dank geht an Lior, für die ausgezeichnete Führung durch Sderot – an einem kleinen Einkaufszentrum setzt Lior mich ab, erklärt mir noch den Weg zum Bahnhof und mit einer Umarmung und einem „Schalom u’wracha we lehitraot be esrat HaShem“ – Frieden und Segen und Aufwiedersehen mit Hilfe des EWIGEN verabschieden wir uns von einander. In einem kleinen Laden erstand ich zur Erinnerung an diesen sehr besonderen Tag am 1. Mai 2014 einen wunderschönen langen Rock und einen kleinen Rucksack und kam auf meinem Weg zum Bahnhof vorbei an einem Denkmal für die Gefallenen Israels, an dem noch ein Kranz, niedergelegt am Yom HaShoa vor wenigen Tagen, zu sehen ist. Der Weg zum Bahnhof von Sderot bietet wahre Augenweiden an Blumenpracht und interessant gestalteten Verkehrskreiseln – Sderot – Du bist wunderschön – du bist und bleibst in meinem Herzen – ich lege dich und deine Bürger – wie den ganzen Süden Israels und kol AM ISRAEL auf das Herz des EWIGEN!

Alle Bilder sind beschriftet –  und können per „klick“ vergrößert werden! Sderot 1. Mai 2014 ein %22very funny%22 houseSderot 1. May 2014 in opposition of Sderot Media CenterSderot 1. Mai 2014 - Police Station -1Sderot 1. Mai 2014 - Police Station-Rockets-3Sderot 1. Mai 2014 Police Station Rockets 1Sderot 1. Mai 2014 - Police Station-Rockets -2 Sderot 1. Mai 2014 one of several shelters on a school playgroundSderot 1. Mai 2014 Children's Playground 2Sderot 1. Mai 2014 Children's Playground  security behind the yellow circel in frontSderot 1. Mai 2914 - Lior's shirtSderot 1. Mai 2014 Chidrens's art 3Sderot 1. Mai 2014 Children's art 1Sderot 1. Mai 2014 Children's art 2Sderot 1. Mai 2014 Children's artSderot 1. Mai 2014 My heart ist afraidSderot 1, Mai 2014 Children's Play ground with shelterSderot 1. Mai 2014 a small castle as shelterSderot 1. Mai 2014 Beit HaKnessetSderot 1. Mai 2014 the %22Edge%22 of Sderot we're standing on a small  hillockSderot 1. Mai 2014 at the western edge of SdreotSderot 1. May 2014 drummer von rocket debrisSderot 1. Mai 2014 the %22Edge%22 of Sderot we're standing on a small  hillockSderot 1. Mai 2014 at the western edge of SdreotSderot 1. Mai 2914 view to Gaza-CitySderot 1. Mai 2014 - view to Gaza City zoomSderot 1. Mai 2014 view to the north - Ashkelon Sderot 1. Mai 2017 - view to Ashkelon zoomSderor 1. May 2014 Memorial for the FallenSderot 1. Mai 2014 - %22in the behalf  of SderotSderot 1. Mai 2014 - pretty  circleSderot 1. May 2014  - Circle zoomSderot 1. 2014 - Lady with harpSderot 1. Mai 2014 - %22Entrance%22  to Sderot from the north   pdf. Datei: Israels Waffenstillstand und der Mangel an Citizen Diplomacy – 2014

Link zum OriginalIsrasel’s Ceasefires and the Lack of Citizen Diplomacy – 2014

pdf.Datei: Zwei-Staaten Illusion – der Blick aus den Bunkern von Sderot von Noam Bedein 2009.doc

Link zum Original: Two-States-Illusion – The View from Sderot’s Bunkers – 2009

The Sdeot Media Center

Yom HaShoa – Konzert „KADDISH – I Am Here“ am 28. April 2014

Yerushalayim 28.4.2014 Concert KADDISH  - I Am Here Program TitelbildYerushalayim 28.4. 2014 - Jerusalem Theater 1Yerushalayim Yerusalem Theatre 28.4
Yerushalayim 8.4. 2014 Dr. Lawrence SiegelYerushalayim 28.4.2014 Concert KADISH-I AM HERE - COMPOSER DRYerushalayim 28.4.2014 Concert - KADDISHYerushalayim 28.4. 2014  Concert KADDISH - I Am Here - choirYerushalayim 28.4.2014 Concert KADDISG-I AM HERE - Honor to DrYerushalayim 28.4.2014 Concert KADDISH-I AM HERE - DrDie Einladung zum Konzert in der „Henry Crown Symphony Hall“ des Jerusalemer Theater im Zusammenhang mit dem Yom HaShoa, am Montagabend, 28. April 2014, hatte für mich persönlich noch einmal eine ganz besondere Dimension. Nie vorher hatte ich das Jerusalemer Theater kennen gelernt – und war daher auf ein derartig eindrucksvolles Gebäude in keinster Weise vorbereitet. Jetzt, wieder in D. zurück, habe ich mich natürlich zum Gebäude selbst sachkundig gemacht und hier im Text zwei Links versteckt: „About us -Theater“ und „About the Building

