Schabbat Schalom und Pessach Sameach

Shavua Tov - Pessach 2016 wiße Tulpen  KopieLeider bin ich gerade auf dieser wichtigen Seite zu spät dran mit dem Bild meiner Überschrift – meine Erkrankung macht mir so manchen  „Strich durch die Rechnung“ – meinen Freunden konnte ich die Grüße jedoch rechtzeitig posten. Auch die Gebete für den SCHABBAT HAGADOL oder wie er auch heißt: SHABBAT SCHABBATON – immer dann wenn der Schabbat in SHABBAT SHALOM  April  23, 2016 and Pessach Sameachunmittelbarer Nähe zu hohen Feiertagen liegt oder direkt mit hohen Feiertagen  zusammen fällt – und für das Pessachfest fanden zeitgerecht statt.

Im Nachtrag die beiden Bilder mit meinen Grüße, – die Pessachwoche ist ja noch nicht zu Ende

Unter den Kategorien „Israels Feste“ und „Heilige Schrift…..“ sind Berichte zum Pessach-Fest enthalten. Einfach ein wenig scrollen      

WO SIND DIE ZEHN STÄMME?

logo-carmel-chronikAnmerkung AhuvaIsrael: nachfolgenden Beitrag habe ich meiner heißgeliebten „Carmel Chronik“ – Ausgabe Juli 2015, entnommen. Anmerken möchte ich dazu, dass die Herausgeber dieser kleinen monatlichen Zeitschrift aus Haifa vor vielen  Jahrzehnten als gläubige Christen und christliche Zionisten aus Norwegen nach Israel kamen. Sie haben viele Jahrzehnte in Haifa das Haus „Seemannskirche“ geleitet und sind mit Israel zutiefst verbunden. Mit Gro bin ich vor vielen Jahren mit einer kleinen Gruppe in ihrem kleinen Bussle viele jüdische Freunde im Shomron – Samarien – besucht. Das war eine Zeit, die ich nicht missen möchte____________________!

Von Per Faye-Hansen

In der letzten Zeit haben sich die Christen viel mehr als die Juden mit dem Problem der „verschwundenen zehn Stämme“ beschäftigt. Jahrhundertelang waren die Juden mehr interessiert, das Gesetz und die Propheten zu studieren. Jetzt ist hier eine Wandlung zu verspüren. In den Prophezeiungen der Bibel, besonders in Hesekiel 37,15-22, findet man klare Verheißungen, dass in der Zukunft nicht mehr zwei Völker und zwei Reiche sein sollen, Juda und Israel. „Denn der Herr will sie dann zu einem einzigen Volk machen in dem Lande, auf den Bergen Israels, so dass ein einziger König über sie alle herrscht – sie sollen alsdann nicht wieder zwei Völker bilden und nicht wieder in zwei Reiche geteilt sein.“

Daraus geht deutlich hervor, dass sowohl Juda wie Israel fortwährend existieren müssen und die zehn Stämme bleiben und nicht verschwinden dürfen. Der Herr hatte durch den Propheten Jeremia bestätigt und versichert, dass genau so, wie ER „die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht, so soll der Same Israels nicht aufhören, ein Volk zu sein ewiglich“ (Jer. 31,35-36).

Also sind keine Stämme verschwunden. Wir erinnern uns, dass Israel unter David und Salomo ein Reich war, aber nach dem Tode Salomos in das Reich Juda im Süden und das Reich Israel im Norden geteilt wurde. Das Reich Juda umfasste die Stämme Juda und Benjamin, während die anderen zehn Stämme das Reich Israel ausmachten mit Samaria als Hauptstadt. Im Jahre 722 v. Chr. haben die Assyrer das Reich Israel erobert und einen großen Teil der Einwohner nach Assyrien deportiert. Wir lesen in 2.Kön. 17,23: „Also ward Israel aus seinem Lande weggeführt nach Assyrien bis auf diesen Tag.“

Seitdem hat man wenig von den zehn Stämmen gehört.

Im Jahre 586 eroberten die Babylonier Jerusalem und das Reich Juda und deportierten die Juden nach Babylonien. Nachdem aber der König in Persien, Cyrus oder Kores, 536 v.Chr. sowohl Assyrien wie Babylon erobert hatte, ließ er die Juden, die das wollten, nach Jerusalem zurückkehren. Wahrscheinlich sind dann auch einige Israeliten von Assyrien nach dem Lande Israel zurückgekehrt. In Babel blieben aber die meisten zurück und bildeten dort ein jüdisches Kultur-Zentrum.

Aus einigen Bibelworten wird deutlich, dass keine absolute Isolierung praktiziert wurde zwischen Juda und Israel in der Zeit des geteilten Reiches vor 722 v. Chr. Unter den guten Königen Hiskia und Joshia, die große religiöse Reformen durchführten, hören wir, dass „Hiskia sandte hin zum ganzen Israel und Juda und schrieb Briefe an Epliraim und Manasse, dass sie kämen zum Hause des Herrn gen Jerusalem, Passah zu halten dem Herrn, dem Gott Israels“ (2. Chron. 30,1).

Die Eilboten aus Jerusalem zogen von einer Stadt zur anderen im ganzen Israel, von Beersheba bis Dan, und wenigstens vier von den zehn Stämmen werden mit Namen genannt. Obwohl

viele über die Boten gelacht und sie verspottet haben, lesen wir in Kapitel 30,25: „Und es freuten sich die ganze Gemeinde Judas die Priester und Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen waren, und die Fremdlinge, die aus dem Land Israel gekommen waren und die in Juda wohnten.“ Und Vers 11 bestätigt: .Etliche von Asser und Manasse und Sebulon demütigten sich und kamen gen Jerusalem.

Dies ist also deutlich ein Versuch, sich von der Seite Judas — und teiIs auch gelungen – das ganze Israel wieder zu sammeln. Wir müssen damit rechnen, dass nicht wenige von den zehn Stämmen sich wieder mit Juda völkisch und geistig vereinigt haben.