„KADDISH – I Am Here“ bewegt sich eingeleitet durch kurze, prägnante Skizzen über das Leben in Mitteleuropa vor dem Holocaust mit nachfolgend ergreifenden Einzelbeschreibungen der dunkelsten Tage und endet mit der Kraft der Überlebenden die durchlebten Höllen der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Über den ganzen Ablauf des Konzerts hinweg, entwickelten sich vor meinem geistigen Auge Bilder der jeweiligen geschilderten Situationen – eine äußerst neue Erfahrung für mich selbst. Das Anhören der Musik und das Mitlesen des gesungenen Textes machten wohl dieses Phänomen von realen Bildern möglich! Ich fühlte mich ganz persönlich mit hinein genommen in die jeweiligen Geschehnisse, es war mir nicht möglich mich von diesen subjektiven Einflüssen zu lösen – nein!

Für etwas mehr als eine Stunde war ich an diesem Montagabend in der Henry Crown Symphony Hall des Jerusalem Theaters auf sehr erstaunliche Weise und sehr stark emotional in die Geschichte, die Lawrence Siegel mir / uns musikalisch und literarisch erzählte, eingebunden.

Der Applaus am Ende dieser für mich persönlich einzigartigen und zutiefst bewegenden Aufführung war schier endlos – und einerseits war ich zunächst dankbar, dass ich nicht in eine Unterhörung darüber verwickelt wurde. Etwa zwei Stunden später, wieder in meinem Domizil zurück, hätte ich gerne einen mir nahe stehenden Menschen an der Seite gehabt, um über das Erlebte sprechen zu können. Immer wieder stiegen Bilder und Stimmen in mir hoch – und ich fragte mich „wie muss es jetzt den Überlebenden gehen die mit mir das Konzert gehört haben und die durch all die Höllen des Holocaust gegangen sind und ihre Liebsten verloren haben“.

Dieser Abend wird für mich immer ein unvergessliches Erlebnis bleiben – und wieder geht mein Dank an Arik Rav-On, der mir mit der Einladung diesen Abend ermöglichte.

die „grünen“ Wörter verbergen Links

Das Skript mit dem gesamten Text habe ich gescannt – der Text kann also hier nachgelesen werden. Für die „kleinen Schieflagen“ bitte ich um Entschuldigung, auch beim zweiten „Scan-Durchgang“ konnte ich es leider nicht vermeiden  – KADDISH – I Am Here – text Hebrew & English

___________________________________

Zu Lawrence Siegel und seinem Hinweis zu „KADDISH – I Am Here“

Lawrence Siegel bringt für die Komposition KADDISH fast dreißig Jahre Erfahrung in der Erstellung und Leitung von Musik-und Musiktheaterprojekten mit Texten aus mündlichen Geschichten, Interviews und Dialogen innerhalb von Bevölkerungsgruppen, mit. Als künstlerischer Leiter des Tricinium, bringt er sein Verbatim-Projekt“ * in Gemeinden, Schulen und Organisationen auf der ganzen Welt. Er hat eine große Menge an Vokalmusik, darunter das Comic-Oratorium „Do They Just Sing All Day?“ für den amerikanischen Boychoir und eine Reihe von Songs, zusammen mit Kammermusik, Orchester- und Musiktheater-Projekten, geschrieben. Seine Musik hat Auszeichnungen von der McKnight Foundation, der New England Foundation for the Arts, Mid-Atlantic Arts Foundation, der New Hampshire State Council on the Arts, und viele andere gewonnen. Er hat in Komposition am Tanglewood Music Center war ein Kerl, und drei Mal an der MacDowell Colony. Neben der Komposition seiner eigenen Konzertmusik, hat Dr. Siegel gemeinsam mit Paul Hodes, Dan Hurlin, Andrew Periale und Valeria Vasilevski Musiktheater – Arbeiten und viele andere gemeinsame Projekte geschrieben. Er wurde Hauskomponist bei der Eugene O’Neill Puppenspiel-Konferenz im Jahr 1999 und ist auch ein landesweit bekannter Künstler der traditionellen Musik. Er lebte seit 1986 vor allem in Westmoreland, New Hampshire

* „Verbatim Theater“ ist eine Form des dokumentarischen Theaters, in dem in Stücken von interviewten Menschen deren genaue Worte zu einem bestimmten Ereignis oder Thema gesprochen werden.

 Hinweis des Komponisten Dr. Lawrence Siegel

Kaddisch ist ein abendfüllender Zyklus von Original-Songs für Chor, Solisten und Kammerensemble. Es ist die Absicht, eine gemeinsame Basis zwischen denen die den Holocaust überlebt haben und den Zuhörern zu schaffen, die Bereitschaft, die Schatten der Überlebenden zu festigen, nachzuempfinden und zu fühlen und in unseren Herzen und auf unseren Rücken die zu tragen, die umgekommen sind.

Das Libretto für KADDISH ist weitgehend durch Zeugenaussagen Überlebender, vor allem aus erster-Hand-Interviews, die ein über mehrere Jahre durchgeführt wurden, entstanden. Ebenfalls enthalten sind mehrere Zeugenaussagen aus den Interviews vom „Fortunoff Video-Archiv für Holocaust-Zeugnisse an der Yale University und mit ihrer Genehmigung verwendet. Durch die wörtliche Verwendung von Zeugenaussagen, sind die Nachrichten eine authentische Version der Gefühle und Gedanken von einigen der Überlebenden des Holocaust.

Die fünfzehn Sätze des KADDISH sind in drei Abschnitte unterteilt. Das Stück beginnt mit Reflexionen über das Leben in Mitteleuropa vor dem Holocaust. Diese deuten auf eine breite Palette von sozialen Erfahrungen: Stadt und Land, Arm und Reich, säkularen und religiösem Leben, während zur gleichen Zeit eine gemeinsame kulturelle Identität in der jüdischen Struktur ihres täglichen Lebens erkennbar wird. Die Überlebenden, mit denen ich sprach hatten gemeinsam die „Inselerfahrung“ des Lebens unter Nachbarn – meist Polnisch und Ukrainisch -, die mit ihnen auf viele Arten auf einer täglichen Basis miteinander agierten, aber sie zur gleichen Zeit von frühesten Jahren hassten, gewalttätig gegen sie waren und ihr Leben grundlegend von ihrem Leben ausschlossen. Ebenfalls bemerkenswert war eine Liebe der Bildung, die seit den biblischen Anfängen eine Konstante im jüdischen Leben hat.

Der zweite Teil des KADDISH erzählt persönliche Geschichten von tatsächlichen Ereignissen, die während des Holocaust stattfanden. Er enthält nur ein paar der Unmenge von unvorstellbar schrecklichen Geschichten aus den Ghettos, Zügen und Lagern. Es ist eine Reflexion über die einzigartige „im-Feuer-gehärtete“ Qualität der Überlebenden, die aus dem Holocaust entstand. Dieser Abschnitt der Arbeit schließt mit einer Verbindung zum Dauerthema des jüdische Anderssein, einschließlich von übernommenen Texten aus der jüdische Bibel.

Der dritte und letzte Abschnitt des KADDISH beginnt mit „Litanei“, eine Art Appell von einer sehr kleinen Zahl der Toten – eine Liste, die dennoch für einige Zeit fortgesetzt wird. Es folgt eine Einstellung von Worten des Mourners‘ Kaddish selbst, gesungen für diese und alle Opfer des Genozid.

Das Stück schließt mit einigen Überlegungen, was das alles für die Überlebenden bewirkt. Eines der mächtigsten Themen ist, wie so viel in ihrem späteren Leben auf ihren Gefühlen über die, die gestorben sind basiert: ihre Eltern, Brüder und Schwestern, und ihre Kinder, die zusammen mit den Fremden zugleich in den barbarischen Abgrund geworfen wurden. Sie haben es als zwingend notwendig empfunden zu überleben und in ihrer Heftigkeit atemberaubend, neue Familien zu gründen. Wenn Naomi singt „Ich Bin Hier“ – ich habe überlebt“, und schauen Sie, wer mit mir ist!“, sagt sie uns, dass es ist, weil sie Kinder hat, die gesund, gut unterstütz und glücklich aufgewachsen sind, dass sie und wir, das jüdische Volk für den Moment gesiegt haben. Diese Kinder wurden geboren, um uns von der Zerstörung des Holocaust zu retten. Sie wurden geboren, um das Leben derer, die starben in irgendeiner Weise zu tragen.

Diese letzten Worte des KADDISH als Zeichen der Widerstandsfähigkeit und der Entschlossenheit der Überlebenden darauf, ihr Leben führen und in gewisser Weise dienen ihre Leben denen, die umgekommen durch das Leben in den Familien und dem heranwachsen von Kindern. Bis zum heutigen Tag können für einen Juden diese einfachen Dinge niemals als selbstverständlich gewährleistet werden. Daher sind Ordnung und Alltäglichkeit die einfache Möglichkeit, ein normales Leben zu haben, um Kinder zu erziehen, und sind letztendlich der große Segen der Überlebenden.

Wenn der Chor sich mit Naomi verbindet und singt „I Am Here“, beabsichtigen sie, als die große Gemeinschaft von Seelen gehört zu werden – und singen sie an uns zurück. Es ist ein schwacher Trost, diese große Gemeinschaft zu erträumen, uns in Harmonie zu verbinden, sie zu schätzen und sich ihrer zu erinnern. Aber es ist etwas, das vielleicht hilft ihr Leben auf unseren Rücken zu tragen, wie wir versuchen in unseren verschiedenen Wegen, die Welt zu reparieren.