Aus diesem Grunde ist es falsch, zu sagen, dass sich die heute nur aus den Stammen Juda und Benjamin zusammensetzen. Wir müssen vielmehr mit einer regulären Gemeinschaft zwischen Juda und Israel rechnen, weil es bei dem großen Passah-Fest des guten Königs Joshia heißt: „Die Leviten lehrten ganz Israel. Es war kein Passah gehalten in Israel wie das, seit der Zeit Samuels, des Propheten; und kein König in Israel hatte solch Passah gehalten, wie Joshia Passah hielt und die Priester, Leviten, ganz Juda und was von Israel vorhanden war und die Einwohner zu Jerusalem“ (2. Chron. 35, 3.18)

Deshalb glauben die heutigen Juden in dem wiederhergestellten Staate Israel, dass es Vertreter sämtlicher Stämme gibt unter denen, die jetzt zusammenkommen und das Land der Väter wieder aufbauen.

Im Jahre 1951 kamen Tausende von irakischen Juden nach Hause; eben von den Gebieten der früheren großen Reiche Assyrien und Babylonien. Es ist natürlich anzunehmen, dass Nachkommen der Deportierten von dem alten Reiche Israel sich auch in dieser „Operation Alibaba“ befunden haben. Obwohl die Israelis heute meistens nicht wissen, zu welchem weichem Stamm sie gehören, müssen wir mit der Überzeugung der heutigen Juden selbst rechnen, nämlich dass sämtliche Stämme schon in Israel vertreten sind. Die Angehörigen des Priesterstammes sind oft offenbar durch die Namen Levi – Cohen – Kahn usw.

Viele möchten vielleicht hier fragen: Was hat denn die Trennung zwischen Juda und Israel zu bedeuten, die für viele Christen heute so wichtig geworden ist, das sie meinen, hier den Schlüssel zum Verständnis der ganzen Bebel gefunden zu haben. Hier sind nun interessante Tatsachen an das Tageslicht dadurch gebracht, dass die Juden selbst angefangen haben, die Prophezeihungen und das ganze Problem wissenschaftlich zu untersuchen.

Verschiedene christliche Gruppen meinen beweisen zu können,

dass die zehn Stämme von Assyrien nördlich und westlich gewandert sind und letztlich die angelsächsischen, germanischen und nordischen Volksgruppen bildeten. England und Amerika sollten dann die Joseph-Stämme Ephraim und Manasse, die Deutschen Simeon, Dänemark Dan, Norwegen Teile von Benjamin vertreten usw. Diese Ideen wurden schon vor mehr als 25 Jahren aus England nach Norwegen importiert, u. a. von dem Ingenieur Albert Hiorth, der mich als jungen Studenten beauftragte, die Angelegenheit näher zu untersuchen. Bei dem Studium dieser Literatur vom

„Covenant Publishing House“ in England wurde es mir bald deutlich, dass diese Theorien sowohl philologisch wie historisch sehr schlecht untermauert und mehr kurios als korrekt anzusehen sind.

Bei der Wiederaufrichtung des Staates Israel haben sich diese Theorien dokumentiert als britischer Chauvinimus gefährlichen Charaters. Die „Britisch-Israel–Gläubigen“ sind so weit gegangen, dass sie öffentlich die norwegische Regierung

gewarnt haben, den Statt Israel anzuerkennen. England, als das wahre Israel, sollte Palästina besitzen, nicht aber die gefährlichen Zionisten, die als die „Juden der satanischen Synagoge der „Offenbarung“ anzusehen sind. In Norwegen wurde also schon vor vielen Jahren klar, dass diese kuriosen Ideen benutzt werden, um das britische Imperium mit der Bibel zu begründen. Deshalb lasen wir auch in der britischen Begründung diese Theorien:

„Nur in dieser Weise bekommen wir das wahre prophetische Licht über den Ursprung, die Geschichte und das Ziel Britanniens.“ Und weiter: „Wenn Britannien nicht Israel ist, muss es untergehen vor dem wahren Israel – aber die letzten Tage sind schon hier.“ Und weiter: „ln einem kommenden Konflikt muss Israel-Britannien als Leiter der Nationen für Gott kämpfen gegen den Antichristen, Britannien ist heute der Leiter, „the chief“ von den Nationen und hat auch das Heilige Land 1917 befreit, Wenn Britannien nicht Israel ist, dann ist Jerusalem heute nach Lukas 21, 24 noch von den Heiden zertreten.“

Wir wissen aber leider nur zu gut, dass Britannien auch als Imperium untergehen musste, und dass Jerusalem von den Heiden zertreten ist. Bei der Belagerung Jerusalems 1948 haben die Briten auch dokumentiert, dass sie echte Heiden waren mit den Arabern zusammen.

Wie weit gehen denn diese Gedanken und was sollen wir dazu sagen? Vor dieser Verwirrung können wir nur stark warnen, denn hier geht es nicht um Auslegung, sondern um Einlegung in die Heilige Schrift! Man macht ganz einfach ein kurloses Postulat und sucht überall in der Schrift Worte, die in diese Richtung zeigen können. Geschichtliche und philologische Tatsachen interessieren überhaupt nicht mehr.

Die Menschen bewegen sich immer zwischen Extremen – Äußerlichkeiten -; so verirrt man sich schnell zum anderen Extrem, alle und alles ist Israel. Eigentlich ist diese British-Israel-Theorie nur eine neue Ausgabe des alten kirchlichen Hochmutes, wobei man sich selber an die Stelle Israels setzt.

Lange genug hat die Theologie behauptet, dass die Kirche oder die Christen „das geistige Israel“ sind, das die Rolle des jüdischen Volkes in der Heilsgeschichte übernommen hat.

In derselben Weise behaupten jetzt diese Stämme-Theoretiker, dass sie selber und ihre Mit-Christen das eigentliche Israel sind,   die nun mit Juda und Benjamin, den eigentlichen Juden, wieder vereinigt werden sollen.