 

 

Yom HaShoa – Kranzniederlegung am Vormittag des 28. April 2014

Yad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 - the at the upper entranceYad Vashem Jom HaShoa 28.4. 2014 View at Yad VashemYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 Shimon Peres and NetanyhuYad Vashem Jom HaShoa 28-4-2014 Shimon PeresYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 Honor during the Sierenes are runningjpgYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 High decorated IDF-MenYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 Netanyhua's wreath for the Israeli govermentYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 Wreath for the Jewish PartisansYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014  Wreath for Jewish VeteransYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014Yad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 Friends of Yad Vashem GermanyYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 special wreathesYad Vashem Jom HaShoa 28.4.2014 young Jewish group of Israel-pupils

Yad Vashem am Montag, 28. April 2014: früh hatte ich mich auf den Weg zum Herzlberg gemacht, um rechtzeitig an meinem Platz in Yad Vashem zu sein. Auch heute ging alles erstaunlich schnell – es war schon am Morgen sehr warm und Arik verweigerte mir, meinen Platz frühzeitig einzunehmen, in dem er mich bat, im Schatten zu warten. Mitarbeiter von Yad Vashem hielten für die Teilnehmer der  otgendlichen Zeremonie kleine Wasserflaschen bereit – eine sehr fürsorgliche Geste der Veranstalter.

Kurz vor 10 Uhr hatte eine Abordnung hoher Militärs der IDF die Plätze eingenommen – Israels Präsident Shimon Peres und Premierminister Benyamin Netanyahu, begleitet von Sicherheitskräften, trafen ein und pünktlich um 10 Uhr begannen die Sirenen landesweit für zwei Minuten zu heulen. Im Abraham Hostel, meinem Domizill für zwei Tage,  hatten Informationen bereits am Abend zuvor darauf hingewiesen mit der Bitte an die Gäste, sich in dieser Zeit ruhig zu verhalten und vielleicht auch stehend diese zwei Minuten lang zu gedenken.

Die Wartezeit zum Niederlegen des Kranz vom „Freundekreis Yad Vashem Deutschland e.V.“ wurde zum Ende hin von Arik Rav-On verkürzt und nach einer gemeinsamen Zeit in einem kühlen Raum mit Getränken konnte unsere kleien Gruppe an einer Führung, die Arik organisiert hatte, durch dasneue Museum:  „Bilder/Zeichnungen“ von ehemaligen Häftlingen und Überlebenden in der Zeit „danach“  – und den neuen Pavillon: „Gerechte der Völker“ teilnehmen. Ein Dank an Arik – das waren intersante, informative und auch bewegende Eindrücke, die wir bei diesen Besichtigungen mitnehmen konnten.

Die Bilder in der Reihenfolge:  1. Am oberen Eingang nach Yad Vashem / 2. Bick auf Yad Vashem / 3.+4. Ankunft von Israels Präsidenetn Shimon Peres und PM Benyamin Netanyahu / 5. Die Sirenen heulen / 6. Blich auf die Fackeln für 6 Millionen / 7. Netanyahu hat den Kranz für die Israelische Regierung niedergelegt /  8. Kranz des Rabbinats / 9. Kranz für die jüdischen Partisanen /

10.  Überlebende – HaShoa

Würde – Ehre

Euer Wohlbefinden – unsere Pflicht

/ 11. Kranz vom Freundekreis Yad Vashem Ceutschland e.V. / 13. zwei besondere Kränze, wie ich meine! / 14. eine israelische Schulgruppe mit ihren Shirts –  so viel zum Thema: Israel ist ein Apartheids-Staat

 

 

Erew Yom HaShoa in Yad Vashem am 27. April 2014

Yad Vashem Erew Yom HaShoa 27.4. 2014 Totale zoomYad Vashem Erew Jom HaShoa 27.4.2014 detailYad Vashem Erew Yom HaShoa 27.4.2014 - Ticket -Yad Vashem ERew Jom HaShoa 27.4.2014 Program -1jpgYad Vashem ERew Jom HaShow 27.4.2014 - Program -2Anfang April 2014 hatte ich eine Einladung für den Erew Yom HaShoa am Sonntag, 27. April und für die Veranstaltungen am Montag in Yad Vadhem – in diesem Jahr zum vierten Mal –  erhalten.

Eine Einladung für einen solchen Abend – und zum nächsten Tag – das ist schon etwas sehr Besonderes und in diesem Jahr  war es für mich, nach einem Jahr – ohne Reise nach Israel – wieder möglich, der Einladung nach Yad Vashem nach zukommen.

Da ich aus Erfahrung wusste, wie stark die Sicherheitskontrollen – und wie lang die Reihen der TeilnehmerInnen der Abendveranstaltung am Erew Yom HaShoa sind, fuhr ich vom „Davidka“-Platz, Jaffo Street, mit der „Rakevet“, wie die Jersualemer zu ihrer Straßenbahn, dem „CityPas“ sagen, auf den Herzlberg. (das kleine (5te) Bild von Links zeigt das Programm – per Klick vergrößern)

Arik Rav-On, Direktor für die deutschsprachigen Länder und die Schweiz von Yad Vashem, hatte mir gessagt, wo ich mich oben an der Straße melden sollte und sehr schnell ging es dann mit dem Shuttle hinunter nach Yad Vashem – gr0ße Kontrollen gab es hier oben am „Har HaSikkaron – Berg der Erinnerung,  diesmal kaum. Aber die Reihen unten vor dem Eingang waren schon sehr lang, und ich mitten drin!  Allerdings nicht sehr lange, denn eine Yad Vashem-Mitarbeiterin kam auf mich zu, schaute auf mein Namensschild, fragte nach meinem Pass, nahm mich aus der Reihe heraus, übergab mich einer anderen Mitarbeiterin, die mich an den langen Reihen durch den völlig leeren „Durchgang 3“ nach Yad Vashem hineinbrachte. Ich war natürlich total überrascht über diese für mich nicht nachvollziebare Bevorzugung – und natürlich auch sehr dankbar zugleich!

Arik hatte mir und zwei anderen Migliedern des „Freundeskreis Yad Vashem Deutschland e.V.“  Plätze in der dritten Reihe reserviert – unsere Namen waren an den Stuhllehnen befestigt und Kopfhörer für die englische Übersetzung lagen auf den Sitzen. Die Temperatur war an diesem Abend im Gegensatz zu meinen Besuchen in 2011 und 2012 angenehm – der Himmel wolkenlos – und die gesamte Atmosphäre von schwer beschreibarer Einzigartigkeit.

Auch in diesem Jahr war ohne Frage die Einladung zum Yom HaShoa nach Yad Vashem das absolute Highlight meines fünfwöchigen Israel-Aufenthalts. Die Empfindungen, als Deutsche  an diesem Tag an diesem Ort den eigenen Namen an einer Stuhllehne in Yad Vashem zu finden, kann wohl nur der/diejenige nachvollziehen, der/die so etwas einmal erlebt hat!  Der Link – grün – enhält alles zum Yom HaShoa von der Yad Vashem Website!

Yad Vashem Erew Jom HaShoa 27.4.2014 - Shimom Peres

Bilder vom Abend Reihelfolge: Präsident Shimon Peres / Prime Minister Benyamin Netanyahu / Dr. Shalom Eilati – Überlebender / Idas Ameni, Sänger / Hagit Yaso, Sängerin / sechs Fackeln für 6 Millionen, entzündet von 6 Überlebenden

Yad Vashem Erew Yom HaShoa  27.4.2014 PM Benyamin Netanyahu

 

Nachrichtenagenturen, Ynet – Veröffentlicht: 27. 04. 2014 , 22:35 / Israel Nachrichten

Yad Vashem Erew Jom HaShoa 27.4.2014 Dr.Shalom Eilati

Netanyahu spricht Iran-Warnung in seiner Holocaust Gedenkrede 

Yad Vashem ERew Jom HaShoa 27.4 2014 Idan Amedi

„Hat die Welt eine Lektion aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt? Heute sind wir wieder mit klaren Fakten vor einer realen Gefahr konfrontiert. Iran fordert unsere Zerstörung „, sagte er Ministerpräsident in seiner Holocaust-Gedenkrede.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eröffnete den jährlichen Gedenktag des Landes für die im Holocaust ermordeten sechs Millionen Juden indem er am Sonntag eine ernste Warnung an die Welt aus der Vergangenheit zu lernen und einen anderen Holocaust zu verhindern

Yad Vashem Erew Jom HaShoa 27.4.2014 Singer Hagit Yaso

Bei der Eröffnungsfeier in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem verknüpfte Netanyahu den Nazi-Genozid mit dem Verdacht auf Iran’s vermuteten Drang nach Atombomben zu erwerben und die wiederholten Verweise iranischer Führungspersonen zur Zerstörung Israels und seine Leugnung des Holocaust. Netanyahu sagte, dass genau wie vor dem Zweiten Weltkrieg es in der heutigen Welt solche gibt, die es ablehnen, unbequemen Wahrheiten ins Auge zu sehen,

„An diesem Ort habe ich viele Male gesagt, dass wir eine existenzielle Bedrohung rechtzeitig erkennen und rechtzeitig gegen sie handeln müssen, und ich frage heute Abend, „warum haben in den Jahren vor dem Holocaust die meisten Führer der Welt die Gefahr nicht rechtzeitig gesehen? Im Nachhinein waren die Zeichen da“, sagte er.