Das wahre Moment in diesen Gedanken ist die Lehre des Epheserbriefes, dass die gläubigen Heidenchristen Mitbürger und Miterben Israels sind und damit die Hausgenossen Gottes. Daraus kann man aber nicht schließen, dass Israel und gewiss Heidenvölker identisch sind.

Man muss ja auch fragen: Wo geht die Grenze? Wer ist und wer ist nicht? Konsequent durchgeführt führen diese Theorien in die größte Verwirrung. Solche Übertreibungen und Missverständnisse sind Folgen der verkehrten und

mangelhaften Verkündigung von der Aufgabe Israels in der Heilsgeschichte und der Wiederherstellung des Jüdischen Volkes in unserer Zeit.

Die Erfüllung der biblischen Prophezeiungen im Lande und Israel in unseren Tagen, gibt uns allen Grund, das Bibelwort korrekt und konkret zu verstehen – so wle es geschrieben steht. Lasset denn Israel sein und die Nicht-Juden Heiden! Im Neuen Testament werden die Worte „Jude“ und „Israel“ auch mehrmals in derselben Bedeutung benutzt – obwohl vielleicht mehr oder weniger nuanciert. Paulus spricht direkt von „unserem 12-Stämme-Volk“, das in ständigem Gottesdienst, Nacht und Tag, hofft, die Verheißung zu erreichen, die Gott den Vätern gegeben hat. Also rechnet der Apostel damit, dass alle 12 Stämme zu seiner Zeit existierten und aktiv in ihrem Glauben waren – und dies ca 700 Jahre nach der Deportation nach Assyrien.

In der letzten Zeit haben wir nun auch von Wissenschaftlern in Israel hochinteressante Beiträge bekommen, um diese Überzeugung zu begründen, dass die 10 Stämme, ja, alle 12 Stämme, sich heute im Heiligen Lande wieder sammeln und zusammenfinden. Vor kurzem berichtet Philip Gillon in der Tageszeitung „Jerusalem Post“ von den Forschungsresultaten Professors J.J. Dr. Groen über die erblichen Krankheiten der heimgekehrten Juden. Dr. Groen leitet die Abteilung für Innere Medizin in der medizinischen Fakultät der Hebräischen Universität in Ein Kerem. Er meint, beweisen zu können. Dass gewisse erbliche Krankheiten nur zu finden sind in den zwei großen Hauptgruppen von Juden in unseren Tagen: den nord- osteuropäische ASKENASIM und den südlichen SEFARDIM. Die erwähnten Krankheiten sind ungefähr 40mal häufigre unter der ASKENASIM Juden als unter den übrigen Bevölkerung der Welt. Andere Krankheiten gibt es statistisch bewiesen nur unter den SEFARDIM-Juden.

Bei Untersuchungen der Wanderung der Juden aus dem alten Palästina meint Professor Groen beweisen zu können, dass die sefardischen Juden Nachkommen der zehn Stämme sind, die teils nach Assyrien deportiert waren und jetzt zurückkehren in das Land Israel und teils sich allmählich in Persien, Kurdistan und die Mittelmeerländer ausgebreitet haben, von wo sie auch jetzt wieder nach Hause kommen.

Wir müssen deshalb damit rechnen, das alle zwölf Stämme oder wenigstens Vertreter aller zwölf Stämme schon in Israel sind und gemeinsam das Land ihrer Väter wieder aufbauen in voller Übereinstimmung mit den biblischen Weissagungen. Eine eventuelle nähere Identifizierung der Stämme in der Zukunft erwarten wir natürlich mit Spannung und Freude. <>

 

 

Ein Gruß zum Wochen-Fest – Shavuot am 24./25. Mai 2015

Shavuot Sameach 6.:7. Ijar 5775Zum Shavuot-Fest, immer! am 5. und 6. Siwan, das in diesem Jahr exakt mit dem christlichen Pfingstfest  zusammenfällt wünsche ich dem Bundesvolk des Ewigen weltweit – besonders jedoch in Israel ein fröhliches Fest der ersten Ernte und der Übergabe des Ewigen der Tora an SEIN Bundesvolk am Sinai.

Der EWIGE  segne SEIN Bundesvolk und schenke ihm ein friedvolles und fröhliches Wochenfest – Shavuot!

 

Mehr darüber habe ich bereits in einem Beitrag im Mai 2009 geschrieben – hier: Schawuot – Wochenfest 2009 – ein Nachtrag

Ein zweiter Beitrag wurde  im Mai 2012 hinzugefügt, hier: Gedanken zum “Shavuot-Wochenfest” und dem “christlichen” Pfingsten

 

 

 

Ahrons Schweigen – Wochenlesung/Paraschat „Schemini“ Wajikra – 3. Mose 9,1 – 11, 47

zeitlosaktuell - coverAnmerkung von AhuvaIsrael zuvor: Als ich heute morgen, Schabbat, 18, April 2015,  diese Wochenlesung und in meinem „Schatzkästlein von Zwi Braun: „Zeitlos aktuell“ die dazu gehörende Auslegung gelesen hatte, blieb ich an dem Abschnitt „Ahrons Schweigen“ hängen.

Wie in diesem Abschnitt drei Tag, nach dem in Israel der „Jom HaShoa“ begangen hat, das Schweigen Ahrons erklärt wird, hat mich zutiefst bewegt. Seit 14 Jahren lese die Wochenlesungen und seit 12 Jahren habe ich die Bücher von Zwi Braun, die mir ein jüdischer Freund schenkte. Nie in all den Jahren war mir dieser Abschnitt der Auslegung zu „Wajikra“ so ins Herz gegangen, wie heute morgen.