Yad Vashem Erew Jom HaShoa 27.4.2014 Thorch-Lights

„Hat die Welt aus den Fehlern der Vergangenheit eine Lektion gelernt ? Heute sind wir wieder mit klaren Fakten und einer realen Gefahr konfrontiert. Iran fordert unsere Zerstörung, Sie entwickeln Atomwaffen.“

Die Hauptfeier am Sonntagabend in Yad Vashem umfasste sechs Überlebende, die sechs symbolischen Fackeln anzündeten, um der 6 Millionen Toten zu gedenken. In einem Video- Segment wurde die persönliche Geschichte eines jeden Einzelnen vorgestellt………………

Der ganze Beitrag (deutsch) von Ynet hierNetanyahu – Yom HaShoa 27.4.2014

Link zur Rede von Netanyahu: Netanyahu issues Iran warning in Holocaust memorial speech

Link zu Yad Vashem: Yad Vashem – deutsch

22. – 24. April 2014 – Besuch bei Selda und Shalom in Haifa

29.11.2013 Selda und Shalom Stamberg in Bisingen 11:2013Fünf Monate, nach dem Shalom, ein Überlebender unseres Konzentrationslagers (Unternehmen „Wüste“ – Wüste Werk 2) und Selda bei uns zu unserem 10jährigen Vereins Bestehen, Ende November 2013 als Ehrengäste bei uns waren, konnte ich sie endlich auch wieder einmal in Haifa besuchen.

Gesundheitlich waren beide sehr angeschlagen, Selda war gestürzt und hatte sich wirbelsäulennah mehrere Rippen gebrochen und trug ein sehr kompliziertes „Stütz-System“ – und Shaloms Probleme hingen mit seinen Nachuntersuchungen zu seiner Kopfverletzung aus den Kohlegruben Jawiszewics, 1944, zusammen. An eine Befragung, zu seiner Lebensgeschiche, die er mich gebeten aufzuschreiben, konnte nter diesen Umständen nicht gedacht werden – so gab es für mich eine Zeit der Ruhe – und unverhofft einen Besuch des Zoo’s auf dem Carmel.

Ich hatte für Shalom Bilder vom November zur Vergrößerung in ein mir bekanntes Fotogeschäft im Carmel-Center gebracht. Seine Wünsche für die Größe der Bilder entsprach nicht den herkömmlichen Mustern – so hatte ich einige Zeit zu warten und schwankte zwischen: zurück zu den Freunden oder was??????? – und ich entdeckte beim Herumlaufen plötzlich den Eingang zum Zoo – und ganz klar – ich ging hinein.

Das war eine gute Entscheidung – einige Bilder werden davon erzählen –ohne große Kommentare. Der Zoo liegt am Berghang – ist eine wunderschöne Anlage und verlangt dem Besucher einige Auf’s und Ab’s ab! Aber es ist wirklich eine ganz einzigartig schöne, zum Teil wirklich romantischen Anlage – den Tieren kann es hier wirklich gut gehen.

Die Fahrt mit der Carmelit-Bahn ist für mich immer wieder ein Vergnügen – das Geräusch ihres Herannahens ist unüberhörbar – und die gesamte Anlage für mich als technisch unbedarfte Person ein wahres Wunder.

Haifa April 2014 Station Bnei ZionHaifa April 2014 CarmelbahnHaifa April 2014 Carmelbahn abwärtsHier im Bereich der Station „Benei Zion“ – einem der bekannten Krankenhäuser Haifas  wohnen Shalom und Selda. Für NIS 3.50 hat mir ein netter Sicherheitsmann der Station  mein Ticket gelöst – und auf der Rückfahrt

Damit ich nicht zu viel schreiben muss – habe ich zwei Links zur Carmelit-Bahn eingestellt: KarmelitCarmelit U-Bahn 

Haifa April 2014 Blick aus dem Fenster zoomVom Fenster der Freunde ist eine herrliche Aussicht nach Norden, wenn klares Wetter ist sieht man die weißen Kreidefelsen von Rosh Hanikra (direkt an der Grenze zum Libanon) hell leuchten – und die Kuppel des Bahai-Tempels, zur anderen Seite aus dem Fenster, ist auch ein durchaus ansehenswertes Objekt.

Haifa April 2014 - Shalom an seiner WandShalom hat in seinem Zimmer, in dem es alles seine Auszeichnungen sehen gibt über der Couch eine große Bilderwand installiert, in der er viele Bilder auch von seinen Besuchen bei uns in 2003 / 2005 / 2007 / und 15 Bilder + 2 Presseberichte von 11/2013 unterbringen wird.

Am Donnerstagabend, 23.4.2014 erhielt er einen Anruf aus Yerushalayim – er würde am Sonntag, 27.April um 14Uhr nach Yerushalayim zu einen Treffen mit Premier Minister Benyamin Natanyahu abgeholt werden. Es war erstaunlich mit anzusehen, wie ihn diese Einladung gut tat!

Ich selbst hatte für den Erew Jom HaShoah, am Sonntagabend – 27. April – eine Einladung nach Yad Vashem – es wird ein separater Bericht.

Netanyahu erzählte in Yad Vashem in seiner Rede von Gesprächen mit Shoa-Überlebenden am Nachmittag – und ich wusste sofort, dass einer der Gesprächspartner „mein“ Shalom war – kenne ich doch seine Geschichte nur allzu genau!

Als ich am Abend von Yad Vashem ins Hostel zurückkam und meine Nachrichten im Internet durch sah, fand ich ein YouTube-Video mit einem Ausschnitt von zwei Shoah-Überlebenden im Gespräch mit Netanyahu- zunächst mit einer Überlebenden und danach Shalom – das Video ist dann im Bericht über den Erew Yom HaShoa am Sonntag Abend, 27. April und dem nachfolgenden Montag  anzuschauebb – allerdings natürlich in hebräischer Sprache

Ja, und damit endet dann auch dieser Bericht – die nachfolgenden Bilder vom Zoo mögen allen Besuchern meiner Seite ein wenig Freude bereiten.

Haifa April 2014 Cafe-AromaHaifa April 2014 - CarmelCenter Station Gan Ha'emHaifa April 2014 BeautyAngekommen auf dem Carmel, der Enstaion  „Gan HaEm“ – zunächst ist mal ein Cappuchino im Cafe „Aroma“ an der Reihe, nachdem die Vergrößerungen der Fotos in Auftrag gegeben waren. Die hübschen gelben Blüten auf langen Stielen gefallen mir außerordentlich gut. Ja, und dann ging ich ein wenig herum – und stand plötzlich vor dem Eingan zum Zoo! Die Entscheidung, dort einen Besuch zu machen, ließ nicht lange auf sich warten! NIS 25,- in etwa 5,- Euro – davon können wir in Deutschland ja nur träumen!!! Die ganze Anlage ist wunderschön – an das Carmelgebirge angeschmiegt – es geht tüchtig „rauf und runter“ – die ganze Anlage ist ohne Übertreibung als sehr „romantisch“ zu benennen – sehr gepflegt – und gelegentlich gibt es wunderschöne Ausblicke zum Meer hin! Viele Kinder- und Jugendgruppen waren mit ihren Betreuern unterwegs auf den schmalen Wegen der Anlage – und es war unübersehbar – wir alle freuten uns über einen schlafenden Leoparden und einen „hello dear friend“ grüßenden „hamaqdryas-baboon“ – die sich streitenden Pelikane und die schlafenden „Meercats“! Ein wunderschöner, unvorher gesehener Ausflug in die herrliche Schöpfung des EWIGEN 🙂

Haifa April 2014 Zoo Meerkats -1Haifa April Zoo Meercats -2Haifa April 2014ZooHaifa April 2014 Zoo -3Haifa April 2014 ZooHaifa April 2014 Zoo - Hallo dear friend Hamadryas baboonHaifa Aprial 2014 Zoo -2Haifa April 2014 Zoo -PelikaneHaifa April 2014 Zoo - View to the JamHaifa April 2014 Zoo Sleep well -Leopard

 

Mit herzlichem Shalom aus Haifa Ihre/Eure AhuvaIsrael

 

 

 

 

 

Der Seder Abend in Shavei Zion – und ein Besuch in Tirat Zvi

IMG_0204 Pessach 2014 Shavei ZionZum Pessach-Fest – in 2014 vom 15.-21. Aprilin Israel zu sein, hat für mich bereits eine gewisse Tradition. Dass ich im vergangenen Jahr nicht in Israel sein konnte – besonders zu dieser Zeit, war für mich nicht so leicht. Warum das so ist hängt mit der Rückkehr zu den Wurzeln meines Glaubens zusammen – denn diese Wurzel sind absolut und unwiederruflich jüdischen Ursprungs – schließlich war Yeshua/Jesus ein Jude – un berief sich in allen seinen Aussagen auf den Alten Bund, die Tora, die von ihm nie aufgelöst wurde!!!

Wenn wir vom „Lamm GOTTES“ lesen, zeigt uns das in aller Eindeutigkeit den Zeitpunkt – das Pessach-Fest selbst –  als Zeitpunkt der Kreuzigung Yeshuas/Jesu – und nicht das „christliche  Ostern“!!! Dazu: Matthäus 26, 17ff – Markus 14,12ff – Lukas 22, 7ff!!!

Es waren die Kirchväter unter Kaiser Constantin, die uns diese Trennung von den jüdisch-blibischen Festen einbrachten – samt der Substitutions-Lehre – der sog. „Ersatztheologie“, die besagt, dass der EWIGE die Juden für alle Zeit verworfen hat, und die Kirche das neue Israel ist!!! Wir habe keinerlei Recht uns zu wundern, wenn uns jüdische Menschen sagen; „Ihr habt Euch Eure eigene, neue Religion und Eure eigenen, unbliblischen Feste geschaffen“ – Ihr habt Euch vom Wort getrennt“! Und Recht gaben sie, denn Yeshua/Jesus hat selbst gesagt

IMG_0207 Pessach 2014 Shavei Zion Pesach-DishesIMG_0213 Pessach-DishesIMG_0215 Pessach 2014 Shavei Zion Candles

 

PICT4146 Pessach 2014 Shavei Zion 10 Tropfen für 10 Plagen

10 Tropfen aus dem eigenen Weinglas mit dem Finger auf den eigenen Teller getippt symbolisieren die 10 Plagen gegen Ägypten, die notwendig waren, dass Pharao die Iraeliten ziehen ließ!!!