Einige Passagen aus Zwi Brauns Auslegung möchte ich hier einbringen, die den Grund zu „Ahrons Schweigen“ zum entsetzlichen Verlust seiner beiden Söhne, Nadaw und Awihu am Einweihungstag des Wüstenheiligtum mit dem Holocaust und dem „unmittelbare Schweigen danach“ in Zusammengang bringen.___________________ENDE

In 3. Mose 10, 3 lesen wir, was Mose direkt nach dem das Feuer des EWIGEN die beiden Söhne von Aharon „verzehrt hatte“, sprach: Da sprach Mose zu Aaron: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg still.“

Zwi Braun: Ahron schwieg, er erging sich nicht in Fragen und Anklagen gegenüber Gott. Für diese Selbstdisziplin, die fast übermenschliche Kräfte erforderte und laut Raschi wurde Ahron für diesen großen Verlust „entschädigt“ – Gott stellte ihn sogleich in neue Aufgaben, wie in 3. Mose 10 ab Vers 8 zu lesen ist:

Der HERR aber redete mit Aaron und sprach:

Du und deine Söhne mit dir sollt keinen Wein noch starkes Getränk trinken, wenn ihr in die Hütte des Stifts geht, auf dass ihr nicht sterbet. Das sei ein ewiges Recht allen euren Nachkommen,

10 auf dass ihr könnt unterscheiden, was heilig und unheilig, was rein und unrein ist,

11 und dass ihr die Kinder Israel lehret alle Rechte, die der HERR zu ihnen geredet hat durch Mose.

Zwi Braun weiter: Ahrons Schweigen bedeutet nicht Stillstand, Selbstaufgabe, Resignation, mit neuer Kraft ging er an die ihm gestellten Aufgaben heran. (….) Vielleicht können wir den Verlust der Söhne Ahrons, einen Verlust auf individueller Ebene, mit einer Katastrophe auf‘ nationaler Ebene vergleichen, dem Verlust eines Drittels des jüdischen Volkes in der Schoa. Stumme, fassungslose Trauer war wohl die erste Reaktion und wer kann sich schon anmaßen, Antworten auf all die Fragen zu geben, die uns in diesem Zusammenhang bedrängen?

Braun lässt hierzu Michael Wyschogrod, USA, als eine zeitgenössische Stimme zu Wort kommen. Wyschogrod selbst sagt: „das Wesen des Glaubens besteht eben gearde darin zu glauben“, und fährt fort:

„dass Gott tun kann, was Menschen unbegreiflich ist. In unserem Zeitalter schließt dies den Glauben ein, dass Gott Seine Verheißung erfüllen wird, Israel und die Welt trotz Auschwitz zu erlösen. Kann ich begreifen, wie dies möglich ist? Nein, ich kann es nicht. Und besonders kann ich nicht verstehen, wie Er es jemals wieder gutmachen kann an denen, die im Holocaust umkamen. Aber mit Avraham glaube ich, dass Er es tun wird. Entweder existiert der Gott Israels oder Er existiert nicht. Es ist nicht so, dass Er zu Zeiten existiert und dann wieder nicht. Es mag Zeiten geben, in denen die Beweiskraft, dass Er existiert, überwältigend erscheint, zu anderen Zeiten, dass Er nicht existiert. Aber dies hat mit der Veränderung des Beweismaterials zu tun, nicht mit Seiner Existenz.“

Abschließend lässt Zwi Braun den jüdischen Religionsphilosophen Emil Fackenheim (1916 – 2003) zu Wort kommen, der in diesem Zusammenhang von einem 614. Gebot gesprochen hat, von der „gebietenden Stimme von Auschwitz“ mit folgendem Inhalt:

  1. Die Notwendigkeit, das Geschehene zu berichten.

Für einen Juden, der die gebietende Stimme von Auschwitz hört, ist die Pflicht, sich zu erinnern und von dem Geschehen zu berichten, etwas Unveräußerliches. Sie ist heilig. Der religiöse Jude besitzt noch immer dieses Wort. Dem säkularisierten Juden ist es geboten, dieses Wort wieder einzusetzen.

  1. Die Notwendigkeit zum Überleben der Juden.

Das Überleben der Juden, und wäre es nur um des Überlebens willen, ist ebenso eine heilige Pflicht. Denn nach Auschwitz ist jüdisches Leben heiliger als jüdisches Sterben, selbst um der Heiligung des Namens Gottes willen.

  1. Die Notwendigkeit zu Arbeit und Hoffnung.

Die gebietende Stimme von Auschwitz heißt die Juden, religiöse und säkulare, die Welt nicht den Mächten von Auschwitz zu überlassen, vielmehr ihre Arbeit und Hoffnung für die Welt fortzusetzen. Weder Verzweiflung angesichts Auschwitz, noch die christliche oder pseudochristliche Jenseitigkeit, die an der Welt verzweifelt und vor ihr flüchtet sind für Juden akzeptable Haltungen nach Auschwitz.

  1. Die Notwendigkeit mit Gott zu ringen.

Die Furcht vor Gott ist gestorben unter den Nationen? Wir werden sie aufrechterhalten und sie bezeugen!

Und Zwi Braun schließt diesen gesamten Abschnitt zum „Schweigen Ahrons ab: Wie Ahron verstummte das jüdische Volk für eine kurze Weile, um sich dann mit umso größeren Eifer und Überzeugung an den Neu- und Weiteraufbau zu machen. 

AhuvaIsrael dazu abschließend: Sechs Tage nach einem Gedenkstag der Trauer, dem Jom HaSchoa, in diesem Jahr am 16. April 2015, begeht Israel am 22. April 2015 den „Jom HaSiccaron“, einen zweiten Tag nationaler Trauer, den Gedenktag an seine gefallenen Soldaten, Polizisten und Terroropfer und geht am Abend des 16. April 2015

Gaon von Wilnain den Tag großer Freude, den  68. Jahrestag seiner Unabhängigkeit

wir erinnern uns, dass David Ben Gurion am 14. Mai 1948, dem 5. Ijar 5708, den Staat Israel proklamierte.