 

Tirat Zvi Ruths Shabbat-Leuchter

Vom 18. – 20. April stand der Besuch bei Ruth in Tirat Zvi, Jordan-Valley auf dem Plan. Ruth ist die Tochter des ehemaligen Rabbinatsverwesers in Haigerloch. Mit einer Jugend-Aliya-Gruppe kam sie nach England und konnte  viele familiäre religiöse Kostbarkeiten mitnehmen – d.h. die Haigerlocher nicht-jüdischen Freunde verbrachten diese in ihr pesönliches Gepäck – und so sind sie noch heute in ihrem kleinen Haus zu sehen. In irgendeinem meiner Reiseberichte, habe ich dazu ausführlicher geschrieben. Ihre Familie, der Vater die Mutter und der Bruder wurden nach Riga deportiert und dort ermordet. Das Bild zeigt die Schabbat-Leuchter der Famile Spier von Haigerloch – die jetzt bei Ruth in Tirat Zvi, die besonders an den Sbabbat -Abenden, wenn Ruth die Kerzen anzündet,  immer wieder sehr schmerzhafte Erinnerungen hervorrufen. 

Tabor  bei Nazareth Debora und Barak

Mit derm Zug von Nahariya nach Haifa bis zur Station Lev Hamifratz und von hier mit von der Central-Bus Staion Lev HaMifratz (im Norden von Haifa) nach Afula und von dort weiter nach BethShean, ist für mich immer noch eine interessante Fahrt. Vom Bus aus konnte ich sehr gut die Arbeiten an für die Zugstrecke von Nahariyya nach Karmi’el sehen – da gehen gewaltige Dinge vor sich – soweit ich weiß, ist an dieser Strecke die Deutsche Bundesbahn beteiligt. Das Bild zeigt in der Ferne den Berg Tabor – siehe Richter 4, 12ff

Wie immer, in Beit Shean angekommen, ist ein Monit ( Taxi) notwendig, um ans Endziel nach Tirat Zvi zu kommen. Die vielen Besuche bei Ruth haben mich schon „klug“ gemacht – aber diesmal war alles etwas anders. An der Ecke, an der der Bus hält, ist eine kleine Imbisstube. Die jungen Israelis dadrin fragten, bevor ich noch nach einem Taxi telefonieren konnte, ob sie mir helfen könnten. Ich sagte, dass ich nach Tirat Zwi will – und siehe da, das Auto, das „vor der Tür stand“ – wurde mein Taxi – und ich sparte auf diese Weise immerh

in 20 NIS (Issraelische Schekel) und hatte dazu noch eine interssante Unterhaltung mit den zwei jungen Leuten, die nicht aufhörten Fragen zu stellen, warum ich im Land bin, waren ungemein freundlich und interessiert – und brachten mich sicher und  gut vor Ruths Haustür! Ihre Telefonnummer ist notiert für’s nächste Mal :)!

Ruth selbst kann sich nun nur noch mit ihrem kleinen Gehwagen in der Wohnung fortbewegen – ihr Kopf arbeitet jedoch immer noch hervorragend. Sie ist überglücklich, dass  die meisten ihrer Enkel in die neue Wohneinheit im Kibbutz zurückgekommen sind – und sie ihre ganze Familie mit immerhin 13 Urenkeln beinahe komplett um sich hat.

Tirat Zvi - beautiful View to Moab 19.4

Tirat Zvi View to  Moab 2

Tirat Zvi - little Sparrows

Den Erew Shabbat verbrachten wir bei Ihrer Tochter mit der Familie  – es ist eine große Freude für mich, dass ich immer so herzlich von allen willkommen geheißen werde. Das Wetter war leider recht „chamsimig“ – sehr warm – vor allem am Shabbat-Samstag – und die Sicht gleich Null – so musste auf schöne Fotos einfach diesmal verzichtet werden. Nur wenige

Von diesem Besuch in Tirat Zvi und der Fahrt zurück sind nicht viele Bilder entstanden – doch haben mich die Busse (nicht „Egged“) fasziniert, die in der Front und an den Seiten im Wechsel – jeweils außen – zwischen den Angaben Ihrer Zielorte im Wechsel ein „Chag Sameach“ – frohes Fest – zeigten!!!

Afula Bus Chag Sameach

So viel bis zum nächsten Mal – mit einem herzlichen Schalom allen Besuchern der Seite von AhuvaIsrael

Nahariya - Bielefeld -

Nahariyya - Fahnen der Partnerstädte

Nahariya Pinguin - Bus Chag Sameach