Wein als prophetische Erfüllung

Israel Titelbild zum Artikel %22Wein.als prophetische Erfüllung%22Israel - Minas Weindach - Ma'ale Levona, SamariaIsrael - Minas WeinlaubeIsrael - Wein - Malon Eschel HashomronIsrael - Wein vom Golan und aus Efrat copyAnmerkung AhuvaIsrael: Das ist ein so wunderschöner Beitrag eines Freundes von mir aus Jerusalem, den ich meinen Beuchern und Freunden dieser Seite nicht vorenthalten wollte. So hoffe isch ehr, dass er allen die ihn lesen genau so gut gefälllt. Leider habe ich dazu keine englische Übersetzung! Fotos bis auf das „Titelbild“ AhuvaIsrael.

von G.A.G.- M.A. – Oktober 2014

Amos 9

13 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass man zugleich ackern und ernten und zugleich keltern und säen wird; und die Berge werden von süßem Wein triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein.

14 Denn ich will das Gefängnis meines Volkes Israel wenden, dass sie sollen die wüsten Städte bauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten machen und Früchte daraus essen.

15 Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Lande ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott.

Warum das Thema Wein überhaupt erst erwähnen, wo es doch in einigen Kreisen beträchtliches Missfallen hervorruft? Diejenigen, die vor den potentiellen Gefahren des Alkohols warnen, haben natürlich Recht und sollten dies auch tun. Ein Mensch mit einer selbst zerstörerischen Vergangenheit von Alkoholsucht sollte jegliche alkoholische Substanz meiden. Es ist Sünde, einen Stolperstein vor den Blinden zu legen. Mein Thema ist hier jedoch nicht Abstinenz,

Die obige, prophetische Bibelstelle zeigt, dass GOTT selbst Weinberge und Wein zu erwähnen wählte. Und Gott sagt nie etwas Grundloses oder Überflüssiges. Offensichtlich hat dieses Detail eine gewisse Bedeutung, sonst hätte er es nicht erwähnt.

Die Wiedergeburt des Landes Israel

Wir haben früher schon von der Erneuerung der Flora und der landwirtschaftlichen Aktivität im Land Israel als Zeichen endzeitlicher Erfüllung gesprochen. Diese wundersame Verjüngung des Landes nach fast 2000 Jahren der Verwüstung, Besatzung und Vernachlässigung durch Fremde, ist ein Prozess, der zeitlich mit der Sammlung des jüdischen Volkes zusammenfällt. Die Rabbis sprechen bei dieser Wiederherstellung der Vegetation vom ersten Zeichen der Endzeit und von einer göttlichen Bestätigung des legitimen Rechts des jüdischen Volkes auf sein Land.

Wir sind daran gewöhnt, allgemeine Hinweise auf die Wiederherstellung Israels, den Aufbau von öden Orten, das Blühen der Wüste und die Sammlung der Juden zu hören. Die Propheten beschreiben jedoch wirklich eine landwirtschaftliche Aktivität, die erneut stattfinden wird, und führen dies näher aus. Das hilft uns, die Erfüllung noch besser zu erkennen, wenn sie sich vollzieht. Das ist der Fall bei der oben zitierten Prophetie von Amos und beim Hinweis auf das Auslegen von Weinbergen und Weinbau.

Die 12 Kundschafter, die zur Erkundung des Landes Kanaans ausgesendet wurden, kurz bevor das Volk Israel das Verheißene Land betreten sollte, brachten Beweise der Güte des Landes mit. Ein solcher Beweis für die Fruchtbarkeit des Landes war eine einzige Rebe, deren Traubenzahl so groß war, dass zwei Leute sie auf einem Stock tragen mussten. Und sie kamen bis an den Bach Eskol und schnitten daselbst eine Rebe ab mit einer Weintraube und ließen sie zwei auf einem Stecken tragen, dazu auch Granatäpfel und Feigen. (4. Mose 13,23)

Mose bezeichnete das Land Israel als gut und beschrieb seine Beschaffenheit so: 5. Mose 8,  Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen;

ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind; ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig“

Offensichtlich gehörten Weinstöcke in der Bibel zu Israels herausragenden landwirtschaftlichen Gütern

Unter den verschiedenen Beamten, die König David zur Verwaltung seines Königsreiches einsetzte, waren zwei Aufseher für seine Weinbestände – einer für die Weinberge und einer für die Weinkeller (1. Chronik 27, 27). Im Tempel waren die Trankopfer Teil der täglichen Opfer. Die Bibel ist voller Hinweise auf Wein – positiv wie negativ. Man denke an die Rolle des Weins in den Berichten von Noah und Lot. Andererseits spricht Gott vom Segen, der im Wein liegt (Jesaja 65, 8), eine Rebe mit deren Traubenzahl das Metapher für das unvollkommene Israel verwendend. Er wird nicht die ganze Rebe zerstören, bestehend aus Schale, Kernen und Sediment, sondern letztlich das Gute davon herausziehen, was Wie die Beschreibung des Potenzials für Freude und Segen hat, sprich den Wein (seine treuen Diener) darstellt.

Wie die Beschreibung des Heiligen Landes durch Mose und die Kundschafter bestätigen, war das land fruchtbar und überreich an Obst und Gemüse, schon bevor das jüdische Volk es betrat. Kürzlich wurde in Nordisrael ein 4000 Jahre alter kanaanitischer Weinkeller beim Tel-Kabri-Palast gefunden. Die Analyse von Weinproben auf Scherben von Tongefäßen ergab, dass dort ein hochwertiger Wein gelagert wurde.

Kürzlich wurde auch ein 3000 Jahre altes Stück von Weinreben nahe Jerusalem ausgegraben und einer DNA-Analyse unterzogen. Die ein Kilogramm wiegende Sammlung ausgetrockneter, kieselsteinartiger Weintrauben verwendet man, um festzustellen, welche heutigen Traubensorten bereits zu Zeiten des Königs David und des Königs Salomo in Israel benutzt wurden. Nach drei Jahren der Forschung an wild wachsenden Weintrauben wurden bereits 100 Traubensorten identifiziert, die einzigartig für Israel sind. Ziel ist die Wiedereinführung dieser wirklich einheimischen israelischen Weine.

Gott wacht stets über dem Land

Sogar die Wetterbedingungen in Israel werden in der Bibel als optimal beschrieben im Gegensatz zu denen in Ägypten: 10 Denn das Land, da du hin kommst, ist nicht wie Ägyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen säen und selbst tränken musstest wie einen Kohlgarten; 11 sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tränkt, 12 auf welch Land der HERR, dein Gott, acht hat und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar sehen, von Anfang des Jahres bis ans Ende. 5. Mose 11

Die Bewässerung in Ägypten erforderte intensive menschliche Bemühungen, ständige Kontrollen und das Gießen von Hand. In Israel sorgte Gott jedoch für Regen und für einen Überfluss an Obst und Gemüse.

Natürlich war der landwirtschaftliche Erfolg abhängig vom Gehorsam Gottes Geben gegenüber. Gute Ernten, und die für das Wachstum des Getreides erforderlichen Wetterbedingungen waren Segnungen, die den Treuen verheißen waren. Ungehorsam ließen den Himmel zu „Kupfer“ werden und die Erde zu „Eisen“. Weinberge würden zwar gepflanzt, die Trauben aber durch Wurmbefall zerstört werden, und einmarschierende Armeen würden den Wein trinken und nichts für Israel übrig lassen. (5. Mose 28, 23-24: 39 49. 51).

Der Prophet Joel spricht von einer Heuschreckenplage, die das Land verwüstete (1. 4). Das wird so verstanden, dass es sich um eine tatsächlicher Heuschreckenplage handelte, aber auch um Vorboten einer zukünftigen Invasion durch eine fremde Macht. Israel wird als ein Weinstock beschrieben, der bis auf die Substanz abgeschält wird. Durch das aufgefressene Korn und die vertrockneten konnten die Priester im Tempel, die auf Korn und Wein basierenden Speise- und Trankopfer nicht mehr darbringen (Verse 9 und 13).

Während das jüdische Volk im Exil war, haben die Fruchtbarkeit des Landes, und die dortige menschliche Produktivität abgenommen. Das Land wurde wüst wie vorhergesagt (3. Mose 26, 32). Die römischen und nachfolgenden Eroberer rodeten die Wälder. Während der muslimischen Besatzung wurden die für viele Teile des Landes so charakterisierenden Weinberge zerstört – wegen des islamischen Verbots von Alkoholgenuss.

Die Worte der Propheten werden war

Als die Juden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in größerer Zahl nach Israel zurückzukehren begannen, hat Baron Edmond de Rothschild aus Frankreich die erste bedeutenden Investition zum Anlegen von Weinbergen vor Ort getätigt. Seine Weinkellereien in Rishon Letzion und Zichron Yaakov wurden schließlich zum bekannten israelischen Weinhersteller Carmel.

Der sprunghafte Anstieg in Israels Weinindustrie erfolgte jedoch nicht vor 1980. Heute werden etwa 5000 ha Land zum Weinanbau genutzt. Das mag wenig sein im Vergleich zu Frankreich oder bekannten Weinanbaugebieten auf der Welt, doch für Israels Größe ist es phänomenal. Diese Zahl steigt jährlich um 5 bis 10 %.

Die derzeitige Traubenernte zur Herstellung von Saft und Wein beträgt fast 50.000 t, überall schießen. Jährlich werden rund 35 Millionen Flaschen Wein produziert. Von den kälteren, feuchteren Klimazonen an der libanesischen Grenze im Norden, über die Golanhöhen und die Berge Galiläas, bis tief hinein in die heiße und trockene Wüste Negev, überall schießen neue Weinberge und Boutique-Weinkellereien wie Pilze aus dem Boden. Die größten Weinkellereien (insgesamt etwa 10) produzieren 90% der Ernte Israel. Zudem gibt es 250 Boutique-Weinkellereien in Israel.

Jahrzehntelang waren israelische Weine bedeutungslos, viele wurden lediglich für sakrale Zwecke verwendet – für den Heiligungssegen am, Schabbat, bei Hochzeiten und Beschneidungen. In den 1970ern und 1980ern konnte man jedoch die israelische Weinherstellungstechnik durch das Fachwissen kalifornischer Weinhersteller verbessern. Die Resultate sind erstaunlich. Zwar mag Mittelmäßigkeit noch einige Weine aus Israel kennzeichnen, dafür stellen etliche Weinkellereien jedoch kontinuierlich Weine der Weltkasse her. Ab 1987 gewannen israelische Weine, wie etwa aus der Weinkellerei auf den Golanhöhen, in Yarir (in der Negev-Wüste), Catel, Recanai sowie bestimmte exklusive Produktlinien der Carmel-Weine Top-Auszeichnungen bei zahlreichen Wettbewerben und erlangten Aufmerksamkeit in der internationalen Weinpresse.

Ich erwähne Israels Wiederherstellungserfolge aus zwei Gründen – 1. um Israel zu unterstützen und 2. um die tief greifende Botschaft von Gottes Treue zu bekennen, wie sie in der prophetischen Erfüllung deutlich wird.

Angesichts der antisemitischen, anti-israelischen, internationalen BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) denke ich, dass Israelfreunde den Bemühungen von Israels Feinden etwas entgegensetzen sollten. Der Kauf israelischer Produkte bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit dafür,

Noch wesentlicher ist, dass die Leistungen Israels in diesem spezifischen Landwirtschaftsbereich ein Ausdruck von Gottes Segnungen sind, die von den biblischen Propheten vorhergesagt wurden.

Jeremia 31 Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Wohlan, ich will dich wiederum bauen, dass du sollst gebaut heißen, du Jungfrau Israel; du sollst noch fröhlich pauken und herausgehen an den Tanz.

Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias; pflanzen wird man sie und ihre Früchte genießen.

Die Propheten sprachen nicht nur von Israels landwirtschaftlichem Wiederaufbau, sie lieferten sogar eine sehr genaue Beschreibung einiger landwirtschaftlicher Aktivitäten, darunter den Weinanbau und die Wiederherstellung. Bedenkt man, dass es in der Region seit mehr als tausend Jahren keinerlei derartiger Aktivitäten mehr gegeben hat, sind die gegenwärtigen Erfolge Israels bemerkenswert. Ohne die Segnungen Gottes über dem Land wären sie unmöglich. Zudem hat die international anerkannte hohe Qualität vieler Israelischer Weine dazu beigetragen, Aufmerksamkeit auf die prophetische Erfüllung zu lenken, mit zweitklassiger Qualität wäre dies nicht gelungen.

Der Prophet Jeremia benennt sogar die Region Samarien als für die Wiederanpflanzung von Weinstöcken bestimmt. In der Tat ist Israels Gebirgskette, die durch Samarien verläuft, heute eine der größten Regionen des Rebenanbaus und jedes Jahr kommen neue Weinberge hinzu.

Jede heute in Israel hergestellte Flasche Wein verdeutlicht die Erfüllung der Prophetie – ein Zeugnis von Gottes Treue. Die spezifischen Details der Prophetie und ihre wörtliche Erfüllung sind Gottes Bestätigung von Israels heutigem Status als prophetische Erfüllung.

Für Israelfreunde und an Gottes Wort Glaubende ist das eine Ermutigung. Gott hält stets, was er verspricht!_______________!

Dazu sagt AhuvaIsrael, aus vollem Herzen: AMEN!

Sukkot – das Laubhüttenfest

Sukkot - BILD 2
Sukkot - BILD 1Sukkot - BILD 3Sukkoot BIld 4Sukkot Bild 5Anmerkung AhuvaIsrael:
Der nachfolgende Beitrag zum Laubhüttenfest entstand im November 2001 eine Israel-Dokumentation – nachdem ich von den Laubhütten-Fest-Feiern mit der IECJ, der „Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem“ nach Hause zurückkam. 

Dieses Fest hat für mich persönlich eine sehr besondere Bedeutung. Eine liebe Freundin in Ma’ale Adumim fand für mich im Frühjahr 2004 während meines 12wöchigen Aufenthalts in Israel heraus – ich besuchte damals für 2 ½ Monate den Ulpan „Beit HaAm“ in Jerusalem – dass der Abend meiner Lebensübergabe an YESHUA/JESUS am 13. Oktober 1989 ein Erew Schabbat und Erew Sukkot war – der 14. des Monats Tishri 5750!

Zu diesem Jahr 2001 ist noch zu sagen, dass ich im Juli/August mein erstes Israel-Seminar unter der Leitung von Johannes Gerloff, Israel, im Hotel Eshel Hashomron in Ariel besuchte. Dann kam im Oktober der Besuch des Laubhütten-Fest in Jerusalem und danach war ich noch einmal für eine Woche in Ari’el im Hotel. Zu dieser Zeit entstand dann meine tiefe Verbindung zum Manager des Hotel, Tuvia Gelbard, für den ich zwei „Lecture“-Tours in Deutschland für das Frühjahr 2002 und 2003 organisierte und ihn auf den Touren begleitete – und zu den Besitzern des Hotel, Tova und Menachem Gilboa. Ein großer Teil der Bilder auf der Web-Site des Hotels, wie auch die Übersetzung der SeiteDas Hotel „Eshel Hashomron“ in Ariel, Samariains Deutsche sind von mir.

Das Laubhüttenfest

15.-21.Tischri – Sept./Okt.

  1. Mose (Leviticus / Sefer Wajikra) 23,33-44 //
  2. Mose (Numbers / Sefer Badmibar) 29, 12 //
  3. Mose (Deuteronomy / Dewarim) 16, 13-15

Den angegebenen Bibelstellen zu Folge, sind die Israeliten verpflichtet 7 Tage in einer Laubhütte zu wohnen, zumindest zu sitzen. Sie sollen sich in dieser Zeit an die 40jährige Wüstenwanderung erinnern, die sich an den Auszug aus Ägypten anschloß, und in der die Israeliten in der Wüste in Laubhütten wohnte

In Psalm 97, 11 lesen wir: „Ein Licht erstrahlt den Gerechten und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.“ Hier finden wir die Erklärung, warum die Zeit vom Versöhnungstag bis zum Laubhüttenfest nur 5 Tage beträgt. Nach der Buße und dem dadurch redlichen Herzen folgt die Freude.

Die Freude am Laubhüttenfest wird in der Tora 3 mal betont:

  • Seid sieben Tage lang vor dem HERRN, eurem G’TT,  fröhlich Mose 23,40
  • Du sollst an deinem Fest fröhlich sein – Mose 16,14
  • Dann sollst du wirklich  fröhlich sein – Mose 16,15

Dieses Fest ist auch gleichermaßen ein Erntedankfest, denn es fällt in die Zeit, in der das Getreide geerntet wird (außer Gerste, die wird bereits zu Shawuot- Wochenfest geerntet) 

Es soll auch daran erinnern, daß wir noch immer auf dem Weg zum Ziel sind, das eigentliche Zuhause ist noch nicht erreicht

Als der Tempel noch stand, pilgerten die Israeliten zum Laubhüttenfest nach Jerusalem und brachten G’TT ihre Dankopfer zum fest dar

In Sacharia 14, der Hafdara zum Erew Shabbat und Erew Sukkot am  13. Oktober 1989 / 14. Tishri 5750 – siehe meine Anmerkung, oben, lesen wir in Vers 16: „Und alle übrigen unter allen Heiden, die wider Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und zu halten das Laubhüttenfest.“ 

Vorschriften zum Bau der Hütte:

  • sie ist provisorisch
  • sie steht unter freiem Himmel
  • sie muß drei „Wände“ haben
  • das Dach muß nach oben offen sein, es wird mit Zweigen bedeckt

am besten mit Palmzweigen, erlaubt ist jedoch alles, was aus dem Boden wächst (Sterne müssen nicht! unbedingt zu sehen sein!

  • sie wird innen schön ausgeschmückt, häufig werden Bilder mit den „Früchten der Verheißung“ aufgehängt, mit Girlanden und/oder Palmzweige wird dekoriert – der Möglichkeiten gibt es viele

Der Feststrauß mit seinen „Arba Minim“ – 4 Planzenarten darf nicht fehlen.

  • – in der Regel spielt sich in Israel, Klima bedingt, das Familienleben in der Laubhütte ab; abends besucht man sich und es ist in der Tat ein wunderbares Familienfest mit viel Fröhlichkeit.
  • der erste und der achte Tag ist ein Feiertag mit heiliger Versammlung, es wird nicht gearbeitet. Die Tage dazwischen sind „Halbfeiertage“ – kleine Arbeiten dürfen verrichtet werden – die Geschäfte in Israel haben in der Regel am Nachmittag geschlossen
  • – mit dem achten Tag des Sukkots beginnt auch wieder das Gebet um den Regen. Nach der Zeit der Sommerhitze mit ihrer Trockenheit benötigt der Boden die Feuchtigkeit für Wachstum und Gedeihen der neuen Frucht zu ergiebiger Ernte.

    Simchat Tora – Psalm 119, 174

Mich verlangt nach deiner Hilfe, Ewiger, und deine Lehre ist meine Ergötzung.

Nach Ende des Sukkot wird der Tag der Freude an der Tora gefeiert. A n diesem Tag endet die Wochenlesung in der Tora und beginnt nahtlos mit der Lesung von vorne.

Diesen Tag gibt es seit dem 17. Jahrhundert – er fällt zusammen mit dem „Sh’mini Azeret (4.Mose 29,35), der vor dem Simcha Tora ein eigenständiger Feiertag am Schluß des Laubhüttenfestes war. Da keine Tieropferungen seit der Zerstörung des 2. Tempels mehr möglich sind ist dieser Tag umgewandelt zur „Freude an der Tora“ – Simcha Tora nach dem G’ttesdienst werden alle Tora-Rollen aus den Tora-Schreinen herausgehoben und die Männer tanzen mit den Tora-Rollen durch die Straßen und geben sie von einem zum anderen weiter. Die kleineren Söhne sitzen auf den Schultern der Väter und die Frauen tanzen ebenfalls für sich „im Reigen“.

Das ist wirklich ein großer Tag der Freude – nicht zu erzählen, nur mitzuerleben!

Zusammenstellung: AhuvaIsrael – 11/2001 – Quellen: – Nai-Jahrbuch 1997 // – „Jüdisches Leben“ – Rabbiner Chajim Halevy Donin // – „Jüdische Welt verstehen“ – Alfred J. Kolatch

 

 

Das Jahr 5775 ist ein „Schmitta“ – Jahr

Schmitta-Feld -  Shavei Zion copyAnmerkung AhuvaIsrael: Sieben Jahre nach 5768 ist das neue jüdische Jahr 5775, dessen Beginn ich am Abend des 24. September 2014 mit lieben nicht-jüdischen Freunden und Freunden aus Israel feierte, wieder ein „Schmitta“-Jahr.

Unten gibt es vier Links zum Thema „Schmitta“ – Jahr, die mir sehr gut gefallen  

Über das „Schmitta“ – oder auch „Schabbat“-Jahr lesen wir in 2. Mose 23, 10.11:

„Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte einsammeln. Aber im siebenten Jahr sollst du es ruhen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was übrig bleibt, mag das Wild auf dem Felde fressen. Ebenso sollst du es halten mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen“.

In 3. Mose 25, 20-23 lesen wir zum Thema: „Und wenn ihr sagt: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? Denn wenn wir nicht säen, so sammeln wir auch kein Getreide ein, so will ich meinen Segen über euch im sechsten Jahr gebieten, dass er Getreide schaffen soll für drei Jahre, dass ihr säet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte Jahr, so dass ihr vom alten esset, bis wieder neue Getreide kommt. Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer; denn das Land ist mein und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir.“


Die Frage ist nun, wie ist es möglich, dass in heutiger Zeit Land, auf dem Gemüse, Obst und Getreide angebaut für ein ganzes Jahr brach liegen kann – schließlich käme es bei Einhaltung dieser Bestimmungen GOTTES zu immensen finanziellen Verlusten für die Landwirte – ein volkswirtschaftlich gesehen kaum ausgleichbarer Schaden, nicht wahr?

Nun, da kamen kluge Rabbiner im Jahre 1888 auf eine sehr einfache aber viel versprechende Lösung, um einer Hungersnot entgegen zu wirken: verkaufe dein Land für ein Jahr an einen Nichtjuden, so kannst du nichtjüdisches Land bebauen, danach nimmst du’ s gegen Geldrückgabe wieder in deinen Besitz und dein Problem ist keines mehr! Ja, das ist eine Lösung, die auch heute ihre Anwendung findet allerdings gibt es doch eine Problematik dabei .

Johannes Gerloff berichtete dazu für 5768: Ultraorthodoxe und manche moderne Orthodoxe lehnen diesen Deal ab, er sei in unserer Zeit nicht mehr relevant. Außerdem bewerten sie die Entscheidung durch das Oberrabbinat, das diese während des Erlassjahres erzeugten Produkte als „koscher“ deklariert als unannehmbar. Derweil freuen sich arabische und drusische Bauern in Israel bereits jetzt schon auf ein „gutes Geschäft“.

Unter Aufsicht des „Schmitta“-Komittees des Oberrabbinats der drusische Oberst i.R. Hamada Ganem aus dem galiläischen Dorf Mrar für 13. Milliarden Euro das Land der Kibuzzim, Moschavim und von privaten Bauerhöfen gekauft. Jüdische Farmer bauen auf nichtjüdischem Land an und bekommt am Ende des Jahres 5768 seine ausgestellten Schecks wieder zurück.

Und Johannes Gerloff  weiter: die weltweit heute sehr populäre Hydrokultur geht auf orthodoxe Juden zurück, die das Schabbat-Jahr streng halten wollten: Wenn die Pflanzen nicht im Boden angepflanzt werden, sind sie auch nach strengen jüdischen Regeln „kosher“ ._______ENDE

Die himmlische Schmitta

und drei sehr schöne Beiträge zum Schmitta-Jahr aus der „Jüdische Allgemeine“ vpm 7. Oktober 2014

Erholung für das Land

Ausszeit

Das relaxte siebte Jahr